{"id":5347,"date":"2025-05-30T11:43:00","date_gmt":"2025-05-30T09:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=5347"},"modified":"2025-08-23T16:36:19","modified_gmt":"2025-08-23T14:36:19","slug":"stimmt-es-dass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dikoweb.de\/?p=5347","title":{"rendered":"&#8222;Stimmt es, dass&#8230;?&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">MIT VIERTAGEWOCHE UND WORK-LIFE-BALANCE WERDEN WIR DEN WOHLSTAND DIESES LANDES NICHT ERHALTEN K\u00d6NNEN.<br>Friedrich Merz<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Im neuen ARTE-Webmagazin \u201eStimmt es, dass \u2026?\u201c werden Woche f\u00fcr Woche verbreitete Annahmen hinterfragt &#8211; mit \u00fcberraschenden Thesen, fundierten Erkl\u00e4rungen und neuen Perspektiven. Die Folge zur Frage \u201eStimmt es, dass wir fr\u00fcher alle mehr geschuftet haben?\u201c zeigt: Entscheidend sind nicht die reine Arbeitszeit oder k\u00f6rperliche Anstrengung, sondern die Art und Weise, wie wir heute arbeiten \u2013 und was wir dabei von uns selbst erwarten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Sendung zum Thema am 18. Juni 1025 auf arte.tv<\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist das Paradox der Beschleunigung\u201c, sagt Anna Schaffner, Schriftstellerin, Burn-out-Coach und ehemalige Professorin f\u00fcr Kulturgeschichte, im Gespr\u00e4ch mit dem ARTE Magazin. \u201eDas Freizeitversprechen der Technologisierung wurde nie eingel\u00f6st \u2013 stattdessen f\u00fcllen wir eingesparte Zeit mit neuen Aufgaben.\u201c W\u00e4hrend fr\u00fcher Muskelkraft gefragt war, ist heute das Denken selbst zu einer der wichtigsten Ressourcen geworden \u2013 oft unter Dauererreichbarkeit, Multitasking und steigendem Effienzdruck. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"600\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ai-generated-8896851_600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5354\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ai-generated-8896851_600.jpg 600w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ai-generated-8896851_600-300x300.jpg 300w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ai-generated-8896851_600-150x150.jpg 150w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/ai-generated-8896851_600-88x88.jpg 88w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eIm Gegensatz zur k\u00f6rperlichen Arbeit respektieren wir bei geistiger Arbeit keine Grenzen\u201c, betont Schaffner. \u201eWir denken, wir k\u00f6nnen einfach so ohne Pause zehn, zw\u00f6lf Stunden arbeiten.\u201c Dabei werde vergessen, dass auch unser Gehirn und die Psyche dringend Erholungsphasen ben\u00f6tigen. Die Folge ist oftmals eine stille, schleichende Ersch\u00f6pfung, die schwerer zu erkennen ist als k\u00f6rperliche \u00dcberlastung \u2013 und gesellschaftlich lange verharmlost wurde. \u201eZu einem gewissen Grad ist Burn-out tats\u00e4chlich gesellschaftlich validiert\u201c, sagt Schaffner. \u201eWir haben der Arbeit alles und mehr gegeben, und das ist heldenhaft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt: Arbeit ist heute nicht mehr nur Broterwerb, sondern f\u00fcr viele Menschen eine Quelle f\u00fcr Identit\u00e4t, Sinn und gesellschaftliche Wertsch\u00e4tzung. Schaffner spricht von einer Verschiebung unseres Selbstverst\u00e4ndnisses: \u201eWir erwarten von unserer Arbeit, dass sie uns Sinn und Bedeutung vermittelt. Eine Existenzlegitimierung.\u201c Und noch etwas hat sich ver\u00e4ndert: W\u00e4hrend der Feierabend fr\u00fcher eine klare Grenze zog \u2013 das Fabriktor schloss sich, der Arbeitstag war beendet \u2013, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Smartphones, E-Mails und andere Kommunikationsplattformen machen es<br>m\u00f6glich, dass Arbeit immer und \u00fcberall statt\ufb01nden kann \u2013 das ist praktisch, aber eben auch belastend. Arbeit werde heutzutage oft \u00fcberbewertet, \ufb01ndet Schaffner. Unsere Zeit sei gekennzeichnet von einem \u201eenormen Suchtpotenzial unserer Informations- und Kommunikationstechnologien und dem nie nachlassenden psychosozialen Druck, den uns die neoliberale Wettbewerbsgesellschaft aufb\u00fcrdet\u201c. Wie aber k\u00f6nnen wir dem st\u00e4ndigen Selbstoptimierungszwang ent\ufb02iehen \u2013 oder zumindest rechtzeitig erkennen, dass unsere Kr\u00e4fte ersch\u00f6pft sind?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"400\" src=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stress-2883648_600.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5360\" srcset=\"https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stress-2883648_600.jpg 600w, https:\/\/dikoweb.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/stress-2883648_600-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AUSGEBRANNT \u2013 UND JETZT?<br>Ersch\u00f6pft zu sein, bedeutet nicht gleich, kurz vor dem Burnout zu stehen. Es hat \u201eimmer innere und \u00e4u\u00dfere Ursachen\u201c, erkl\u00e4rt Schaffner. Zu den \u00e4u\u00dferen Hauptursachen f\u00fcr einen Burn-out z\u00e4hlen eine unfaire Behandlung am Arbeitsplatz, ein nicht zu bew\u00e4ltigendes Arbeitspensum, fehlende Rollenklarheit, Kommunikationsde\ufb01zite sowie unangemessener Zeitdruck. Aber auch fehlende Kontrolle oder Wertekon\ufb02ikte k\u00f6nnen eine Rolle spielen. Nicht selten, so Schaffner, ersch\u00f6pfen wir uns zus\u00e4tzlich durch eigene psychologische K\u00e4mpfe: einen lauten inneren Kritiker, l\u00e4hmenden Perfektionismus oder \u00fcberh\u00f6hte Erwartungen an uns selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn selbst die Beziehungen zur Partnerin oder zum Partner und zu Freunden zur Belastung werden, die Sorge um das eigene k\u00f6rperliche Wohl schwindet, Gereiztheit den Alltag bestimmt und sich ein sozialer R\u00fcckzug bemerkbar macht, wird es Zeit, genauer hinzusehen. Weitere Burn-out-Anzeichen k\u00f6nnen Durchschlafst\u00f6rungen, Kopfschmerzen, R\u00fcckenschmerzen, Tinnitus und n\u00e4chtliches Z\u00e4hneknirschen sein, wie der Facharzt f\u00fcr psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Till Bugaj, in der S\u00fcddeutschen Zeitung erkl\u00e4rt: \u201eBetroffene f\u00fchlen sich emotional ersch\u00f6pft und ausgelaugt, sind oft chronisch m\u00fcde, fahrig, unkonzentriert und vergesslich.\u201c Was hilft, ist das kritische Hinterfragen unseres Arbeitsverst\u00e4ndnisses und unserer Beziehung zur Arbeit, sagt Anna Schaffner. Doch sie ist optimistisch, dass eine gesunde Work-Life-Balance \u201ezum neuen Statussymbol wird\u201c.<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-code\"><code>Quelle: ARTE Magazin 06\/25, Seite 18 - Bildquelle: Pixabay<\/code><\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zum Thema: <\/strong><br>STERN Nr. 23 vom 28.5.2025 &#8211; Merz macht Druck. Sind wir wirklich zu faul?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MIT VIERTAGEWOCHE UND WORK-LIFE-BALANCE WERDEN WIR DEN WOHLSTAND DIESES LANDES NICHT ERHALTEN K\u00d6NNEN.Friedrich Merz Im neuen ARTE-Webmagazin \u201eStimmt es, dass \u2026?\u201c werden Woche f\u00fcr Woche verbreitete Annahmen hinterfragt &#8211; mit \u00fcberraschenden Thesen, fundierten Erkl\u00e4rungen und neuen Perspektiven. 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