Die Hamburg Blues Band mit Krissy Matthews und special guest Pete Brown live 2017:
Kategorie: Musik Seite 32 von 33

Am 12. November (seinem Geburtstag) ist einer der begnadetsten internationalen Vibrafonisten von uns gegangen: Wolfgang Schlüter starb an den Folgen eines Schlaganfalls.
Der gebürtige Berliner, der durch Lionel Hampton und Milt Jackson inspiriert wurde, war u.a. Mitglied des Michael-Naura-Quintetts und gehörte mehr als 30 Jahre der NDR Bigband an. Seit 1985 war er Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Obwohl er seit einem Augeninfarkt 2004 fast blind war, hat er seine Virtuosität auf seinem Instrument nicht eingebüsst und gab mit seinem Quartett weiterhin Konzerte. Wolfgang Schlüter war ein leidenschaftlicher Jazzmusiker: „Jazz muss impulsiv und intuitiv sein“, hat er einmal gesagt. „Man darf vorher nicht im Kopf ausrechnen, was man spielen will. Das wird kalter Kaffee. Dann wird der Jazz kalt und unnahbar.“
Für mich bleiben seine Auftritte mit Michael Naura und Peter Rühmkorff, ihre Verbindung von Lyrik und Jazz, unvergesslich.

Derzeit on ear:
- James Brandon Lewis Trio – No Filter
- Pepper Adams – Zec
- Rebekka Bakken – To Be Your Lover
- Stan Getz Quartet – Cherokee
- The Outlaws – Bring It Back Alive
Kürzlich bin ich durch einen Bericht über den Bassisten David Friesen auf diese Website gestoßen. Zwar wird diese seit 2002 nicht mehr aktualisiert, doch findet man hier eine Menge Informationen und Interviews mit zahlreichen Bassisten aus der Jazz- und Rockszene, die sich zu lesen lohnen, auch aus dem Rückblick heraus.
Die Website ist auf Englisch, es gibt aber eine ganze Reihe von Beiträgen, die ins Deutsche übersetzt wurden.
Link: www.globalbass.com

Vor einiger Zeit durfte ich eine Sängerin mit ihrer Band erleben, auf die ich nur per Zufall gestoßen bin: Teresa Bergman.
Nicht nur ihre Stimme ist außergewöhnlich, auch dass, was sie auf der Bühne bietet. Sehr dem Publikum zugewandt, offen, herzlich und vor allem auch spontan. So hat sie ihre Setlist zur (nur kurzen) Überraschung ihrer Band mal eben geändert, „weil ich das Lied gern jetzt spielen möchte“. Wer die Sängerin erlebt, bekommt eine mitreißende Performance geboten, die energiegeladen und humorvoll die Zuhörer/innen in ihren Bann zieht. Ihre Musik beinhaltet sowohl Folk und Jazz, als auch Scat oder Soul – eine gelungene Mixtur in ihren Songs, die von einer überragenden Musikalität geprägt sind.
Während ihres Auftritts legt die gebürtige Neuseeländerin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt, viel Wert auf die Erklärung einiger Songs, die ihr am Herzen liegen. Ihre Lust zu spielen und zu singen, Raum für Improvisationen zu haben, wird auch durch ihre Mitspieler/in auf der Bühne aufgegriffen. Humor („Wie findet ihr mein goldenes Kondom?„) und gute Laune sind dabei inbegriffen, und so wurde der Auftritt im Göttinger Apex mit Frank („Du darfst mich Onkel Frank nennen„) Schulze (Bass), Schlagzeuger Manuel und Yasmin Hadisubrata (Keyboard) zu einem tollen Event.
Sehr zu empfehlen!
CD: Bird Of A Feather (Musszo Records)
Videos:
Tui sings Blue (neue Single)
Baby Voice
Me Myself And I

Am 07. März 2017 um 20.00 Uhr kann man im Rahmen der „Double Trouble-Tour“ Jane Lee Hooker & Layla Zoe im Gemeindesaal Lindewerra erleben. Eure Chance, zwei aufsteigende Stars zu sehen, die Back-to-Back-Sets auf einem hohen Niveau spielen.
Mit dem Debütalbum „No B!“ feierte die fünfköpfige New Yorker Band Jane Lee Hooker im vergangenen Jahr die Raketenwerfer-Klassiker von Willie Dixon’s Shake For Me bis Albert King’s The Hunter und das Genre für eine neue Generation. „Nicht viele Bands fangen die Aufregung, den Schweiß und das Charisma die diese 70er-Bands erzeugt haben, wirklich ein“, sagen sie. „Wir haben diesen Geist, er sickert aus uns.“ No B! Wurde von dem britischen Classic Rock Magazin hoch gelobt, aber Sie haben nicht die volle Jane Lee Hooker-Erfahrung, bis Sie es nicht live miterleben haben. „Unsere Live-Shows sind ein Phänomen“, erklärt die Band. „Wir spielen hart, schnell und laut – und wir nehmen das Publikum gerne auf eine emotionale Rock’n’Roll-Reise mit.“
„Für Double Trouble 2017“, fügen sie hinzu, „werden wir alle Songs aus unserem Debütalbum spielen und einige unserer neuen Stücke, die auf unserem zweiten Album sein werden. Wir freuen uns darauf neue Fans zu treffen und neue Leute mit unserem Sound zu begeistern. Es ist eine wirklich tolle Mischung aus Rock, Blues und Soul.“
Die zweite großartige Künstlerin: Layla Zoe. Im Moment ist die kanadische Singer-Songwriterin an der Spitze, nachdem sie ihre aufregende Stimme und eine umwerfende Vielfältigkeit mit dem gefeierten letztjährigen zehnten Album Breaking Free präsentiert. Von der konfessionellen Ballade „Sweet Angel“ bis hin zur Zeppelin-Swagger „Backstage Queen“ sind es Songs, die sich in der Talent-Show-Ära abheben und tief in die Seele reichen. Wie Layla sagt: „Ich reiße Menschen die Herzen heraus, dann setze ich sie wieder ein.“
Seit sie mit ihrer ersten Toronto-Band im Alter von 14 Jahren und anschließend auf Bühnen von Montreux bis zum Rockpalast spielte, kann Layla eine Menge auf der Bühne zeigen. „Meine Live-Shows sind sehr verschieden“, sagt sie. „Ich bin dafür bekannt gleichzeitig taff, energisch, leidenschaftlich und zärtlich zu sein. Häufig sagen Leute mir, dass sie bei meinen Shows geweint haben, entweder weil die Musik oder die Gefühle tief in ihre Herzen schlagen.“ „Für Double Trouble“, fügt sie hinzu, „Freue ich mich darauf Songs von Breaking Free zu spielen, aber auch ein paar ältere Songs und vielleicht ein Cover. Und wer weiß? Vielleicht kommen wir irgendwann mal zusammen auf die Bühne …“
Nicht versäumen und rechtzeitig Karten sichern!