Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Kategorie: Politik Seite 1 von 12

Was kommt noch vom Orange Man?

Was muss eigentlich noch passieren, bis sich die demoratische Welt dem faschistoiden Golfspieler entgegenstellt?

Putins Überfall auf die Ukraine wird aufs Schärfste verurteilt und es werden wirtschaftliche Sanktionen beschlossen (wenn auch halbherzig). Und jetzt? Ein klarer Bruch des Völkerrechts, so ordnen Rechtseperten die amerikanische Invasion in Venezuela ein. Nach der UN-Charta ist sowohl die Androhung als auch die Anwendung militärischer Gewalt verboten.

Stephane Peray, Thailand [Quelle: Klick aufs Bild]

Da die USA nicht angegriffen wurden und der UN-Sicherheitsrat die Maßnahmen nicht erlaubt hat, träfe keine der beiden anerkannten Ausnahmen von diesem Verbot zu, sagt Thilo Marauhn, Leiter der Forschungsgruppe Völkerrecht am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Genauso ordnet dies Professor Marc Weller, Programmdirektor des Programms für Völkerrecht am Londoner Think Tank Chatham House gegenüber dem Sender CBS. ein: „Das Völkerrecht verbietet die Anwendung von Gewalt als Mittel der nationalen Politik.“

Statt sich eindeutig gegenüber dem „Horrorclown“ zu positionieren, fällt unserem Bundesfritze nur ein, „die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex„. Damit bringt er sich wieder in Position für den Enddarm des amerikanischen Gestzesbrechers. Zwar sieht man in Berlin, wie auch in Brüssel, die Ergreifung des venezolanischen Machthabers Maduro als Gefahr für die Weltordnung an, aber den durchgeknallten US-Autokraten will man nicht verprellen.

Aber was erwarten sie von einem Präsidenten, der eine noch nie dagewesene
Machtfülle besitzt, dessen Ziel es ist „eine Armee von geprüften,
trainierten und vorbereiteten Konservativen zu erschaffen, die
sich von Tag eins an daranmacht, den administrativen Staat zu
zerlegen
“ [Quelle, Seite 9], der ein Kriegsministerium zum Machtmissbrauch unterhält, der die Oppoition im Land als »linksradikale Irre« bezeichnet, gegen die er die Nationalgarde einsetzen oder nötigenfalls das Heer einsetzen werde. Und der von seinem Vize J. D. Vance, der vom Handelsblatt als „Gefahr für Europa“ bezeichnet wird, noch Unterstützung bekommt: Man müsse hart zuschlagen und dürfe keine Rücksicht nehmen. Anscheinend auch nicht auf Gesetze und die Souveranität von Staaten.

Was muss denn noch passieren, bis die Europäer endlich Rückgrat zeigen und sich Trump entschlossen entgegenstellen?

Wenn Bundeskanzler Friedrich Merz die US-Intervention in Venezuela nicht als völkerrechtswidrig verurteilt, verliert er die Glaubwürdigkeit, Russland und China zu kritisieren. [TAZ]

Trump in den US-Medien

Donald Trump mit Melania, Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner im Museum of Modern Art, 2008
Wusstest du:
Jared Kushner's Vater, Charles Kushner, bekannte sich schuldig in 18 Fällen von schwerem Betrug, Wahlverstößen und Zeugenbeeinflussung.
Die Kushners und Trumps sind zwei kriminelle Familien, durch Heirat vereint. Sie gehören in einen Gangsterfilm, nicht in unser Weißes Haus.

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping und Wladimir Putin spannen Trump für sich ein [Quelle]:

Du hattest Recht mit diesem Typen, damit kommst du überall hin!
Flattery = Schmeichelei

Eine Antwort von „Piggy“

Quelle: Tumblr

Schweinchen Trump

Nicht das erste Mal, das der hirnlose faschistoide US-Präsident eine Journalistin beleidigt. Hintergrund (Video):

Während eines Flugs an Bord der Air Force One stellte Catherine Lucey, die Bloomberg-Korrespondentin im Weissen Haus, eine Frage zu den Epstein-Akten. Sie wollte wissen, weshalb Trump sich gegen deren Veröffentlichung stemme, wenn doch angeblich nichts Belastendes darin stehe. Der Präsident liess sie jedoch kaum ausreden und fuhr ihr wütend dazwischen: «Quiet, Piggy!» – «Sei still, Schweinchen!».

Quelle: 20 Minuten

Thema verfehlt – Gregor Gysi in Braunschweig

Ein Abend mit Gregor Gysi, das wird bestimmt spannend. Vor allem, wenn er mit einem „Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebs“ angekündigt ist.

Der Saal im Kulturzentrum Brunsviga in Braunschweig war daher auch bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Erwartung bei mir war entsprechend groß. Schließlich wirbt der ECON Verlag damit, dass Gysi erläutert „wie Kommunikation in der Politik funktioniert, welche Fallstricke es gibt, warum im Bundestag oft nicht einmal die Abgeordneten zuhören, wie unangenehme Botschaften sprachlich verschleiert werden und wie man sich in Talkshows um Kopf und Kragen reden kann.

Gysi und Moderator (eher Stichwortgeber) Hans-Dieter Schütt liefern eine lockere Plauderrunde ab, die keinem roten Faden folgt und das ausgegebene Thema leider völlig verfehlt. Stattdessen wird Gysi zu seinen Eltern und Vorfahren befragt, wird auf hinlänglich Bekanntes aus seiner Autobiographie Bezug genommen und all das, was hätte spannend werden können, blieb leider auf der Strecke.

Gysi ist zwar ein sehr angenehmer und rhetorisch hervorragender Redner, dem ich gerne zuhöre, aber wo blieb die Analyse des Poltikbetriebs? Die hat Gregor Gysi nicht geliefert. Stattdessen wurden Anekdoten und Erinnerungen aus seinem früheren Politikerleben erzählt. Das ist oft witzig und erheiternd – aber dafür war ich nicht gekommen.

Wäre die Veranstaltung ein Aufsatz, dann würde ich Gregor Gysi so bewerten: „Thema verfehlt – Note 6“.

Gregor Gysi
Was Politiker nicht sagen
ECON Verlag 2022
ISBN 978-3-430-21043-0
272 Seiten

Das rechte „Stadtbild“ von Söder und Merz

Das Buhlen der CDUCSU um rechte Wähler*innen geht weiter. Dazu passen die Aussagen von Fritze Merz und CSU-Döner-Söder über ein „Stadtbild“. Damit sind nicht Graffitis, Hundescheisse oder ausgespuckte Kaugummis gemeint, sondern Menschen. Und zwar solche, die in ihren (rechten) Augen nicht dort hingehören: Migrant*innen.

„Das Stadtbild muss sich wieder verändern. Es braucht einfach mehr Rückführungen.“ Willkommen sei in Deutschland, wer Arbeit habe. Wer aber keine Duldung, keine Beschäftigung habe oder gar Straftaten begehe, müsse zurück in die Heimat. Der „Frankfurter Allgemeinen“ sagte Söder: „Die Situation an den Grenzen hat sich verändert, aber noch nicht das Bild in vielen Städten.“
Quelle: BR

Bei einem Termin in Posdam sagte Merz: „Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“ [STERN]

Brandenburgs Grünen-Vorsitzender Clemens Rostock warf Merz Rassismus vor. „Problematisch ist nicht nur, dass Friedrich Merz Migration zum Problem erklärt – sondern vor allem, dass er offenbar Menschen allein nach ihrem Aussehen als nicht dazugehörig markiert.“ Und weiter: „Das ist rassistisch, und das ist ein echtes Problem für unser Land. Wer Integration will, darf Menschen nicht wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion zum Sündenbock machen.“ [STERN]

Söder und Merz machen sich bei der Verwendung des Begriffs „einen Kampfbegriff der AfD zu eigen, mit dem diese Erfolg hatte. In Gelsenkirchen warb die Alternative für Deutschland beim Kommunalwahlkampf „für eine saubere Heimat mit einem gepflegten Stadtbild“. [TAZ]

Alle Migrant*innen in eine Schublade werfen, mit Kriminaltät verknüpfen, damit „Rückführungen“ (was ein Unwort!) legitimieren und flugs schwappt die braune AfD-Soße ins Söder’sche Döner über. Ich könnte kotzen!

Seite 1 von 12

Präsentiert von TeBuS & Theme erstellt von Anders Norén