Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Kategorie: Musik Seite 24 von 31

DiKo’s Playlist der Woche

Picture This – Dream | Picture This (2017)

Motörhead – Heroes | Bad Magic – Seriously Bad Magic (2015/2023)

Hong Faux – Fornever | Desolation Years (2023)

Black Star Riders – Wrong Side Of Paradise | Wrong Side Of Paradise (2023)

Inhaler – Love Will Get You There | Cuts & Bruises (2023)

Birgit Minchmayr, Quadro Nuevo & Bernd Lhotzky – When Most I Wink – Sonnet 43 | As An Unperfect Actor (2021)

IQ – Ocean | The Road Of Bones (2014)

Eine Sozialgeschichte des Jazz in den USA

Jazz war lange Zeit (vor allem Ende des 19. Und zu Beginn des 20. Jahrhunderts) eine Massenbewegung, die auch soziale Bedürfnisse und ökonomische Zwänge großer Teile der Bevölkerung widerspiegelte und bis 1975 als eine gewichtige Stimme der Gegenkultur galt.

Wie erlangte der Jazz diesen Status und wie ging sie ihm wieder verloren?

Diesen und anderen Fragen geht Wolf Kampmann in seinem sehr lesenswerten Artikel „We insist! Eine Sozialgeschichte des Jazz in den USA“ nach. Erschienen in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“, Nr. 5-6 vom 27.01.2023, die noch weitere interessante Beiträge zum Themenfeld Jazz beinhaltet.

Kostenloser Download unter:

https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jazz-2023/

Kennt ihr (noch)…Babe Ruth

Babe Ruth

Die Faszination für den amerikanischen Westen ist in der britischen Kultur tief verwurzelt und manifestiert sich unter anderem in dem texanischen Gentleman in Bram Stokers „Dracula“ und in dem Groschenroman lesenden Subalternen in Carol Reeds „Der dritte Mann“, so der Rockhistoriker David Luhrssen.

Die 1970 in Hatfield, Hertfordshire, gegründete und nach dem legendären amerikanischen Baseballspieler Babe Ruth benannte Band mit der Sängerin Jenny Haan an der Spitze erzielte mit ihrer Anspielung auf die Cowboy-Ära, „Wells Fargo„, einen großen Erfolg im Radio. Der Hardrock-Song vom Album First Base (1972) war kein Lobgesang auf den globalen Finanzriesen, sondern an die geldbringende Postkutschenlinie der Westerngeschichte.

Ihr erstes Album First Base, erreichte Goldstatus in Kanada. Ihr wohl größter Erfolg war „The Mexican„, in dem auch auf Motive von Ennio Morricone („For a Few Dollars More“) zurückgegriffen wird.

Danach splittete sich Babe Ruth und erfuhr einige personelle Veränderungen. Nach 5 Alben löste sich die Gruppe 1976 auf, tauchte aber im 21. Jahrhundert in der Originalbesetzung wieder auf. Ihr Song „The Mexican“ wurde in einem Remix des DJ-Produzenten Jellybean Benitez zum Dance-Club-Hit.

Empfohlenes Album: First Base (1982)

R.I.P. – Tom Verlaine

Tom Verlaine 1979

Und schon wieder hat die Musikwelt den Tod eines Musikers zu beklagen.

Tom Verlaine, der Frontmann, Songschreiber und Gitarrist der New Yorker Band Television, ist am Samstag, den 28. Januar 2023 im Alter von 73 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

Verlaine, der als Thomas Miller in Denville, New Jersey, geboren wurde, begann in jungen Jahren mit dem Klavierunterricht, wechselte aber zum Saxophon, nachdem er eine Platte von Stan Getz gehört hatte. Er nahm seinen Künstlernamen in Anlehnung an den französischen symbolistischen Dichter Paul Verlaine an.

Er und sein Schulfreund Richard Hell, der die Leidenschaft für Musik und Poesie teilte, zogen getrennt nach New York City und gründeten 1972 die Gruppe Neon Boys, bestehend aus Verlaine (Gitarre und Gesang), Hell (Bass und Gesang) und Billy Ficca (Schlagzeug).

Die Gruppe bestand nur kurze Zeit, bis sie sich im März 1973 unter dem Namen Television neu formierten und Richard Lloyd als zweiten Gitarristen anheuerten. 1975 verließ Hell die Band und sie veröffentlichten ihre erste Single mit Fred Smith, der Hell ersetzte.

Verlaine, der der Leadsänger der Band war und die meisten Songs schrieb, war einst mit der Dichterin und Musikerin Patti Smith zusammen, als sie Teil der aufstrebenden New Yorker Punkszene waren, und sie arbeiteten im Laufe der Jahre häufig zusammen.

Television veröffentlichte zwei Alben, Marquee Moon und Adventure, die von der Kritik sehr gelobt wurden, sich aber nur mäßig verkauften. Marquee Moon gilt als eine der wichtigsten Veröffentlichungen der Punk-Ära.

Die Band löste sich im Juli 1978 auf, aber Verlaine startete in den 1980er Jahren eine Solokarriere und lebte eine Zeit lang in England.

R.I.P – David Crosby

David Crosby tritt am 3. Juli 2019 beim Wohltätigkeitskonzert California Saga 2 in Los Angeles, Kalifornien, auf.
Photo by Glenn Francis of www.PacificProDigital.com

David Crosby, ein Gründungsmitglied von THE BYRDS und CROSBY, STILLS & NASH (später CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG), ist am 19. Januar 2023 gestorben. Er wurde 81 Jahre alt.

In seiner beispiellosen sechs Jahrzehnte währenden Karriere hat der gebürtige Kalifornier Songs geschaffen, die für mehr als drei Generationen nachhallen – nicht nur als Solokünstler, sondern auch als Gründungsmitglied von THE BYRDS Mitte der 60er Jahre, CROSBY, STILLS & NASH (1969 mit dem Grammy für den besten neuen Künstler ausgezeichnet) und CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG. Er hat mit Dutzenden von Künstlern zusammengearbeitet, darunter Joni Mitchell, James Taylor, David Gilmour von PINK FLOYD, Phil Collins, Elton John und Carole King.

Der Folk-Rock-Pionier, der 2009 in die prestigeträchtige Songwriters Hall Of Fame aufgenommen wurde, diente auch als unser soziales Gewissen, indem er in Songs wie Almost Cut My Hair“ und Wooden Ships“ nicht nur wortgewandt über gesellschaftliche Themen schrieb, sondern auch kontinuierlich Konzerterlöse an gleichgesinnte Organisationen spendete. Seine brillante Fähigkeit, den Geist unserer Zeit in seiner Musik einzufangen, sind ungebrochen.

Während seiner gesamten Karriere – von den Anfängen in der aufkeimenden Folkszene Kaliforniens in den frühen 1960er Jahren über seine überraschenden Ansichten zur Waffenkontrolle, seine Genesung von Drogenmissbrauch und einer sich verschlechternden Gesundheit bis hin zu seinem Einfluss auf eine ganze neue Generation von Folk-orientierten Singer/Songwritern – ist er eine Ikone der Gegenkultur, ein Verfechter sozialer Verantwortung und ein Dorn im Auge von Heuchlern aller Couleur geblieben.

Crosby spielte auf einigen der kulturell bedeutendsten Konzerte des Rock, darunter das Monterey Pop Festival, Woodstock und das Altamont Free Concert.

2019 drehte der Filmemacher Cameron Crowe einen Dokumentarfilm über Crosbys Leben und Musik mit dem Titel „David Crosby: Remember My Name“.

Quelle: blabbermouth.net (von mir übersetzte und gekürzte Fassung)

2000 enthüllte die Sängerin und Gitarristin Melissa Etheridge, dass David Crosby der Vater der beiden Kinder war, die sie mit ihrer damaligen Partnerin Julie Cypher hatte. Cypher trug die Kinder aus, die Crosby durch künstliche Befruchtung gezeugt hatte. Ein Sohn, Beckett, starb im Jahr 2020 an den Folgen seiner Drogensucht.

R.I.P. – Jeff Beck

Jeff Beck 2009
Foto: Mandy Hall

Mein erster Song, den ich von Jeff Beck hörte, war die Single „Hi Ho Silver Lining„, ein absoluter Ohrwurm. Mit „Beck’s Bolero“ und „Plynth“ wurde ich dann auf die Jeff Beck Group aufmerksam. Zu ihren Mitgliedern gehörten u.a. Nicky Hopkins, Ron Wood und Rod Stewart. Später tauchte der Stevie Wonder Song „Superstition“ als Coverversion von Beck, Bogart & Appice bei mir auf. Dann verlor ich Jeff Beck aus dem „Hörfeld“, da es für mich spannendere Musik gab.

Erst 2001 hörte ich mit der CD „You Had It Coming“ wieder von ihm. Hier bestimmten Loops und Samples seine Musik, die nichts mehr mit seinen Blues-Wurzeln zu tun hatte und ihn eher auf einen experimentellem Weg brachte. 2022 trat er nochmal mit Johnny Depp und der CD „18“ an, die für mich auch eher unscheinbar geblieben ist. Teilweise nett anzuhören, aber das hier einer der größten Rockgitarristen spielen soll? Seine Verdienste liegen für mich eher in der Vergangenheit.

Nach einer Tour mit Johnny Depp soll sich Beck mit einer bakteriellen Hirnhautentzündung infiziert haben, an der er jetzt mit 78 Jahren am 11. Januar 2023 gestorben ist.

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