Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Kategorie: Musik Seite 27 von 31

R.I.P – Taylor Hawkins

Am 25.03.2022 starb der Drummer der Foo Fighters mit 50 Jahren – viel zu früh.

Er wurde tot in seinem Hotelzimmer in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá aufgefunden.Dort befanden sich die Foo Fighters gerade auf Tournee. Bei einer toxikologischen Blutuntersuchung wurden Tetrahydrocannabinol, trizyklische Antidepressiva, Benzodiazepine und Opioide in seinem Leichnam nachgewiesen.[1]

„Die Foo-Fighters-Family ist am Boden zerstört durch den tragischen und unerwarteten Verlust unseres geliebten Taylor Hawkins“, heißt es im offiziellen Band-Statement. „Sein musikalischer Spirit und ansteckendes Lachen werden mit uns für immer weiterleben.“

Mit dem Tod von Taylor Hawkins hat Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl nicht nur seinen Schlagzeuger, sondern auch seinen langjährigen besten Freund verloren. Grohl und Hawkins waren seit 25 Jahren eng miteinander verbunden. In Interviews sprachen die beiden oft liebevoll übereinander, Hawkins nannte Grohl in einem Gespräch mit Entertainment Weekly kürzlich sogar seinen „f-in‘ life partner“.

In seinen Memoiren The Storyteller beschreibt Grohl den Schlagzeuger als „meinen Bruder von einer anderen Mutter, meinen besten Freund, einen Mann, für den ich eine Kugel in Kauf nehmen würde„.

Als wir uns das erste Mal trafen, war unsere Verbindung sofort da, und wir wuchsen jeden Tag, mit jedem Song, mit jeder Note, die wir zusammen spielten, enger zusammen. Ich habe keine Angst zu sagen, dass unser zufälliges Treffen eine Art Liebe auf den ersten Blick war und eine musikalische ‚Zwillingsflamme‘ entfachte, die bis heute brennt“, schrieb er. „Gemeinsam sind wir zu einem unaufhaltsamen Duo geworden, auf der Bühne und außerhalb, auf der Suche nach allen Abenteuern, die wir finden können.[2]

ZZ Top Bassist Dusty Hill ist gestorben

ZZ Top ohne Dusty Hill

Dusty Hill war seit mehr als 50 Jahren Bassist von ZZ Top. Er stieg 1969 in die Band ein und ersetzte den bisherigen Bassisten Billy Etheridge. Jetzt ist er im Alter von 72 Jahren gestorben. Seine Bandkollegen schreiben auf der Website der Band:

We are saddened by the news today that our Compadre, Dusty Hill, has passed away in his sleep at home in Houston, TX. We, along with legions of ZZ Top fans around the world, will miss your steadfast presence, your good nature, and enduring commitment to providing that monumental bottom to the ‘Top‘. We will forever be connected to that „Blues Shuffle in C.“

You will be missed greatly, amigo.

Frank & Billy

„Wir sind traurig, heute erfahren zu müssen, dass unser Freund Dusty Hill im Schlaf bei sich zu Hause in Houston, Texas gestorben ist. Wir und alle ZZ Top Fans auf der ganzen Welt werden deine standhafte Präsenz, dein gutes Wesen und deinen anhaltenden Willen die monumentale Basis von ,Top‘ zu sein, vermissen. Wir werden für immer mit dem „Blues Shuffle in C.“ verbunden sein.

Du wirst uns sehr fehlen, Amigo.
Frank & Billy“

 

57 und kein bisschen leise – Radio Caroline

Seit 1964 sendet Radio Caroline, die „Mutter aller Piratensender“ nun schon, und es wird Zeit auch an dieser Stelle auf den Sender, seine Geschichte und Musik hinzuweisen.

Mi Amigo war die 2. Heimat von Radio Caroline

Radio Caroline wurde 1964 von Ronan O’Rahilly und George Drummond gegründet wurde. Hauptziel war es, die Kontrolle der Plattenfirmen über die Ausstrahlung populärer Musik im Vereinigten Königreich und das Rundfunkmonopol der BBC zu umgehen. Da der Sender lange Zeit nicht von der Regierung lizenziert war, handelte es sich um einen Piratensender, der als solcher nie illegal wurde, da er außerhalb der nationalen Gerichtsbarkeit unter panamaischer Flagge betrieben wurde. Gleichwohl war es für britische Staatsbürger illegal, sich mit dem Sender zu verbinden. Tja, so etwas gab es damals…

Unter dem Namen Radio Caroline wurde von 1964 bis 1990 von fünf verschiedenen Schiffen mit drei verschiedenen Besitzern aus internationalen Gewässern gesendet, von 1998 bis 2013 auch über Satellit. Seit dem 19. August 2000 sendet Radio Caroline auch rund um die Uhr über das Internet und mit einer zeitlich begrenzten Sendelizenz. Derzeit wird auch über DAB-Radio gesendet.

Radio Caroline sendet Musik von den 1960er Jahren bis heute, mit einem Schwerpunkt auf albumorientiertem Rock (AOR) und „neuer“ Musik von „sorgfältig ausgewählten Alben“. Am 1. Januar 2016 wurde ein zweiter Kanal namens Caroline Flashback gestartet, der Popmusik von den späten 1950er bis zu den frühen 1980er Jahren spielt.

Quelle: https://www.dailymail.co.uk/home/you/article-7082033/Where-Radio-Caroline-ruled-waves-28-March-1964.html

Ermutigt durch skandinavische und holländische Radiopiraten erwarb O’Rahilly im Februar 1964 die ehemalige dänische Passagierfähre Fredericia, die zu einem Radioschiff umgebaut und zu Caroline (s. Bild links) umbenannt wurde. O’Rahilly benannte den Sender nach Caroline Kennedy, der Tochter von US-Präsident John F. Kennedy. Auf einer Fundraising-Reise in die USA, sah O’Rahilly angeblich ein Foto des Life Magazins von Kennedy und seinen Kindern im Oval Office, das als Inspiration für den Namen „Caroline Radio“ diente. Auf einem erhaltenen Foto tanzen Caroline Kennedy und ihr Bruder John F. Kennedy Jr. offenbar im Oval Office, während ihr Vater zusieht. Eine Aktivität, die O’Rahilly angeblich als spielerische Störung der Regierung interpretierte.

Im November 1990 endete die Senderzeit auf See, doch Radio Caroline war und ist noch nicht amEnde. Die längst legalisierte Station sendet heute aus einem Studio in der Grafschaft Kent.

Wer mehr über Radio Caroline erfahren möchte, dem sei der Artikel in der englischen Wikipedia sowie die Website des Radios empfohlen. Es gibt auch eine deutsche Web-Ausgabe.

R.I.P. – Chick Corea

Jazzpianist Chick“ (Armando Anthony) Corea ist am 09. Februar 2021 im Alter von 79 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er galt als einer der bedeutendsten Vertreter des Rock- und Fusionjazz und spielte unter anderem mit dem Trompeter Miles Davis und dem Pianisten Herbie Hancock.

Corea war (zumindest in Deutschland) wegen seiner Mitgliedschaft bei Scientology nicht unumstritten. So wurde 1993 ein Konzert von ihm in Stuttgart aud Druck der Landesregierung von Baden-Württemberg abgesagt.

Unabhängig davon hat er u.a. mit seiner Gruppe „Return To Forever“ Jazzgeschichte geschrieben und insgesamt 23 Grammys gewonnen.

Einen meiner Lieblingstitel kann man hier im Youtube-Video sehen und hören:

R.I.P – Eddie van Halen

Am 6. Oktober 2020 erlag Eddie Van Halen im Alter von 65 Jahren im Saint John’s Health Center in Santa Monica den Folgen seiner Kehlkopfkrebs-Erkrankung.

Mit seinem Bruder Alex Van Halen gründete er im Jahr 1972 die Rockgruppe Van Halen, welche u.a. aufgrund ihres damals neuartigen Stils in den 80er Jahren und danach große Erfolge weltweit feierten. Insbesondere die Alben „Van Halen“ und „1984“ wurden zum großen Hit, unter anderem aufgrund der Songs „Jump“, „Panama“ oder „Runnin‘ with the Devil“.

Van Halen war einer der einflussreichsten Gitarristen der Rock-Geschichte, ROLLING STONE wählte ihn auf Platz acht der besten Gitarristen aller Zeiten.

Fat Orange Man – Rob Tognoni singt ihm die Meinung…

Auf seinem neuen Album „Catfish Cake“ gibt der australische Bluesrockgitarrist Rob Tognoni in seinem Song „Fat Orange Man“ ein klares Statement zum rassistischen US-Präsidenten ab:

„Kids locked in cages, that just ain’t right / I’m pretty sure this fucker does it just for spite / No heart for compassion / no heart to begin / this empty piece of shit in 2020 can’t win“

„Kinder in Käfigen eingesperrt, das ist einfach nicht richtig / Ich bin ziemlich sicher, dass dieser Wichser es nur aus Bosheit tut / Kein Herz für Mitgefühl / Kein Herz, um anzufangen / Dieses leere Stück Scheiße im Jahr 2020 kann nicht gewinnen“

Möge sein Wunsch in Erfüllung gehen!

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