DikoWeb

Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

TV Empfehlung

Am vergangenen Dienstag (9. Mai 2023) lief die „frontal“-Dokumentation „Erdogans Terrorliste – Wie die türkische Regierung weltweit Kritiker jagt“. Eine eindrucksvolle Reportage, die in der ZDF Mediathek noch verfügbar ist und die man sich unbedingt anschauen sollte. Dafür begaben sich

Can Dündar, der für seine Enthüllungen in der Türkei zu 27 Jahren Haft verurteilt wurde und ins deutsche Exil fliehen musste, sowie Grimme-Preisträger Hauke Wendler auf eine investigative Reise: Von Berlin über Frankfurt und Düsseldorf bis nach Stockholm, Paris und weiter nach Buenos Aires. […]

Die „frontal“-Dokumentation folgt Can Dündars jahrelangen Recherchen, die zu einem außergewöhnlichen Interview in einem Gefängnis in Argentinien führen: Dort trifft Can Dündar auf den Mann, der ihn nach eigenen Aussagen 2016 erschießen sollte.

Der Film beleuchtet auch, wie Erdogan internationale Krisen und Kriege nutzt, um nach 20 Jahren weiter an der Macht zu bleiben. Wer die Politik des türkischen Präsidenten kritisiert und seinem Machtanspruch im Wege steht, der landet auf der Terrorliste. Auf die Gesuchten ist eine Belohnung für Hinweise zur Ergreifung ausgesetzt. Auf dieser Liste steht auch der Journalist Cevheri Güven, der wie Can Dündar ins deutsche Exil fliehen musste. Sein angebliches Vergehen: kritische Berichte über Erdogans Kurdenpolitik und über die vielen zivilen Opfer des Konflikts. Die türkische Boulevardpresse veröffentlichte Fotos von Güven, samt deutscher Wohnadresse – seitdem lebt die Familie auch in Deutschland in Angst. Der Autor Ahmet Dönmez, der vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter fast totgeschlagen wurde, hatte wenige Tage vorher diese Warnung erhalten: „Denk nicht, dass wir Dir nicht in 24 Stunden den Kopf abschlagen lassen können, nur weil Du in Schweden bist!“

Für den Film „Erdogans Terrorliste – Wie die türkische Regierung weltweit Kritiker jagt“, mussten sich die Autoren mit gepanzerten Wagen und Personenschützern des LKA Berlin fortbewegen, da Can Dündar nach wie vor bedroht wird.

https://www.presseportal.de/pm/7840/5502218

Was ist eigentlich Neo-Prog? – Teil 2

Diese und andere Formen mehr oder weniger neu geschaffener Musikgenres beeinflussten auch Künstler, die sich mit Progressive Rock beschäftigten. Obwohl viele Künstler dies im Rahmen des Progressive Rock der 70er Jahre taten, entwickelten immer mehr Künstler einen Sound und Stil, der so stark von diesen neueren musikalischen Entwicklungen beeinflusst war, dass eine Einordnung in die bestehenden Subgenres des Progressive Rock immer schwieriger wurde.

Während das Neo-Progressive-Genre anfangs aus Künstlern bestand, die eine modernisierte Version des Symphonic Prog erforschten, umfassen die als Neo-Progressive bezeichneten Künstler heute eine Vielzahl musikalischer Ausdrucksformen, deren gemeinsamer Nenner darin besteht, dass sie – im Rahmen des Progressive Rock – musikalische Elemente einbeziehen, die kurz vor und nach 1980 entwickelt wurden.

Das Neo-Progressive-Genre in seiner verfeinerten Form deckt somit ein weites musikalisches Territorium ab, das bis zu einem gewissen Grad alle existierenden Untergruppen des Progressive Rock umfasst und auch so unterschiedliche Genres wie New Age auf der einen Seite und Punk und Metal auf der anderen Seite anspricht.

Das Neo-Prog-Team von progarchives.com hat sich für 5 repräsentative Neo-Prog-Alben entschieden, die die Essenz des Genres verkörpern. Diese sind:

  • Marillion – Script for a Jester’s Tear
  • Collage – Moonshine
  • Satellite – A Street Between Sunrise and Sunset
  • Sylvan – Posthumous Silence
  • Frost – Millionenstadt

Quelle: www.prog-archives.com

>> Teil 1

DiKo’s Playlist – Woche 17

In dieser Woche gehört:

  • Ally Venable – Real Gone | Real Gone (2023)
  • Ashley Sherlock – Broken | Ashley Sherlock (2019)
  • Jethro Tull – Wolf Unchained | RökFlöte (2023)
  • Swimmer One – This Club is For Everybody, Even You | Dead Orchestras (2010, Remixed and remastered 2022)
  • Element Of Crime – Unscharf mit Katze | Morgens um vier (2023)
  • Jackson Browne – My Cleveland Heart | Downhill From Everywhere (2021)
  • Left Lane Cruiser – Circus | Beck In Black (2016)

Kleine Bierkunde: Nach dem Pfiff oder Schnitt geht es heim…

Nördlich des Weisswurst-Äquators sind die Begriffe „Pfiff“ oder „Schnitt“ mit Bezug auf Bier meist völlig unbekannt.

In Franken bzw. Restbayern dagegen sind diese Bezeichnungen häufig auch Bestandteil von Getränkekarten. Was verbirgt sich also dahnter?

Ein „Schnitt“ Bier oder einfach nur ein „Schnitt“ ist das letzte Bier im Gasthaus vor dem nach Hause gehen – nachdem mindestens ein Bier vorher konsumiert wurde. In manchen Gegenden heißt es auch „Pfiff“. Generell war die Bezeichnung Pfiff früher ein feststehender Begriff, für die Hälfte des kleinsten regulären Ausschankgefäßes.

Der Schnitt ist kein halbes, schon gar kein kleines Bier, er lässt sich nicht exakt definieren, fällt mal mehr, mal weniger großzügig aus. Ein guter Schnitt kann ein 3/4 Bier zum halben Preis sein. Dazu wird ein gerade (nicht schräg) gehaltenes Glas unter dem Zapfhahn gestellt, und so lange gezapft, bis der Schaum den Glasrand erreicht hat.

Ein Pfiff passt kurz vor dem Heimgehen, wenn man schon keinen Durst mehr hat, aber auch noch nicht heimgehen will, das ist also eher ein Grund, um noch ein biß’ sitzen zu bleiben, also quasi ein Abschlußgetränk.

Anton Hötzelsperger

Was ist eigentlich Neo-Prog? – Teil 1

Neo-Progressive Rock (allgemeiner Neo-Prog“) ist ein Subgenre des Progressive Rock, das ursprünglich zur Bezeichnung von Künstlern verwendet wurde, die stark von den klassischen symphonischen Prog-Bands beeinflusst waren, die in den 1970er Jahren ihre Blütezeit erlebten. Zu Beginn der Neo-Prog-Bewegung war der Haupt-einfluss die Musik von Genesis Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Es wird oft darüber diskutiert, wann der Neo-Prog tatsächlich entstanden ist. Einige behaupten, dass er mit Marillions Script for a Jester’s Tear im Jahr 1983 begann.

Andere behaupten, dass er mit Twelfth Night zu Beginn der 80er Jahre begann, während manche sogar behaupten, dass die populäre symphonische Prog-Band Genesis den Neo-Prog mit ihrem 1976er Album A Trick of the Tail ins Leben rief. Analysiert man die Progressive-Bewegung kurz vor 1980, dann fallen einem schnell einige Alben ein, die die Neo-Prog-Bewegung stark beeinflusst haben:

  • Steve Hackett – Spectral Mornings
  • Genesis – Wind & Wuthering
  • Genesis – And Then There Were Three
  • Genesis – Seconds Out
  • Saga – Saga
  • alle Camel-Alben zwischen Breathless und The Single Factor eingeschlossen, und einige Alben von
  • Eloy, insbesondere Silent Cries And Mighty Echoes.

Diese neue Form des Progressive Rock hat ihren Ursprung im Vereinigten Königreich und wird am stärksten mit Bands wie Marillion, Pendragon und IQ in Verbindung gebracht. Während theatralische Bühnenauftritte Teil der Live-Performances vieler Künstler waren, die diese Untergruppe des Progressive Rock-Genres erforschten, sind es die musikalischen Elemente, die für das Genre entscheidend sind; typisch ist die Verwendung von atmosphärischen Gitarren- und Synthesizer-Soli mit symphonischen Anleihen, mit einer Tendenz zu schwebenden Synthesizer-Schichten und verträumten Soli.

Ein weiteres Merkmal ist die Verwendung von modernen Synthesizern anstelle von alten analogen Synthesizern und Keyboards. Die Hauptgründe für die Abgrenzung der Neo-Progressiven von den Symphonic Prog-Künstlern sind die oben genannten Punkte sowie die stärkere Betonung von Songform und Melodie im Vergleich zu einigen ihrer früheren symphonischen Pendants.

Im Laufe der Zeit traten andere Künstler auf, die ebenfalls von den Normen abwichen, die von der klassischen Welle der Progressive-Rock-Künstler in den 70er Jahren geschaffen wurden. Die späten 70er Jahre hatten der Welt den Punk beschert, die 80er Jahre den New Wave und die 90er Jahre den Grunge. Diese und andere Formen hatten einen enormen Einfluss außerhalb des Progressive-Rock-Bereichs. Das Aufkommen des modernen Synthesizers inspirierte auch Künstler wie Tomita, Vangelis und Kitaro zu verträumteren musikalischen Werken.

Fortsetzung folgt…

DiKo’s Playlist – Woche 13

Long Distance Calling – Blades | Eraser (2022)

Eva Plankton Trio – I Want You | Devil On My Lips (2023)

Airbourne – Animal | Devil’s Bell (2022)

Emily Brimlow – Information Superhighway | Cheap Silver (2023)

Thunder – One Day We’ll Be Free Again | Dopamine (2022)

Aye Mammoth – Chase The Blood | Eternal (2022)

Haken – Lovebite | Fauna (2023)

Seite 40 von 56

Präsentiert von TeBuS & Theme erstellt von Anders Norén