{"id":1442,"date":"2019-06-23T10:30:10","date_gmt":"2019-06-23T08:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/dikoweb.de\/main\/?p=1442"},"modified":"2024-12-18T23:20:37","modified_gmt":"2024-12-18T23:20:37","slug":"betriebliche-gesundheitsfoerderung-in-der-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=1442","title":{"rendered":"Forschungsprojekt zur betrieblichen Gesundheitsf\u00f6rderung in der Pflege"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"264\" height=\"360\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/cover_pflege_report_2019_kh.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4047\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/cover_pflege_report_2019_kh.jpg 264w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/cover_pflege_report_2019_kh-220x300.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 264px) 100vw, 264px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umsetzung von Konzepten und Ma\u00dfnahmen zur Etablierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gehen in ambulanten und station\u00e4ren Pflegeeinrichtungen nur sehr langsam voran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Institut f\u00fcr Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) e. V. in Saarbr\u00fccken hat in einem von der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung gef\u00f6rderten Forschungsprojekt nach hemmenden und f\u00f6rdernden Faktoren f\u00fcr die Umsetzung von BGF gesucht. Dabei zeigten sich vor allem die angespannte Arbeitsmarktsituation und die Notwendigkeiten, die aus sozialpolitischem Versorgungsauftrag und aus der F\u00fcrsorgebeziehung in der P\ufb02ege resultieren, als Hemmschuh f\u00fcr wirksame gesundheitsf\u00f6rderliche Ma\u00dfnahmen. F\u00fchrungskr\u00e4ften in der P\ufb02ege bereitet es gro\u00dfe Probleme, betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung \u00fcberzeugend und glaubw\u00fcrdig umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch in einer paradoxen Weise k\u00f6nnte der belastende Personalmangel m\u00f6glicherweise auch zu einem Motor f\u00fcr die Entwicklung innovativer Strategien der Gesundheitsf\u00f6rderung werden. Denn eine Reihe von Leitungskr\u00e4ften formulierte die Anforderung, dass die Unternehmen sich im Wettbewerb um die knappen Fachkr\u00e4fte als attraktive Arbeitgeber behaupten m\u00fcssen. Hierf\u00fcr spielt das Thema Mitarbeitergesundheit und Arbeitszufriedenheit eine bedeutsame Rolle. Zumeist wurde dabei der Zusammenhang von Motivation, Wertsch\u00e4tzung und&nbsp; Leistungsf\u00e4higkeit der Besch\u00e4ftigten betont und darauf verwiesen, dass P\ufb02egekr\u00e4ften die Arbeitsbedingungen und die M\u00f6glichkeit, \u201egute Arbeit\u201c f\u00fcr ihre Klienten und Patienten leisten zu k\u00f6nnen, h\u00e4u\ufb01g wichtiger sei als die H\u00f6he des Gehalts. Damit r\u00fccken die qualitativen Aspekte der Arbeit, unter anderem auch BGF, f\u00fcr das Personalmanagement st\u00e4rker in den Vordergrund. Auf den Webseiten vieler Organisationen wird mittlerweile mit Gesundheitsangeboten oder Ma\u00dfnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geworben.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, dass Leitungskr\u00e4fte in der Pflege derzeit einen Spagat leisten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"font-size: 12pt;\">Sie m\u00fcssen die Versorgung der Klienten unter widrigen Bedingungen organisieren und ihren Belegschaften dabei einiges abverlangen. Aber gerade deshalb muss der Anspruch, auch in der P\ufb02ege gesundheitsf\u00f6rderliche und die Arbeitsf\u00e4higkeit erhaltende Bedingungen zu organisieren, in den Mittelpunkt ger\u00fcckt werden. Die Scha\ufb00ung verhaltenspr\u00e4ventiver und niedrigschwellig nutzbarer Angebote zum Umgang mit Belastungen k\u00f6nnte dabei ein erster Schritt sein. Dies k\u00f6nnen z. B. Ma\u00dfnahmen zur Stressbew\u00e4ltigung, zur Kommunikation mit Klienten und Angeh\u00f6rigen oder zum r\u00fcckenschonenden Arbeiten sein [&#8230;]. Es bedarf dar\u00fcber hinaus aber ebenso eines belastungssensiblen Managements, das auch verh\u00e4ltnispr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen in den Blick nimmt und innerhalb des Betriebs eine Verteilung der Belastungen auf m\u00f6glichst viele Schultern anstrebt. Hierbei geht es u. a. um die Arbeitsorganisation und Arbeitsteilung in den Teams, um den richtigen Mix an Quali\ufb01kationen und Kompetenzen sowie um Personalkonzepte, die verl\u00e4ssliche Schichtpl\u00e4ne und ein stabiles Dienstfrei f\u00fcr die P\ufb02egekr\u00e4fte sicherstellen. Dazu ist das F\u00fchrungspersonal in den Einrichtungen und Diensten mit seiner ganzen Innovationskraft gefordert. Denn vom Arbeitsmarkt selbst ist kurz- und mittelfristig kaum eine Linderung der Situation zu erwarten.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:19px\"><span style=\"font-size: 10pt;\">aus: Elisabeth Krupp, Volker Hielscher und Sabine Kirchen-Peters: Betriebliche <\/span><span style=\"font-size: 10pt;\">Gesundheitsf\u00f6rderung in der Pflege \u2013 Umsetzungsbarrieren und Handlungsans\u00e4tze, in: K. Jacobs, A. Kuhlmey, S. Gre\u00df, J. Klauber, A. Schwinger (Hrsg.), P\ufb02ege-Report 2019. Mehr Personal in der Langzeitp\ufb02ege \u2013 aber woher?, Berlin &#8211; Heidelberg 2019, .S. 113 &#8211; 121.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umsetzung von Konzepten und Ma\u00dfnahmen zur Etablierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) gehen in ambulanten und station\u00e4ren Pflegeeinrichtungen nur sehr langsam voran. Das Institut f\u00fcr Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) e. 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