{"id":2886,"date":"2023-09-07T10:52:00","date_gmt":"2023-09-07T08:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dikoweb.de\/main\/?p=2886"},"modified":"2024-12-08T18:08:58","modified_gmt":"2024-12-08T18:08:58","slug":"song-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=2886","title":{"rendered":"Song-Geschichten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"599\" height=\"587\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/doors-single-cover-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3640\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/doors-single-cover-1.jpg 599w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/doors-single-cover-1-300x294.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele gro\u00dfe Rock- und Popsongs haben eine Hintergrundgeschichte. So auch \u201e<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/youtu.be\/mbj1RFaoyLk\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/mbj1RFaoyLk\" target=\"_blank\">Light My Fire<\/a>\u201c von den Doors.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang 1966 waren erfahrene Rockbands, die regelm\u00e4\u00dfig in Clubs und Theatern in New York, Los Angeles und San Francisco auftraten, zunehmend frustriert von ihren Plattenfirmen. Unter dem Druck der kurzen Dauer von 45er Schallplatten und dem st\u00e4ndigen Druck, Hit-Singles zu liefern, wollten viele dieser K\u00fcnstler l\u00e4ngere Konzertversionen ihrer Songs auf Alben aufnehmen. Doch die Plattenfirmen und Produzenten z\u00f6gerten. Studiozeit war teuer, und Alben, die mit ausgedehnten Soli und Jams vollgestopft waren, liefen Gefahr, langatmig und langweilig zu sein. Das Ergebnis waren schlechte Verkaufszahlen in den L\u00e4den und eine Sch\u00e4digung des Rufs der Band. Ein weiteres Problem war, dass zu wenige junge Plattenk\u00e4ufer*innen eine eigene Stereoanlage besa\u00dfen. Die meisten spielten die Singles auf tragbaren Plattenspielern ab, w\u00e4hrend die Alben mit ins Wohnzimmer genommen und auf den gr\u00f6\u00dferen Plattenspielern der Eltern abgespielt wurden. Zudem mussten Jugendliche damit rechnen, dass die Eltern verlangten, die Musik leiser zu stellen bzw. auszuschalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Doors geh\u00f6rten zu den Bands, die die Single als erdr\u00fcckend und das Album als die gro\u00dfe Leinwand der Zukunft des Rocks betrachteten. Im Jahr 1966 unterschrieb die Band bei Elektra, einem damals unabh\u00e4ngigen Plattenlabel in Los Angeles. Die Doors traten h\u00e4ufig in Clubs auf dem Sunset Strip in Los Angeles auf, wo sie herausgefunden hatten, wie man Songs verl\u00e4ngern konnte, um die LSD-getr\u00e4nkte Menge auf den Tanzfl\u00e4chen zufrieden zu stellen. Das Ergebnis war eine psychedelische Rockmusik, die die bewusstseinsver\u00e4ndernde Wirkung von LSD-Trips nachahmte und verst\u00e4rkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im August 1966 nahmen die Doors eine 7:06 Minuten-Version von &#8222;Light My Fire&#8220; f\u00fcr ihr gleichnamiges Deb\u00fctalbum auf. Nachdem das Album im Januar 1967 erschienen war, erreichte es Platz 2 der Billboard-Charts. Ein paar Monate nachdem das Doors-Album im Januar 1967 erschienen war, rief Elektra-Gr\u00fcnder Jac Holzman an und sagte, das Label wolle eine Single von &#8222;Light My Fire&#8220; f\u00fcr das Radio. Dave Diamond, ein UKW-Discjockey im San Fernando Valley, hatte die Albumversion gespielt und bekam eine Menge Anfragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber eine Single bedeutete, dass die lange Albumversion auf knapp drei Minuten gek\u00fcrzt werden musste, damit die DJs sie spielen w\u00fcrden. Als die Gruppe das Ergebnis h\u00f6rte, waren die Orgel- und Gitarrensoli weg. Produzent Paul Rothschild erkl\u00e4rte der Band: &#8222;<em>Stellt euch vor, ihr seid siebzehn Jahre alt in Minneapolis. Du hast noch nie etwas von den Doors geh\u00f6rt, und das ist die Version, die du im Radio h\u00f6rst. H\u00e4ttest du ein Problem damit?<\/em>&#8220; Jim Morrison sagte: &#8222;<em>Eigentlich gef\u00e4llt sie mir ganz gut.<\/em>&#8220; Robbie Krieger: \u201c<em>Ich war nie verr\u00fcckt nach der Albumversion. Sie war sehr leise abgemischt worden, um alles einzufangen. Im Radio war sie nicht sehr laut oder aufregend. Aber die Single hat mich umgehauen. Das Geheimnis war, dass Paul [Rothschild] Tesafilm um die Spindel der Tonabnehmerspule gewickelt hatte, damit sich das Band ein wenig schneller drehte. Dadurch wurde die Tonh\u00f6he ein wenig h\u00f6her und heller, und der Song wurde dringlicher<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Im Mai 1967 wurde eine 2:52 Minuten-Single-Version von &#8222;Light My Fire&#8220; ver\u00f6ffentlicht, sie kletterte auf Platz 1. 1998 wurde sie in die <em>Grammy Hall of Fame<\/em> aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zitate wurden \u00fcbersetzt und stammen aus dem Buch von Marc Myers \u201eAnatomy of a Song. The Oral History of 45 Iconic Hits That Changed Rock, R&amp;B and Pop\u201c, Grove Press, New York, 2016.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele gro\u00dfe Rock- und Popsongs haben eine Hintergrundgeschichte. So auch \u201eLight My Fire\u201c von den Doors. Anfang 1966 waren erfahrene Rockbands, die regelm\u00e4\u00dfig in Clubs und Theatern in New York, Los Angeles und San Francisco auftraten, zunehmend frustriert von ihren Plattenfirmen. 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