{"id":3441,"date":"2024-10-20T15:50:53","date_gmt":"2024-10-20T13:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dikoweb.de\/main\/?p=3441"},"modified":"2024-12-12T14:51:06","modified_gmt":"2024-12-12T14:51:06","slug":"neuer-jazz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=3441","title":{"rendered":"Neuer Jazz"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-top\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"500\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Avishai-Cohen-2024_600-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3502 size-full\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Avishai-Cohen-2024_600-2.jpg 500w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Avishai-Cohen-2024_600-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Avishai-Cohen-2024_600-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Avishai-Cohen-2024_600-2-88x88.jpg 88w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Avishai Cohen <br>Ashes to Gold <br>2024<br>ECM 2822<br><a href=\"https:\/\/ecm-server.de\/audio\/06024652\/0602465210460\/0602465210460_1_3\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/ecm-server.de\/audio\/06024652\/0602465210460\/0602465210460_1_3\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">H\u00f6rprobe<\/a> &#8222;Ashes To Gold, Pt.3&#8220;<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vehement reagiert der Trompeter aus Tel Aviv auf den turbulenten Geist einer unruhigen Zeit und f\u00fchrt seine Band durch eine f\u00fcnfteilige Suite, die eine ganze Bandbreite an Emotionen durchwandert \u2013 abwechselnd hoffnungsvoll, verzweifelt, erz\u00fcrnt und zutiefst melancholisch. Die melodische Direktheit des abschlie\u00dfenden St\u00fccks \u201eThe Seventh\u201c, komponiert von Avishai Cohens Teenager-Tochter, bietet einen tr\u00f6stlichen Kontrast zur Intensit\u00e4t der Suite. Dazwischen wendet sich Cohen dem eindringlichen <em>Adagio assai<\/em> aus Ravels G-Dur-Klavierkonzert zu, das seit langem zu den H\u00f6hepunkten des Live-Sets der Gruppe geh\u00f6rt. <em>Ashes to Gold<\/em> wurde im November 2023 in den Studios La Buissonne in S\u00fcdfrankreich aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3503 size-full\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-88x88.jpg 88w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-900x900.jpg 900w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1-1280x1280.jpg 1280w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/DanielGarciaTrio_Wonderland-1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daniel Garc\u00eda Trio<br>Wonderland<br>2024<br>ACT 9996-2, 614427999627<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es tut sich etwas in der spanischen Jazz-Szene.<\/strong> Blieb man in Madrid, Barcelona und Sevilla lange eher unter sich, erlangte in den letzten Jahren eine ganze Generation aktueller spanischer Jazzmusiker:innen internationales Renommee und das in einem Ma\u00dfe, dass man durchaus von einer Bewegung sprechen kann. Elementarer Teil dieser Bewegung: Der 1983 in Salamancha geborene Pianist Daniel Garc\u00eda, der sich in den letzten zehn Jahren mit seinem Trio einen Namen als einer der wichtigsten Vertreter des Jazz seines Heimatlands erspielt hat \u2013 auf \u00fcber 300 Konzerten quer durch Europa und bis nach Japan. Die Besetzung der Band steht f\u00fcr eine weitere Besonderheit der spanischen Szene: Viele Musiker:innen aus Kuba fanden hier aufgrund der gemeinsamen Sprache eine zweite Heimat \u2013 und brachten ihre hervorragende musikalische Ausbildung und ihre Einfl\u00fcsse mit. So auch Bassist Reinier \u201eEl Negron\u201c und Schlagzeuger Michael Olivera die die ebenso tight, wie sensibel agierende Rhythmusgruppe des Daniel Garc\u00eda Trios bilden.<br><br><strong>\u201eWonderland\u201c ist das dritte Album des Daniel Garc\u00eda Trios auf ACT.<\/strong> Waren die Vorg\u00e4ngeralben \u201eTravesuras\u201c (2019) und \u201eV\u00eda de la Plata\u201c (2021) noch von deutlichen Einfl\u00fcssen aus Flamenco und traditioneller spanischer Musik gepr\u00e4gt, hat sich Garc\u00eda nun davon emanzipiert. Die Flamenco-Anleihen auf \u201eWonderland\u201c sind subtiler und stehen neben einer ganzen Palette von Inspirationen aus Modern Jazz, Klassik, Pop und Einfl\u00fcssen aus der Karibik und dem mittleren Osten. Zugleich symbolisiert \u201eWonderland\u201c eine innere Suche: Daniel Garc\u00eda zitiert in den Liner Notes des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung: \u201eWer nach au\u00dfen schaut, tr\u00e4umt, wer nach innen schaut, erwacht.\u201d Garc\u00eda l\u00e4dt seine Zuh\u00f6rer, die eigenen Gef\u00fchle und Gedanken zu erforschen \u2013 in \u201eeine intime Welt aus Tr\u00e4umen und \u00c4ngsten, Illusionen und Hoffnungen, die unser Selbst formt und uns hilft, unsere Umgebung zu verstehen\u201c.<br><br><strong>In den zw\u00f6lf Songs des Albums durchschreitet Daniel Garc\u00eda verschiedene innere R\u00e4ume und kreiert aus diesen eine zusammenh\u00e4ngende Erz\u00e4hlung.<\/strong> Mit dem kraftvollen \u201eGates to the Lands of Wonders\u201c betreten wir die Gef\u00fchlslandschaft. Es folgt der Titelsong, in dem als Gast der israelische Gitarrist Gilad Hekselman unisono mit dem Bandleader die sonnige Melodie spielt. \u201eIch liebe seinen Sound und seine Kompositionen\u201c, so Garc\u00eda. \u201eSo eine kreative Kraft! Ich mag Gitarristen, die auf solch menschliche Weise durch ihr Instrument sprechen\u201c. Das sanfte \u201eMi Bolita\u201c, das Garc\u00eda seinem neugeborenen Neffen widmet und das verspielt-energische \u201eWitness the Smile\u201c mit seiner Ohrwurm-tauglichen Melodie zeigen die kubanischen Einfl\u00fcsse des Pianisten auf &#8211; und nat\u00fcrlich auch den seiner Mitstreiter Reinier \u201eEl Negron\u201c und Michael Olivera. \u201eSie sind meine Br\u00fcder\u201c, schw\u00e4rmt Garc\u00eda. \u201eWenn ich mir von allen auf der Welt zwei Musiker aussuchen d\u00fcrfte, ich w\u00fcrde trotzdem die beiden w\u00e4hlen! Wir sind eine Einheit.\u201c<br><br><strong>\u201eEs f\u00e4llt mir schwer, meine Musik zu kategorisieren\u201c, sagt Garc\u00eda.<\/strong> \u201eEs f\u00fchlt sich an, als w\u00fcrde man versuchen, das Meer in eine zu Kiste sperren\u2013 sie l\u00e4uft nur \u00fcber! Ich liebe Klassik, ich liebe Musik aus dem Mittleren Osten, ich liebe Rock, ich liebe Singer\/Songwriter! Inspiration kann von \u00fcberall kommen. Das Intro von \u201aThe Gathering\u2018 wurde beispielsweise durch eine Melodie inspiriert, die ich auf den Stra\u00dfen von Salamanca geh\u00f6rt habe.\u201c Zwei bemerkenswerte Stimmen runden das Album ab, die madrilenische S\u00e4ngerin Ver\u00f3nica Ferreiro und die katalanische, in New York ans\u00e4ssige S\u00e4ngerin Lau Noah. In \u201eYou and Me\u201d singt sie: \u201eTake my hands\/Now, come and dance\/Time to forget the wounds\/All the scars, the pain\u201d. Eine Einladung, den Schmerz im Tanz zu vergessen \u2013 und f\u00fcr Daniel eine Art, die Welt zu verbessern, wenn auch nur f\u00fcr einen Moment. Er sagt \u201eUm uns herum passieren so viele Trag\u00f6dien. Wir k\u00f6nnen wenig tun, au\u00dfer an uns selbst zu glauben und gut zu anderen sein.\u201c Das die Kraft der Musik die Welt verbessert mag utopisch klingen. Aber man nimmt dem eher leisen, immer l\u00e4chelnden, warmherzigen Daniel Garc\u00eda den Glauben daran ab. Und es lohnt sich, ihn auf dem Weg durch sein \u201eWunderland\u201c zu begleiten.<br><br>Daniel Garc\u00eda \/ piano, vocals<br>Reinier \u201cEl Negr\u00f3n\u201d \/ double bass<br>Michael Olivera \/ drums, vocals<br><br>special guests:<br>Gilad Hekselman \/ guitar <br>Lau Noah \/ vocals<br>Ver\u00f3nica Ferreiro \/ vocals<br><br>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.actmusic.com\/wonderland\/ACT-9996\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ACT Music<\/a><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted has-accent-color has-text-color has-link-color wp-elements-f06e3c8920ef88a07f5b1c0cfcf79540\"><strong>HINWEIS:<\/strong><br>Daniel Garcia Trio<br>06.11.2024 um 20.00 Uhr <br>Altes Rathaus, Markt 4<br>G\u00f6ttingen<br>(Konzert im Rahmen des 47. G\u00f6ttinger Jazzfestivals)<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Avishai Cohen Ashes to Gold 2024ECM 2822H\u00f6rprobe &#8222;Ashes To Gold, Pt.3&#8220; Vehement reagiert der Trompeter aus Tel Aviv auf den turbulenten Geist einer unruhigen Zeit und f\u00fchrt seine Band durch eine f\u00fcnfteilige Suite, die eine ganze Bandbreite an Emotionen durchwandert \u2013 abwechselnd hoffnungsvoll, verzweifelt, erz\u00fcrnt und zutiefst melancholisch. 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