Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Kategorie: Musik Seite 29 von 33

R.I.P. – Barbara Thompson

Foto: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE Barbara Thompson bei einem Konzert mit der britischen Jazzrockband Colosseum im Brückenforum, Bonn-Beuel (2010)

Barbara Thompson ist tot. Nach Angaben ihrer Tochter Ana Gracey starb die britische Saxophonistin am 9. Juli im Alter von 77 Jahren. 1997 wurde bei ihr Parkinson diagnostiziert, 2001 zog sie sich deshalb von der Bühne zurück, 2005 konnte sie dank eines neuen Medikamentes dorthin zurückkehren.

Thompson war vor allem als (Gründungs-) Mitglied des United Jazz + Rock Ensemble bekannt, dem sie von 1977 bis 2002 angehörte. Mit ihrer Band „Paraphernalia“ veröffentlichte sie eigene Aufnahmen und ging auf Tourneen. Ebenso mit der Gruppe Colosseum, in der sie den 2004 verstorbenen Dick Heckstall-Smith ersetzte.

2010 veröffentlichte Repertoire Records unter dem Titel „Live At The BBC“ eine Sammlung von 14 CDs mit 27 kompletten Radiosendungen, die 14 Stunden Musik umfassen. Dazu wurden über 100 neu gemasterte und restaurierte Titel aus den Jahren 1969-1990 zum ersten Mal zusammengeführt.
Mit dabei sind viele Legenden des britischen Jazz wie Jack Bruce, Jon Hiseman, Don Rendell, Harry Beckett, Kenny Wheeler, Henry Lowther, Ian Carr, Dick Heckstall-Smith, Gary Husband, Frank Ricotti und Chris Spedding.

Barbara Thompson galt als Pionierin in der männerdominierten Jazzszene und war eine der wenigen Saxophonistinnen. 1978 veröffentlichte sie zusammen mit dem Don Rendell Quintet eine 12″ Maxi-Single, auf deren B-Seite mit „Blues For Adolphe Sax“ eine Hommage an den Entwickler des Saxophons zu finden ist.

„Barbara Thompson schreibt und spielt für das Saxophon wie keine andere. Mit Liebe und unerschütterlichem Respekt hegt und pflegt sie das Instrument, wenn es nötig ist, fordert es heraus und treibt es über seine Grenzen hinaus und zeigt uns, dass das Saxophon in den richtigen Händen wirklich großartig ist.“
Fiona Ross, Jazz in Europa

R.I.P – YES Drummer Alan White

ist am 26. Mai 2022 im Alter von 72 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

White stieg 1972 bei Yes als Nachfolger von Bill Bruford ein und war nach dem Tod von Chris Squire 2015 das dienstälteste Mitglied der Band.

Vor dieser Zeit spielte Alan White bei Ginger Baker’s Airforce und wirkte bei Aufnahmen von John Lennon und der Plastic Ono Band sowie auf dem 1970 erschienenen Album „All Things Must Pass“ von George Harrison mit.

1976 erschien sein einziges Soloalbum mit dem Titel „Ramshackled“, bei dem ihn seine Yes-Bandkollegen  Jon Anderson und Steve Howe als Gastmusiker im Song „Spring-Song of Innocence“ unterstützten.

R.I.P. – Klaus Schulze

Quelle: https://www.flickr.com/photos/98701912@N00/3930839487/

Am 26. April 2022 ist Klaus Schulze, Musiker und Komponist, im Alter von 74 Jahren gestorben.

Bekannt wurde er als Mitglied der Bands Tangerine Dream und Ash Ra Tempel. Nach seinem Ausstieg dort widmete er sich der elektronischen Musik und gilt als wichtiger Wegbereiter der Berliner Schule. Klaus Schulze veröffentlichte mehr als 60 Alben.

Ausführliches zu seinem musikalischen Schaffen findest du bei Wikipedia oder auf seiner Website.

26.03.2022 – Letztes Konzert von Genesis

Nun sind sie wohl endgültig Geschichte: Genesis.

Am 26. März 2022 erlebten die Fans in der Londoner O2-Arena das letzte Konzert der Gruppe wie Phil Collins erklärte:

„Heute Abend ist ein ganz besonderer Abend. Es ist die letzte Station unserer Tournee, und es ist die letzte Show für Genesis. Es ist schwer für uns zu glauben, dass ihr trotzdem gekommen seid, um uns zu sehen! Ja, nach heute Abend müssen wir uns alle richtige Jobs suchen!“ (Quelle)

Der 26. März ist ein Tag für die Genesis-Geschichtsbücher. An diesem Tag spielten Genesis 1976 ihre erste Show mit Phil Collins als Sänger in London (Ontario) und 2022 spielten sie ihre letzte Show überhaupt in London. Außerdem ist an diesem Tag im Jahr 2009 ihr früherer Drummer John Mayhew verstorben.

Die Setlist des letzten Genesis-Konzerts bestand aus den folgenden Titeln:

1. Behind the Lines’ / “Duke’s End
2. Turn It On Again
3. Mama
4. Land of Confusion
5. Home By the Sea
6. Second Home By the Sea
7. Fading Lights (part)
8. The Cinema Show (part)
9. Afterglow
10. That’s All (acoustic)
11. The Lamb Lies Down on Broadway (acoustic)
12. Follow You Follow Me (acoustic)
13. Duchess
14. No Son of Mine
15. Firth of Fifth
16. I Know What I Like (In Your Wardrobe)
17. Domino
18. Throwing It All Away
19. Tonight, Tonight, Tonight (part)
20. Invisible Touch

Zugaben:

21. I Can’t Dance
22. Dancing With the Moonlit Knight (part)
23. The Carpet Crawlers

Bei ihrem letzten Konzert wurden neben Peter Gabriel unter anderem auch Hugh Padgham (Toningenieur/Musikproduzent) und der ehemalige Genesis-Manager Richard Macphail gesichtet.

Update September 2024: Richard Macphail starb überraschend am 27. August 2024 (Quelle: Genesis-Fanclub).

Auf Instagram wurde dieses Foto veröffentlicht:

R.I.P – Taylor Hawkins

Am 25.03.2022 starb der Drummer der Foo Fighters mit 50 Jahren – viel zu früh.

Er wurde tot in seinem Hotelzimmer in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá aufgefunden.Dort befanden sich die Foo Fighters gerade auf Tournee. Bei einer toxikologischen Blutuntersuchung wurden Tetrahydrocannabinol, trizyklische Antidepressiva, Benzodiazepine und Opioide in seinem Leichnam nachgewiesen.[1]

„Die Foo-Fighters-Family ist am Boden zerstört durch den tragischen und unerwarteten Verlust unseres geliebten Taylor Hawkins“, heißt es im offiziellen Band-Statement. „Sein musikalischer Spirit und ansteckendes Lachen werden mit uns für immer weiterleben.“

Mit dem Tod von Taylor Hawkins hat Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl nicht nur seinen Schlagzeuger, sondern auch seinen langjährigen besten Freund verloren. Grohl und Hawkins waren seit 25 Jahren eng miteinander verbunden. In Interviews sprachen die beiden oft liebevoll übereinander, Hawkins nannte Grohl in einem Gespräch mit Entertainment Weekly kürzlich sogar seinen „f-in‘ life partner“.

In seinen Memoiren The Storyteller beschreibt Grohl den Schlagzeuger als „meinen Bruder von einer anderen Mutter, meinen besten Freund, einen Mann, für den ich eine Kugel in Kauf nehmen würde„.

Als wir uns das erste Mal trafen, war unsere Verbindung sofort da, und wir wuchsen jeden Tag, mit jedem Song, mit jeder Note, die wir zusammen spielten, enger zusammen. Ich habe keine Angst zu sagen, dass unser zufälliges Treffen eine Art Liebe auf den ersten Blick war und eine musikalische ‚Zwillingsflamme‘ entfachte, die bis heute brennt“, schrieb er. „Gemeinsam sind wir zu einem unaufhaltsamen Duo geworden, auf der Bühne und außerhalb, auf der Suche nach allen Abenteuern, die wir finden können.[2]

ZZ Top Bassist Dusty Hill ist gestorben

ZZ Top ohne Dusty Hill

Dusty Hill war seit mehr als 50 Jahren Bassist von ZZ Top. Er stieg 1969 in die Band ein und ersetzte den bisherigen Bassisten Billy Etheridge. Jetzt ist er im Alter von 72 Jahren gestorben. Seine Bandkollegen schreiben auf der Website der Band:

We are saddened by the news today that our Compadre, Dusty Hill, has passed away in his sleep at home in Houston, TX. We, along with legions of ZZ Top fans around the world, will miss your steadfast presence, your good nature, and enduring commitment to providing that monumental bottom to the ‘Top‘. We will forever be connected to that „Blues Shuffle in C.“

You will be missed greatly, amigo.

Frank & Billy

„Wir sind traurig, heute erfahren zu müssen, dass unser Freund Dusty Hill im Schlaf bei sich zu Hause in Houston, Texas gestorben ist. Wir und alle ZZ Top Fans auf der ganzen Welt werden deine standhafte Präsenz, dein gutes Wesen und deinen anhaltenden Willen die monumentale Basis von ,Top‘ zu sein, vermissen. Wir werden für immer mit dem „Blues Shuffle in C.“ verbunden sein.

Du wirst uns sehr fehlen, Amigo.
Frank & Billy“

 

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