Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

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R.I.P. – Joe Egan

Stealers Wheel 1973 (Joe Egan links, Gerry Rafferty rechts)

Joe – wer? Das werden sich jetzt bestimmt einige fragen. Die Älteren, die schon Anfang der 70er Jahre Folk/Pop/Rock gehört haben, kennen vielleicht nicht seinen Namen, aber bestimmt die Gruppe, der er angehörte: Stealers Wheel, die er zusammen mit Gerry Rafferty („Baker Street“, starb 2011) gründete. Ihr einziger großer Hit war 1973 „Stuck in the middle with you“, den der Regisseur Quentin Tarantino 1992 im Soundtrack seines Debütwerks Reservoir Dogs – Wilde Hunde verwendete und der Gruppe damit zu einem Revival verhalf.

Der Titel erreichte 1973 sowohl in den USA als auch in Großbritannien die Top Ten der Singlecharts und wurde weltweit über eine Million Mal verkauft. Im Musikvideo zu Stuck in the Middle with You mimte kurioserweise Joe Egan die Lippenbewegungen zu Raffertys Gesang, da dieser aufgrund des Misserfolges der ersten beiden Singles die Band bereits verlassen hatte und eine Solokarriere weiterverfolgen wollte.

Joe Egan veröffentlichte sein erstes Soloalbum Out Of Nowhere im Jahr darauf. Es fand besonders in Deutschland begeisterte Kritiken, verkaufte sich aber nur spärlich. Auch die Single-Auskopplungen Back on the Road und Out of Nowhere konnten sich nicht in den Charts platzieren.

1981 erschien Joe Egans zweites Album mit dem Titel Map. Es war rockiger und mit dem damals modernen Keyboard-Sound, fand aber kaum Beachtung und konnte keine kommerziellen Erfolge verbuchen. Da Joe Egan ohnehin nicht gerne in der Öffentlichkeit stand, zog er sich zurück und ließ zehn Jahre lang nichts mehr von sich hören.

Anfang der 1990er Jahre war wohl kurzzeitig eine Stealers-Wheel-Reunion geplant, denn Egan besuchte Rafferty wieder im Studio und sang auch auf einigen Titeln von On A Wing & A Prayer mit. Over My Head aus dem Jahr 1994 bestand zu einem Großteil aus Kompositionen von Joe Egan, wurde aber von Gerry Rafferty gesungen. Der Titel Trouble With Love, auf dem unverkennbar Joe Egan die Solostimme beisteuerte, blieb bis heute unveröffentlicht.

Joe Egan starb am 6. Juli im Alter von 77 Jahren.

Quellen: deadline.com | Wikipedia

R.I.P – Richard Tandy

Am 01. Mai starb der Keyboarder des Electric Light Orchestra, Richard Tandy, im Alter von 76 Jahren.

Das teilte der Gründer der Rockgruppe aus Birmingham, Jeff Lynne, mit. Tandy hat den Sound der Band mitgeprägt, die für viele Hits wie „Evil Woman“, „Telephone Line“ oder „Mr Blue Sky“ bekannt ist.

Lynne schrieb in den sozialen Medien: „Mit großer Trauer teile ich die Nachricht vom Ableben meines langjährigen Mitarbeiters und lieben Freundes Richard Tandy. Er war ein bemerkenswerter Musiker und Freund, und ich werde die Erinnerungen, die wir zusammen hatten, ein Leben lang in Ehren halten.“

Tandy wurde in Birmingham geboren und trat ELO offiziell nach der Veröffentlichung des ersten Albums der Gruppe im Jahr 1972 bei.

Er spielte zunächst Bassgitarre, wurde aber nach dem Ausstieg von Roy Wood zum Keyboarder.

Er spielte auch den Minimoog-Synthesizer, Wurlitzer-E-Piano, Clavinet, Mellotron und Klavier und lieh dem 1977 erschienenen Song „Mr Blue Sky“ seine Stimme.

Electric Light Orchestra – Mr. Blue Sky (Official Video)

Tandy war neben Lynne und dem Schlagzeuger Bev Bevan ein Kernmitglied der Band, bis sie sich 1986 trennten. Als Lynne die Band 2014 als Jeff Lynne’s ELO wieder gründete, war Tandy wieder dabei.

Er wurde 2017 mit der Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und wurde als Lynnes Multiinstrumentalist, Co-Orchestrator und geschätzter musikalischer Partner beschrieben.

 

 

 

R.I.P. – Steve Harley

Am 17. März 2024 starb Steve Harley im Alter von 73 Jahren an einem Krebsleiden. Er war verheiratet und Vater von zwei Kindern

Geboren wurde Steve Harley, der bürgerlich Steven Nice hieß, am 27. Februar 1951 in London. Seine Kindheit verbrachte er viel Zeit im Krankenhaus, da bei ihm Kinderlähmung diagnostiziert worden war. Während dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft zur Musik, vermutlich auch dank seiner Mutter, die Jazzsängerin war. Sie förderte auch seinen Gitarren- und Klavierunterricht.

In den 60er Jahren begann Harley in ersten kleinen Clubs aufzutreten. Damals spielte er bereits eigene Songs, die teilweise auf seinen Alben zu hören sind. 1972 rief er die Glam-Rock-Band Cockney Rebel ins Leben. Die Gruppe wurde damals unter anderem durch die Coverversion des Beatles-Hits „Here Comes The Sun“ berühmt. Aber auch der orchestral produzierte Song „Sebastian“ aus dem Debütalbum „The Human Menagerie“ zählt zu den bekanntesten Liedern der Band.

Einen weiteren großen Erfolg verbuchte Harley zudem mit dem Song „The Phantom of the Opera“ mit Sarah Brightman aus dem gleichnamigen Musical. 2002 wurde er von der britischen Akademie der Komponisten und Songschreiber für sein Werk mit der goldenen Medaille bedacht.

Quelle: www.stern.de

Meine Lieblingsongs von Steve Harley:

2020 – Compared With You (Your Eyes Don’t Seem To Age)
1976 – Here Comes The Sun
1976 – (Love) Compared With You
1975 – Make Me Smile (Come Up And See Me)
1975 – The Best Years Of Our Lives
1974 – Tumbling Down

R.I.P. – Robbie Robertson

Der kanadische Gitarrist, Sänger und Komponist, bekannt vor allem als Mitglied der Gruppe The Band, starb am 09. August 2023 im Alter von 80 Jahren in San Francisco.

Der von Robertson geschriebene Titel The Night They Drove Old Dixie Down zählt zu den bekanntesten von The Band, wurde aber nie als Single veröffentlicht. Joan Baez erreichte 1971 mit einer Cover-Version ihren einzigen US-Top-Ten-Hit. Im deutschsprachigen Raum wurde der Song hauptsächlich durch „Am Tag, als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972 bekannt.

Als Sohn einer Mohawk ist Robertson in einem Six-Nations-Reservat in der Nähe von Toronto aufgewachsen. Als einer der ersten machte er Musik auch für die Native Americans. Obwohl er diese Herkunft lange nicht öffentlich machte. Kanadas Premierminister Justin Trudeau würdigte den Musiker mit den Worten „Gitarist, Songschreiber, Storyteller – Robbie Robertson hatte einen großen Anteil an Kanadas überragendem Beitrag zur Kunst.

Robbie Robertson Showdown At Big Sky (1987)

R.I.P. – Ray Shulman

Der Musiker, Songwriter und Produzent war Mitbegründer der Prog-Rock-Koryphäen Gentle Giant. Er wurde in Portsmouth geboren und gründete 1966 zusammen mit seinen älteren Brüdern Derek (der den Namen Simon Dupree übernahm) und Phil die Gruppe Simon Dupree and the Big Sound. Mit Ray als Gitarrist und Geiger landete die Gruppe mit der psychedelisch angehauchten Single Kites einen Top-10-Hit in Großbritannien.

1970 formten sie sich mit dem Gitarristen Gary Green, dem Keyboarder Kerry Minnear und dem Schlagzeuger Martin Smith zu einer Prog-Rock-Band um und legten nach ihrem von Tony Visconti produzierten Debütalbum Gentle Giant (1970) Klassiker wie Acquiring the Taste (1971), Octopus (1972), In A Glass House (1973) und The Power And The Glory (1974) nach.

Bis 1980 gehörte Ray Shulman der Band an, die sich in jenem Jahr auflöste. Er arbeitete daraufhin als Produzent und schrieb Musik für Videospiele. Bereits am 30. März verstarb der Musiker im Alter von 73 Jahren.

R.I.P. – Tom Verlaine

Tom Verlaine 1979

Und schon wieder hat die Musikwelt den Tod eines Musikers zu beklagen.

Tom Verlaine, der Frontmann, Songschreiber und Gitarrist der New Yorker Band Television, ist am Samstag, den 28. Januar 2023 im Alter von 73 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

Verlaine, der als Thomas Miller in Denville, New Jersey, geboren wurde, begann in jungen Jahren mit dem Klavierunterricht, wechselte aber zum Saxophon, nachdem er eine Platte von Stan Getz gehört hatte. Er nahm seinen Künstlernamen in Anlehnung an den französischen symbolistischen Dichter Paul Verlaine an.

Er und sein Schulfreund Richard Hell, der die Leidenschaft für Musik und Poesie teilte, zogen getrennt nach New York City und gründeten 1972 die Gruppe Neon Boys, bestehend aus Verlaine (Gitarre und Gesang), Hell (Bass und Gesang) und Billy Ficca (Schlagzeug).

Die Gruppe bestand nur kurze Zeit, bis sie sich im März 1973 unter dem Namen Television neu formierten und Richard Lloyd als zweiten Gitarristen anheuerten. 1975 verließ Hell die Band und sie veröffentlichten ihre erste Single mit Fred Smith, der Hell ersetzte.

Verlaine, der der Leadsänger der Band war und die meisten Songs schrieb, war einst mit der Dichterin und Musikerin Patti Smith zusammen, als sie Teil der aufstrebenden New Yorker Punkszene waren, und sie arbeiteten im Laufe der Jahre häufig zusammen.

Television veröffentlichte zwei Alben, Marquee Moon und Adventure, die von der Kritik sehr gelobt wurden, sich aber nur mäßig verkauften. Marquee Moon gilt als eine der wichtigsten Veröffentlichungen der Punk-Ära.

Die Band löste sich im Juli 1978 auf, aber Verlaine startete in den 1980er Jahren eine Solokarriere und lebte eine Zeit lang in England.

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