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Kategorie: Politik Seite 1 von 14

Millonäre und ehemalige Lobbyisten bestimmen die Politik

Zwar schwörten die neuen Regierungsmitglieder vor dem Bundestag, ihre Kraft „dem Wohle des deutschen Volkes“ zu widmen und dessen Nutzen zu mehren. Aber für wen wird denn wirklich Politik betrieben?

Dass Millionäre wie Friedrich Merz oder Markus Söder nichts mit sozialer Politik am Hut haben, zeigt sich schon allein darin, dass sie weiter an einer Umverteilung von unten nach oben arbeiten.

Trotz seines Millionenvermögens bezeichnete sich Merz 2018 als Teil der „gehobenen Mittelschicht“. Entweder muss das reiner Hohn sein – oder der Bundeskanzler weiß wirklich nicht, wie der durchschnittliche Verdienst in Deutschland aussieht. Auf jeden Fall zeigte diese Äußerung, wie abgehoben er ist.

Das gilt auch für den bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Als Abgeordneter, Minister und Ministerpräsident hat er schon sehr gut verdient, noch mehr Geld fließt, weil er reich geheiratet hat. Seine Frau Karin Baumüller-Söder hat von ihrem Vater einen erheblichen Anteil an dessen Baumüller-Gruppe geerbt. Die Baumüller Nürnberg GmbH stellt elektrische Antriebs- und Automatisierungssysteme her und hat laut Konzernabschluss allein im Geschäftsjahr 2022/23 rund 12 Millionen Euro Gewinn verbucht.

Anhand dieser Fakten fragt sich die TAZ zurecht:

Reich erben und reich heiraten: Ist es etwa das, was das Wahlprogramm der Union unter „Leistung muss sich wieder lohnen“ versteht?

Welchem „Wohl“ sich diese Politiker verpflichtet haben, sollte damit eigentlich schon klar sein. Aber von diesen Millionären zurück zum derzeitigen Bundeskabinett. Wieviele weitere Millionäre sich darunter befinden, ist mir nicht bekannt. Wohlaber, wo ihre politischen bzw. wirtschaftlichen Wurzeln und Verbindungen liegen.

Derzeit die Nr. 1 im Rampenlicht: die ehemalige Vorstandsvorsitzende der Eon-Tochter Westenergie AG, Katharina Reiche. Energiewende, Klimaneutralität? Davon will die Lebensgefährtin von Karl-Theodor zu Guttenberg nichts wissen.1 Die Gaslobbyistin will stattdessen lieber Milliarden in Gas als fossilen Energieträger investieren statt in Wind und Sonne.

Guttenberg hatte nach seinem Rücktritt infolge einer Plagiatsaffäre die Lobby- und Beratungsfirma Spitzberg Partners gegründet, die unter anderem im Auftrag des inzwischen insolventen Unternehmens Wirecard bei der Bundesregierung lobbyierte. In Guttenbergs Linkedin-Profil sind neben dem Chefposten bei Spitzberg (“Chairman”) zahlreiche weitere Unternehmensposten aufgeführt, unter anderem als Aufsichtsratsmitglied bei der internationalen Kommunikationsagentur Edelman und dem US-Finanzdienstleister Clocktower Group.2

Wer mehr wissen möchte zur Lobby-Herkunft der Minister*innen Reiche, Wildberger, Bär, Dobrindt oder zu Philipp Amthor, dem Parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Digitalisierung, sollte unbedingt den Artikel von abgeordnetenwatch.de lesen.

  1. „Laut Recherchen von Spiegel Online fördert Reiches Wirtschaftsministerium eine Firma, an der auch ihr Lebensgefährte Karl-Theodor zu Guttenberg beteiligt ist. Dabei handelt es sich um die Münchner Firma GovRadar GmbH. Laut Spiegel wurde am 8. September eine Auszahlung von 287.236 Euro an das Start-up bewilligt.“ Quelle: campact.de
    Victor Orbán, ick hör dir trapsen…. ↩︎
  2. https://www.abgeordnetenwatch.de/recherchen/lobbyismus/die-lobby-akte-der-regierung-merz ↩︎

Rechte Bedrohung und ökonomische Folgen

Obwohl der Aufstieg der Rechten die größte Gefahr für die Menschen
im Westen seit vielen Jahrzehnten darstellt, wird ein Innenminister Dobrindt nicht müde, den Linksextremismus im gleichen Atemzug als Bedrohung zu inszenieren. Er will „aufrüsten im Kampf gegen den Linksextremismus“.1 Da „Linksextremismus oder Linksterrorismus gepaart mit Klimaextremismus [..] verstärkt in Deutschland auf[tritt]“.2

Es liegt die Vermutung nahe, dass Dobrindt rechtsextreme Bedrohungen offenbar bewusst herunterspielt. Er positionierte sich nach seinem Amtsantritt 2025 bereits klar gegen ein Verbot der rechtsextremistischen AfD. 3

Dabei ist es der Aufstieg der Rechten die Frieden, Freiheit, Minderheiten
und Demokratie bedroht. Italien, Frankreich, Slowakei oder Tschechien sind Beispiele für den Rechtsruck in Europa. Und in Deutschland ist die AfD erstmals in der sogenannten Sonntagsfrage zur Bundestagswahl stärkste Partei.4 Aber bedroht werden wir nach Dobrindt von linker Seite. Dabei ist Rechtsextremismus die größte Gefahr für die innere Sicherheit in Deutschland. Und doch fehlt zu oft der politische Wille, diese Bedrohung konsequent zu bekämpfen.

Quelle: www.amadeu-antonio-stiftung.de

Der Wahlerfolg der Rechten verdankt sich oft durch Desinformation und Manipulation. Dass die aktuelle wirtschaftliche Lage als schlecht von den Wählern und Wählerinnen wahrgenommen wird, nutzt die AfD aus, um Probleme zwar zu benennen ohne jedoch tragfähige Lösungen zu bieten. Vor allem nicht für geringer Verdienende.

Wirtschaftliche Unzufriedenheit lässt viele Wählende zur AfD wechseln. Die AfD holte bei der letzten Bundestagswahl 38 Prozent der Stimmen von Arbeiter*innen. »Die Menschen fühlen sich politisch nicht vertreten und werden empfänglich für Demagogen, die behaupten, die Deportation von Millionen Migranten verbessere ihre Situation – irgendwie«, so der US-Kommentator Harold Meyerson.

So hat die AfD die Mär von »alimentierten Messermännern« und massenhafter »Remigration« als Themen verankert, die für viele als akzeptabel oder gar notwendig angesehen werden – eine Folge (auch) von den starken „Fake-News-Schleudern“:

Was Trump, Weidel & Co. verbreiten, multiplizieren sie in den Sozialen Medien. In manchen Kanälen haben die Rechten die Hegemonie erobert wie einst Adolf Hitler im damaligen Trendmedium Radio. Die Menschen informieren sich weniger aus seriösen Medien und mehr aus Social-Media-Kanälen, die häufig wahre Fake-News-Schleudern sind. Studien zeigen: Sobald in einer Region schnelle Internetverbindungen soziale Medien auf jedes Handy beamen, sammeln die Rechten mehr Stimmen. Die Algorithmen von TikTok oder Elon Musks X präferieren die agitatorischen Inhalte der Rechten. 5

Daneben wird auch der menschengemachte Klimawandel geleugnet und als propagandistisches Mittel benutzt, um den Klimaschutz als „Sündenbock“ für die wirtschaftliche Entwicklung zu benutzen. Doch mit der Realität hat das alles nichts zu tun, was den rechten Demagogen egal ist, solange ihnen die (Wähler)Herde folgt und alle wissenschaftlichen Erkenntnisse im Trump’schen Sinne als „fake news“ der „Lügenpresse“ abgetan werden. So glauben viele AfD-Wählende mehr den Hirngespinsten von Weidel & Co. als den erwiesenen Fakten.

Was haben rechtspopulistische Parteien und Regierungen mit ihren vermeindlichen wirtschaftlichen Lösungsansätzen in der Vergangenheit bewirkt?

Der Ökonom Christoph Trebesch hat mit Kollegen die ökonomischen Auswirkungen populistischer Regierungschefs in 60 Ländern untersucht, vom Jahr 1900 bis 2020. Dazu zählen Linkspopulisten etwa aus Lateinamerika ebenso wie eine Vielzahl von Rechtspopulisten – von Adolf Hitler und Benito Mussolini über Silvio Berlusconi und Viktor Orbán bis zu Jair Bolsonaro. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Populisten haben die Wirtschaftsleistung ihres Landes im Schnitt um 10 Prozent reduziert, also das Einkommen der Menschen stark dezimiert. Sie haben außerdem die Schulden anschwellen lassen und die Inflation hochgetrieben. Oft zeigen sich diese Wirkungen nicht sofort, sondern erst nach einigen Jahren.6

Würde das AfD-Programm zur Bundestagswahl 2025 mit der Überschrift:
„Arbeit muss sich lohnen – Niedriglohnsektor und Mittelstand entlasten“ umgesetzt, dann profitieren weder Geringverdienende noch die Mittelschicht davon, sondern Topverdiener in Haushalten, die mehr als 12.000 Euro brutto im Monat verdienen. Sie würden jährlich 8 Prozent ihres bisherigen Verdiensts mehr erhalten.

Wer bis 4.500 Euro monatlich verdient, das sind deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen, soll nur 0 bis 3 Prozent seines Einkommens mehr an
Geld bekommen – meist nur ein paar Hundert Euro pro Jahr.
7 Somit würde die AfD vor allem die Reichen bevorteilen, zeigen Ergebnisse der Forschungsgruppe Ungleichheit und Verteilungspolitik am ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim). Die AfD übernimmt damit die Rolle, welche die FDP bisher für die Reichen inne hatte.

Das die AfD es gut mit den Reichen meint, zeigt sich auch darin, dass sie „die derzeit zur Erhebung ausgesetzte Vermögensteuer sowie die Erbschaftssteuer abschaffen“ will (AfD Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2025, S.60).


Quellen:

  1. https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/dobrindt-aufruesten-im-kampf-gegen-den-linksextremismus/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE2OTY0Ng ↩︎
  2. https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/interviews/DE/2026/2026-01-24_sz-dobrindt.html ↩︎
  3. https://fragdenstaat.de/artikel/exklusiv/2025/07/die-grosste-bedrohung-bleibt-geheim/ ↩︎
  4. https://dawum.de/Bundestag/ ↩︎
  5. Alexander Hagelüken, Die Ökonomie des Hasses. Wie Rechte von Trump bis AfD unseren Wohlstand zerstören und wie man ihre Wähler
    zurückholt. Bonn 2025, S. 22. ↩︎
  6. Hagelüken, S.27 ↩︎
  7. Hagelüken, S.150 ↩︎

Vom Ministerium zum Lobbytum

Relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit sind eine ganze Reihe von ehemaligen Regierungsmitarbeiter:innen zu Banken, Rüstungskonzernen und Lobbyagenturen gewechselt, wo sie natürlich sehr gefragt sind.

  • Seit dem Amtsantritt der Regierung Merz im Mai 2025 wechselten mindestens 16 frühere Ministeriumsmitarbeiter:innen in Lobbyjobs, darunter hochrangige Führungskräfte.
  • Ein Ex-Abteilungsleiter im Forschungsministerium ist inzwischen Lobbyist für ein Unternehmen, das auf eine Millionen-Förderung aus dem Forschungsministerium hofft.
  • Ein früherer Abteilungsleiter im Verkehrsministerium lobbyiert jetzt für Tank & Rast, ein persönlicher Referent des damaligen Verkehrsministers wurde Lufthansa-Lobbyist.
  • Karenzzeiten greifen oft nicht: Tarifbeschäftigte können oft nahtlos als Lobbyist:innen arbeiten, selbst in früheren Themenfeldern.
  • Ministerien und Unternehmen wollten sich zu entsprechenden Lobbykontakten nicht äußern.

Wer zu den ehemaligen Regierungsmitarbeiter:innen gehört, die jetzt als Lobbyist*innen unterwegs sind, dazu hat das Portal abgeordnetenwatch.de recherchiert.

Und was macht eigentlich der ehemalige Finanzminister und Porschefahrer Christian Lindner nach dem Aus der „Regierungs-Ampel“ und nach der Porschegate-Affäre?

Die international tätige Lobbyagentur Teneo wirbt auf seiner Website mit einem „einzigartigen, über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerk“. Zu diesem gehört auch Ex-Finanzminister Christian Lindner. Er soll sich „auf die Kundenberatung und die Ausweitung des Unternehmenswachstums in Europa und auf den globalen Märkten konzentrieren. Auf der Grundlage seiner fundierten Fachkenntnisse wird er wichtige Kunden in den USA, der Europäischen Union und Deutschland beraten, hochrangige Talente gewinnen und das integrierte Dienstleistungsangebot von Teneo stärken.“.

Lindners Tätigkeit für Teneo bewertete die Bundesregierung als derart problematisch, dass sie eine 16-monatige Karenzzeit verhängte, die im März 2026 endete. Doch nun kann er sich voll und ganz auf die „Willensbildung bei einem Volksvertreter“ (Max Uthoff) konzentrieren. Da hat er ja seine Erfahrungen.

Teil 2 – Das Vermögen der Parteien

Im Februar wurden die Rechenschaftsberichte 2024 der politischen Parteien veröffentlicht, die Ende 2024 im Bundestag vertreten waren:

Berlin: (hib/VOM) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat in einer Unterrichtung (21/4150(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) die Rechenschaftsberichte 2024 der politischen Parteien veröffentlicht, die Ende 2024 im Bundestag vertreten waren: CDU, AfD, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CSU, Die Linke und Südschleswigscher Wählerverband (SSW).

Danach hatte die CDU 2024 Einnahmen von 174.543.613,97 Euro und Ausgaben von 170.581.816,66 Euro, was zu einem Überschuss von 3.961.797,31 Euro führte. Das Reinvermögen wird mit 233.837.155,30 Euro angegeben. Die staatlichen Mittel werden mit 54.708.726,48 Euro beziffert. Zum Jahresende 2024 hatte die CDU 364.202 Mitglieder.

Die Einnahmen der AfD beliefen sich laut Rechenschaftsbericht auf 36.342.978,06 Euro, die Ausgaben auf 33.748.423,92 Euro und der Überschuss auf 2.594.554,14 Euro. Das Reinvermögen betrug den Angaben zufolge 40.871.437,27 Euro. Die staatlichen Mittel summierten sich auf 12.784.556,82 Euro. Die Partei zählte Ende 2024 51.319 Mitglieder.

Einnahmen von 215.287.557,75 Euro konnte die SPD verbuchen. Dem standen laut Rechenschaftsbericht Ausgaben von 158.797.088,64 Euro gegenüber, was einen Überschuss von 56.490.469,11 Euro ergab. Das Reinvermögen der Partei wird mit 351.571.989,96 Euro angegeben. Staatlichen Mittel erhielt die SPD in Höhe von 70.263.214,94 Euro. Sie hatte zum Jahresende 357.116 Mitglieder.

Bündnis 90/Die Grünen verbuchten 2024 Einnahmen von 121.399.837,53 Euro bei Ausgaben von 95.498.369,64 Euro, was einen Überschuss von 25.901.467,89 Euro zur Folge hatte. Das Reinvermögen belief sich den Angaben zufolge auf 117.426.564,59 Euro. Die Partei bezog staatliche Mittel in Höhe von 42.852.648,84 Euro. Zum Jahresende zählte sie 155.296 Mitglieder.

Die CSU konnte laut Rechenschaftsbericht einen Überschuss von 11.379.171,42 Euro erwirtschaften, da Einnahmen von 53.207.753,40 Euro Ausgaben von 41.828.581,98 Euro gegenüberstanden. Ihr Reinvermögen betrug danach 43.274.287,41 Euro. Die Partei erhielt staatliche Mittel in Höhe von 18.335.473,35 Euro. Ende 2024 gehörten ihr 125.154 Mitglieder an.

Die Linke hatte Einnahmen von 29.980.521,34 Euro und Ausgaben von 35.095.476,13 Euro, was ein Defizit von 5.114.954,79 Euro zur Folge hatte. Ihr Reinvermögen betrug laut Rechenschaftsbericht 40.802.499,82 Euro. Sie bezog staatliche Mittel in Höhe von 11.154.894,06 Euro. 58.532 Mitglieder gehörten der Partei zum Jahresende an.

Der SSW, die Partei der dänischen und friesischen Minderheit in Deutschland, ist mit einem Abgeordneten im Bundestag vertreten. Einnahmen von 988.559,94 Euro standen Ausgaben von 747.277,86 Euro gegenüber, der Überschuss betrug 241.282,08 Euro. Das Reinvermögen belief sich dem Rechenschaftsbericht zufolge auf 458.238,67 Euro. Der SSW erhielt staatliche Mittel in Höhe von 286.153,13 Euro. Überdies gingen bei ihm Spenden des Südschleswig-Ausschusses im dänischen Kulturministerium im Umfang von 541.522,79 Euro ein. Die Partei zählte zum Jahresende 3.109 Mitglieder.

Quelle: bundestag.de

Teil 1: Das Vermögen der Parteien

Wolltet Ihr auch schon mal wissen, wie hoch das Vermögen der im Bundestag vertretenen Parteien ist? Dazu geben die Rechenschaftsberichte der Parteien Auskunft, die durch die Bundestagspräsidentin veröffentlicht werden. Jüngst wurden die Zahlen für 2024 von Parteien, die Ende 2025 nicht im Deutschen Bundestag vertreten waren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht:

Berlin: (hib/VOM) Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die Rechenschaftsberichte 2024 von zwölf politischen Parteien in einer Unterrichtung (21/4185(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) veröffentlicht. Es handelt sich um Parteien, die Ende 2025 nicht im Deutschen Bundestag vertreten waren, aber dennoch Anspruch auf staatliche Teilfinanzierung nach dem Parteiengesetz hatten.

Die FDP verzeichnete danach 2024 Einnahmen von 46.330.526,23 Euro und Ausgaben von 45.389.332,29 Euro, was einen Überschuss von 941.193,94 Euro ergab. Das Reinvermögen belief sich auf 40.665.933,19 Euro. Die Partei bezog dem Rechenschaftsbericht zufolge staatliche Mittel in Höhe von 16.924.462,95 Euro und zählte zum Jahresende 2024 67.412 Mitglieder.

Die Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) meldete Einnahmen von 13.497.104,92 Euro und Ausgaben von 10.082.604,43 Euro. Der Überschuss von 3.414.500,49 Euro bildet zugleich das Reinvermögen der Partei, die 3.597.530,14 Euro an staatlichen Mitteln bezog und Ende 2024 1.100 Mitglieder zählte.

Einnahmen von 7.249.553,14 Euro und Ausgaben von 6.141.340,10 Euro registriert der Rechenschaftsbericht der Freien Wähler, die einen Überschuss von 1.108.213,04 Euro erwirtschafteten. Das Reinvermögen wird im mit 4.051.485,42 Euro angegeben. Die Freien Wähler erhielten staatliche Mittel in Höhe von 3.592.614,28 Euro und hatten zum Jahresende 2024 8.812 Mitglieder.

Die Partei „Volt Deutschland“ verzeichnete laut Rechenschaftsbericht Einnahmen von 4.495.231,78 Euro. Bei Ausgaben von 2.873.213,97 Euro ergab dies einen Überschuss von 1.622.017,81 Euro. Das Reinvermögen wird mit 2.775.872,34 Euro beziffert. Die Partei bezog staatliche Mittel in Höhe von 1.091.101,30 Euro und hatte Ende 2024 8.139 Mitglieder.

Die Partei „Die Partei“ verbuchte Einnahmen in Höhe von 1.479.491,47 Euro und gab 1.281.902,40 Euro aus, sodass ein Überschuss von 197.589,07 Euro verblieb. Ihr Reinvermögen belief sich auf 2.150.141,82 Euro. Ihr flossen staatliche Mittel in Höhe von 659.414,28 Euro zu. Ende 2024 gehörten der Partei 54.333 Mitglieder an.

Ein Defizit von 256.255,52 Euro erwirtschaftete die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Einnahmen von 2.949.285,77 Euro standen Ausgaben von 3.205.541, 29 Euro gegenüber. Das Reinvermögen wird mit 2.849.279,03 Euro angegeben. Die ÖDP erhielt laut Rechenschaftsbericht staatliche Mittel in Höhe von 1.209.226,50 Euro. Ihr gehörten Ende 2024 6.987 Mitglieder an.

Ein Defizit verbuchte auch die Familien-Partei Deutschlands. Einnahmen von 162.052,17 Euro konnten die Ausgaben von 246.662,52 Euro nicht wettmachen, sodass ein Minus von 84.610,35 Euro verblieb. Negativ ist dem Rechenschaftsbericht zufolge auch das Reinvermögen mit minus 12.207,17 Euro. Die Partei bezog staatliche Mittel in Höhe von 62.759,35 Euro. Zum Jahresende zählte sie 565 Mitglieder.

Die Partei des Fortschritts registrierte Einnahmen von 95.744,10 Euro, Ausgaben von 89.422,18 Euro und erwirtschaftete somit ein Plus von 6.321,92 Euro. Das Reinvermögen belief sich den Angaben zufolge auf 2.620,05 Euro. Der Partei flossen staatliche Mittel in Höhe von 3.187,85 Euro zu. Ende 2024 gehörten ihr 434 Mitglieder an.

Die Partei „die Basis“ meldete Einnahmen von 4.113.968,79 Euro und Ausgaben von 3.906.535,87 Euro, was zu einem Überschuss von 207.432,92 Euro führte. Ihr Reinvermögen betrug laut Rechenschaftsbericht 7.178.420,71 Euro. Sie verbuchte staatliche Mittel in Höhe von 1.779.444,17 Euro und hatte Ende 2024 17.491 Mitglieder.

Die „Freien Sachsen“ hatten Einnahmen von 655.671,10 Euro bei Ausgaben von 732.153,11 Euro, was ein Defizit von 76.482,01 Euro ergab. Negativ war dem Rechenschaftsbericht zufolge auch ihr Vermögen mit minus 44.677,91 Euro. Die zum Jahresende 1.029 Mitglieder zählende Partei bezog 2024 staatliche Mittel in Höhe von 130.306,22 Euro.

Ein Defizit meldet auch der Rechenschaftsbericht der Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/Freie Wähler. Einnahmen von 540.883,31 Euro und Ausgaben von 1.062.087,20 Euro führten zu einem Defizit von 521.203,89 Euro. Auch das Reinvermögen war den Angaben zufolge mit minus 334.441,60 Euro negativ. Die Partei erhielt staatliche Mittel in Höhe von 119.538,00 Euro und hatte Ende 2024 870 Mitglieder.

Die Partei für Tierschutz verzeichnete laut Rechenschaftsbericht Einnahmen von 75.380,42 Euro bei Ausgaben von 121.038,20 Euro, was ein Defizit von 45.657,78 Euro zur Folge hatte. Das Reinvermögen wird mit 27.042,30 Euro angegeben. Die staatlichen Mittel für die Partei summierten sich auf 18.628,22 Euro. Ende 2024 gehörten ihr 46 Mitglieder an.

Quelle: bundestag.de

Erbschaftsteueruhr

Grafik anklicken, um den aktuellen Wert anzuzeigen

Die Erbschaftsteueruhr zeigt die Summe der entgangenen Steuern seit der Erbschaftsteuerreform von 2009. Die Zählung basiert auf dem Subventionsbericht der Bundesregierung.

Jedes Jahr gehen in Deutschland 8,8 Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren, weil Überreiche bei Erbschaften und Schenkungen massiv begünstigt werden.

Mehr dazu findet Ihr bei campact. Aber auch CDUCSU helfen kräftig mit…

Die Erbschaftsteueruhr zeigt, wie schnell die größte aller Steuersubventionen anwächst:

  • 8,8 Milliarden Euro pro Jahr
  • rund 24,1 Millionen Euro pro Tag
  • rund 1 Million Euro pro Stunde
  • rund 16,8 Tausend Euro pro Minute
  • rund 279 Euro pro Sekunde
Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung

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