Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Kategorie: Musik Seite 28 von 33

DiKo’s Playlist der Woche

Guster – Dear Valentine | Ganging Up on the Sun (Deluxe Edition 2021)

Alvvays – After The Earthquake | Blue Rev (2022)

Pale – Wherever You Will Go | The Night, The Dawn and What Remains (2022)

Ray Davies & Billy Corgan – All Day And All Of The Night / Destroyer | See My Friends (2010)

Van Wolfen – Ich hab‘ Roy Black geseh’n | Wolfsmusik (2014)

Aynsley Lister – Everything I Need | Everything I Need (2006)

Helge Lien Trio – Grandfather’s Waltz | To The Little Radio (2006)

Jazzstudie 2022

Am 1. Dezember wurde die Jazzstudie 2022 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung im Gespräch mit Politik und Presse vorgestellt. Die Studie gibt einen tiefen Einblick in die Arbeits- und Lebensrealitäten in der deutschen Jazzszene, die von einer überwiegend prekären Einkommenssituation und den existenzbedrohenden Auswirkungen der Coronapandemie stark gezeichnet ist.

Als deutlich erweiterte Anschlussstudie an die Jazzstudie 2016 zeichnet die Jazzstudie 2022 ein differenziertes Bild der aktuellen Lage. Einige leicht positive Entwicklungen gibt es etwa hinsichtlich der Einkommenssituation im unteren Bereich oder einer Zunahme des Anteils von Frauen unter den Befragten zu verzeichnen. Die seit 2016 erwirkten Verbesserungen bei spezifischen Förderinstrumenten zeigen Wirkung, und die staatlichen Coronahilfen konnten viele Jazzmusiker*innen vor dem wirtschaftlichen Aus bewahren.

Insgesamt hat sich die Einkommenssituation jedoch – in Relation zur Gesamtbevölkerung – weiter verschlechtert, und der Abstand zum Bundesdurchschnittseinkommen ist größer geworden. Die Einschränkungen während der Coronapandemie haben für einen drastischen Einbruch der Konzerttätigkeit gesorgt. Fehlende Betätigungsmöglichkeiten resultieren in Unzufriedenheit und verursachen mentale Belastungen, die sich negativ auf das persönliche Wohlbefinden auswirken. Viele Befragte haben Angst vor Altersarmut – und das nicht ohne Grund, denn der Durchschnitt der erwarteten monatlichen Bezüge im Rentenalter der überwiegend akademisch ausgebildeten Jazzmusiker*innen liegt unter der Hälfte des Bundesdurchschnitts.

Download der Jazzstudie 2022

Platte des Monats November: Alvvays „Blue Rev“

Alvvays ist eine kanadische Indie-Pop-Band, die aus Charlottetown, Prince Edward Island, stammt und derzeit in Toronto, Ontario, lebt. Der Bandname (ausgesprochen „Always“) wurde in diese Schreibweise geändert, nachdem sie die Existenz einer anderen Band (und einer Firma für Menstruationstampons) namens Always entdeckt hatten.

Die Gruppe besteht derzeit aus Sängerin Molly Rankin, Gitarrist Alec O’Hanley, Keyboarderin Kerri MacLellan (Rankins Freundin seit dem Kindergarten), Abbey Blackwell (Bass) und Sheridan Riley (Schlagzeug).

„Blue Rev“ ist ihr drittes Album und enthält 14 Songs mit traumhaften Melodien, die mich vom ersten Titel „Pharmacist“ an in ihren Bann gezogen haben.

In seiner Rezension für AllMusic erklärte Tim Sendra, dass „die Songs einprägsam sind und Spaß machen, die Darbietungen inspiriert sind und die Produktion abwechslungsreich und immer interessant ist„, und dass „das Ergebnis ein himmlischer Indie-Pop-Hit ist, der garantiert dafür sorgt, dass sich ihre bereits vernarrten Fans noch mehr in die Band verlieben. “ Will Richards vom NME kam zu dem Schluss, dass das Album „eine Ode daran ist, sich trotz Hindernissen weiterzuentwickeln, sein Handwerk langsam zu verfeinern und in Bewegung zu bleiben„[NME] Ben Salmon von Paste schrieb: „Das sind alles erstklassige Melodien, und sie dienen als Beweis dafür, dass Rankin und O’Hanley zu den besten Popsongschreibern gehören, die heute arbeiten.

Wer guten und anspruchsvollen Pop mag, der sollte unbedingt mal in das Album reinhören (Cover anklicken).

R.I.P. – Wilko Johnson

Wilko Johnson

Am 21. November 2022 starb der ehemalige Sänger und Gitarrist der Gruppe Dr. Feelgood, mit denen er zwischen 1975 und 1977 vier erfolgreiche Platten veröffentlichte (Down by the Jetty, Malpractice, Stupidity und Sneakin ‚Suspicion).

1977 war Johnson Gründungsmitglied von Solid Senders.

In den 80ern war Johnson Mitglied von Ian Dury & The Blockheads. Außerdem gründete er seine eigene Gruppe, die Wilko Johnson Band. Als Schauspieler wirkte der Brite in vier Folgen der Erfolgsserie „Game Of Thrones“ in der Rolle des Scharfrichters Ser Ilyn Payne mit.

2014 erreichte er zusammen mit Roger Daltrey (The Who) den 3. Platz der UK Album Charts mit dem Album „Going Back Home“.

Helge Lien Trio – Kultur im Esel e.V

Foto: Zappa:Lott

Eine nette Location, ein engagierter Verein, der Kultur ins Dorf holt und damit schon seit Jahren sehr erfolgreich arbeitet.

Am Samstag, den 19.11.22 war das Helge Lien Trio seit 10 Jahren wieder mal zu Gast im „Esel“ in Sülbeck. Und alle die gekommen waren, haben ein tolles Konzert erlebt, das gefühlt viel zu schnell vorüber war.

Das Trio war in absoluter Spiellaune. Pianist Helge Lien, der im Zusammensspiel mit dem Bassisten Johannes Eick und Knut Aalefjær am Schlagzeug ein breites Spektrum melancholischer wie auch berauschender Klänge zelebrierte, bewies mal wieder, das dieses Trio eine mitreißende Anziehungskraft entfalten kann.

Hervorzuheben ist auch der tolle Sound, für den Ingo Rau am Mischpult verantwortlich war. Hoffentlich dauert es nicht wieder zehn Jahre bis das Trio zurück kommt…

»Helge Lien zelebriert einzig die Kraft der ästhetischen Vollkommenheit.« – JAZZTHING

Website >> Kultur im Esel

R.I.P. – Fredy Studer

Foto: Ben Huggler (benhuggler@benhuggler.ch – Quelle: fredystuder.ch)

Der Luzerner Schlagzeuger und Perkussionist Fredy Studer ist am 22. August 2022 im Alter von 74 Jahren gestorben. Er sei nach einer schweren Krankheit unerwartet schnell gestorben, wie seine Managementagentur mitteilte.

1972 war er Gründungsmitglied des Luzerner Rockjazz-Quartetts OM. In dieser Gruppe war er gemeinsam mit seinem Schulkameraden, dem Gitarristen Christy Doran, dem Saxophonisten Urs Leimgruber und dem Kontrabassisten Bobby Burri fast ein Jahrzehnt lang mit «Electricjazz-Freemusic» erfolgreich in der Schweiz und in Deutschland auf Tour. OM feiert diesen Herbst ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem neuen Album.

Studer spielte zusammen mit namhaften Jazzkollegen wie Joe Henderson, John Abercrombie, Miroslav Vitous, Pierre Favre, George Gruntz, Jack DeJohnette, Charlie Mariano, Joey Baron und vielen anderen.

Fredy Studer war einer der ersten Schlagzeuger, der Elemente der offenen Improvisation und Rock-Grooves in seinem Stil verband. Sein Wirken ist auf über achtzig Tonträgern dokumentiert.

1991 erhielt Studer den Anerkennungspreis des Kunst- und Kulturpreises der Stadt Luzern. 2003 wurde er mit dem Kunst- und Kulturpreis der Stadt Luzern ausgezeichnet.

Quellen:
Wikipedia
Blick (Schweiz)
fredystuder.ch

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