{"id":3063,"date":"2024-03-05T16:34:02","date_gmt":"2024-03-05T15:34:02","guid":{"rendered":"https:\/\/dikoweb.de\/main\/?p=3063"},"modified":"2024-12-02T17:26:19","modified_gmt":"2024-12-02T17:26:19","slug":"buchtipp-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=3063","title":{"rendered":"Buchtipp"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"910\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/cover_kilbey-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3561 size-full\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/cover_kilbey-1.jpg 600w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/cover_kilbey-1-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:14px\"><span class=\"MsoIntenseReference\"><span style=\"font-size:16.0pt;\nline-height:120%\">Steve Kilbey &#8211; Something Quite Peculiar: The Church. The <\/span><\/span><span class=\"MsoIntenseReference\"><span style=\"font-size:16.0pt;\nline-height:120%\">Music. The Mayhem, Hardie Grant Books, Richmond, 2014<\/span><\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:16px\">Steven John Kilbey, Jahrgang 1954, begann seine professionelle Musikkarriere, als er 17 Jahre alt war. Er spielte in mehreren Bands, bevor er 1980 in Sydney &#8222;The Church&#8220; gr\u00fcndete. Nach anf\u00e4nglichen Erfolgen gelangten Kilbey und The Church 1988 zu internationalem Ruhm, als ihr Album &#8222;Starfish&#8220; mit dem Song &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pWxJEIz7sSA\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Under the Milky Way<\/a>&#8220; sowohl in Australien als auch in den USA an die Spitze der Musikcharts kletterte. Kilbey hat mit einer Vielzahl von Musikern an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet und auch eine Reihe von Solowerken produziert. Er ist auch Maler, Dichter und Musikproduzent. Steve Kilbey lebt derzeit in Bondi, Sydney.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:16px\">Mit \u201eetwas ziemlich seltsames\u201c taucht man ein in die Welt von Steve Kilbey, dem Singer-Songwriter und Bassisten einer der beliebtesten Bands Australiens, The Church. Von seiner Kindheit als Einwanderer, \u00fcber seine Jugend, in der er mit den Beatles, Dylan und den Stones aufwuchs, bis hin zu seinen fr\u00fchen Abenteuern in Garagenbands und Nachbarschaftsjams. Seine wilden Abenteuer mit The Church, als sie Australien und dann die Welt eroberten. Die Tourneen. Die Platten. Die Frauen. Und dann die Heroinsucht, die ihn zehn lange Jahre lang gefangen hielt. Dann die beiden (!) Paare von Zwillingen (\u201eWe called them the Twillies\u201c), die er w\u00e4hrenddessen gezeugt hat, und die Abzweigung in die Schauspielerei, die Malerei und das Schreiben.<br><br>Vom verschneiten Schweden bis zu einer Zelle in New York City, vom Strand von Ipanema bis nach Bondi (Australien) schlingert Kilbey durch sein surrrealistisches Leben, welches einen sowohl zum Schmunzeln bringt als auch dazu, ihm in den Arsch treten zu wollen. Seine Geschichte ist einfach zu gut, um nicht erz\u00e4hlt zu werden. Er erz\u00e4hlt sie mit ungew\u00f6hnlicher und oft unverf\u00e4lschter Klar- und Offenheit.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:15px\">Hier ein kurzer von mir \u00fcbersetzter Auszug aus seiner Biografie:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"font-size:15px\">Kurz bevor wir nach Europa aufbrachen, ging The Church f\u00fcr ein paar Tage ins Studio 301. Capitol Records, unser amerikanisches Plattenlabel, war auf der Suche nach weiteren &#8222;Hits&#8220; und sie waren der Meinung, dass The Blurred Crusade keine Hits enthielt.<br>Um die Wahrheit zu sagen, die Leute, die in den meisten amerikanischen Plattenfirmen arbeiteten, h\u00e4tten einen Hit nicht von einem St\u00fcck Seife unterscheiden k\u00f6nnen, selbst wenn es ihnen in den Hintern gebissen h\u00e4tte. Ich wusste im Grunde meines Herzens, dass wir keine Hits mehr hatten, aber ich hatte ein paar interessante neue Songs geschrieben, die ich aufnehmen wollte; w\u00fcrden sie die Hits sein, die sie suchten? Keine Chance! [\u2026]<br><br>Also gingen wir nach Gro\u00dfbritannien, wo wir bei Carerre unter Vertrag standen und einige Auftritte geplant hatten. Leider geh\u00f6rte dazu auch ein Auftritt im Vorprogramm von Duran Duran &#8211; einer Band, die ich damals hasste und auch heute noch hasse. Ja, hassen ist ein starkes Wort, aber ihr neues romantisches Geschw\u00e4tz und ihre albernen Videos waren mir ein Gr\u00e4uel. Unsere Plattenfirma hatte ungef\u00e4hr drei\u00dfigtausend verdammte Pfund bezahlt, um auf ihrer sch\u00e4bigen Tournee vor elfj\u00e4hrigen, weinenden M\u00e4dchen zu spielen. Vielleicht w\u00e4re ich ja damit zufrieden gewesen, wenn wir nicht zuerst im Venue aufgetreten w\u00e4ren. Nach einem OK-Aufw\u00e4rmkonzert als Vorband f\u00fcr eine Band namens The Truth irgendwo in einem Londoner Vorort hatten wir einen Gig im The Venue gebucht, das mehr als 2000 Leute fassen konnte. Und wir waren ausverkauft und bekamen begeisterte Kritiken. Unsere Tournee fiel irgendwie mit einem kleinen psychedelischen Revival in England zusammen, und wir wurden als Paten der ganzen Bewegung angesehen &#8211; das Publikum drehte durch, als wir die B\u00fchne betraten. Als ich bei &#8222;Almost with You&#8220; die Zeile &#8222;Who you trying to get in touch with?&#8220; sang, zeigte das ganze Publikum auf mich und rief &#8222;YOU! YOU!&#8216; Ich dachte immer wieder, dass da irgendetwas anderes vor sich gehen muss, denn sie schrien sicher nicht alle nach uns! [\u2026]<br><br>Schlie\u00dflich landeten wir wieder in England und bereiteten uns darauf vor, f\u00fcr Duran Duran im Hammersmith Odeon zu er\u00f6ffnen. Aber auch hier mochte uns das Publikum, bestehend aus m\u00e4dchenhaften Teenyboppern, nicht ein einziges kleines bisschen. Andy, der Gitarrist von Duran Duran, kam in unsere Garderobe und war sehr freundlich, aber wir bereiteten ihm einen frostigen, stummen Empfang. Danach haben sich beide Bands gegenseitig ignoriert. Man muss ihnen zugute halten, dass Duran Duran live genau wie ihre Platten waren &#8211; wenn man so etwas mag, was ich \u00fcberhaupt nicht tat. Sie brauchten auch ausgekl\u00fcgelte Strategien, um aus den Theatern zu entkommen, weil ihnen die M\u00e4dchen hinterherliefen.<br><br>Das Publikum von Duran Duran h\u00e4tte jeden gehasst, der vor ihren Idolen aufgetreten w\u00e4re; sie waren kein Publikum, das man mit cleveren Texten oder trickreichen Gitarrenparts \u00fcberzeugen konnte. Sie konnten mit einem Haufen australischer Hippies, die Paisley-Shirts trugen und Jingle-Jangle-Rock spielten, nichts anfangen. Eines Abends waren wir in Perth, Schottland, und als wir zum Konzert fuhren, rannte ein Haufen kreischender M\u00e4dchen zum Auto, aber sie blieben angewidert stehen, als sie sahen, dass wir nicht Duran Duran waren. Es sind nicht DIE!&#8220;, spottete eine w\u00fctende Zw\u00f6lfj\u00e4hrige zu den anderen Kindern, die zum Auto gest\u00fcrmt waren.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steve Kilbey &#8211; Something Quite Peculiar: The Church. The Music. The Mayhem, Hardie Grant Books, Richmond, 2014 Steven John Kilbey, Jahrgang 1954, begann seine professionelle Musikkarriere, als er 17 Jahre alt war. Er spielte in mehreren Bands, bevor er 1980 in Sydney &#8222;The Church&#8220; gr\u00fcndete. 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