Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Monat: Juli 2024

Diese Woche gehört

Eines meiner gehörten Alben wird Euch sicherlich verwundern: „brat“ von Charlotte Emma Aitchison aka Charli XCX. Für ’nen BOF wie mich eine völlig neue Form von Indie/Synthie/Pop, die mich irgendwie anspricht und auch fasziniert. Jeder Song hat einen gewissen Charme. Obwohl sie bereits 31 ist, behandelt sie Themen wie Erwachsenwerden, beschäftigt sich mit Selbstzweifel oder der Frage, ob sie Kinder haben will oder nicht. Musikalisch trifft sie den Sound der heutigen Clubszene, der manchmal eintönig pulsierend daherkommt, aber auch viele abwechslungsreiche Elemente aufweist. Ob es sich hierbei um ein „Masterpiece“ oder sogar einen „Pop-Klassiker“ handelt, sei mal dahingestellt- auf jeden Fall ist der „Rotzgöre“ ein interessantes Album gelungen, das mir aber eine Menge Geduld und Offenheit hinsichtlich der Musik abverlangt hat.

„Das Album ist ein Meisterwerk des Hyperpop, das energiegeladene Beats, experimentelle Soundscapes und raue, bekenntnishafte Texte miteinander verbindet. Es ist ein kühnes Statement, das nicht nur die Grenzen der Popmusik ausreizt, sondern auch Charlis unvergleichliche kreative Vision unter Beweis stellt. „BRAT“ ist ein Muss für jeden, der die Zukunft des Pop von heute erleben möchte.“ || Quelle: gurlworld.co.uk

Kennt Ihr (noch)… Bloodwyn Pig?

Blodwyn Pig war die Schöpfung des ursprünglichen Jethro-Tull-Gitarristen Mick Abrahams, der die Band 1968 gründete, nachdem er Tull aufgrund kreativer Differenzen mit Co-Leader Ian Anderson verlassen hatte. Abrahams bevorzugte einen mehr auf Blues basierenden Ansatz als Anderson, der eher Folk- und Jazz-Einflüsse einbringen wollte, und Blodwyn Pig spiegelte diese Philosophie wider.

Während viele gitarrenbasierte Blues-Rock-Bands der späten 1960er Jahre sich auf Boogie oder Heavy Rock konzentrierten, schlugen Blodwyn Pig einen anderen Weg ein. Schon mit ihrem Debütalbum Ahead Rings Out (1969) zeigten sie ihre Bereitschaft, eine Vielzahl von Bluesstilen auszuprobieren, darunter Country- und Delta-Blues, treibenden Boogie, auf Rhythmus und Blues basierende Bläserarrangements und es gab sogar einige jazzige Nummern.

Eingespielt wurde das Album in der Besetzung Mick Abrahams (guitar, vocals, seven-string slide guitar), Jack Lancaster ( flute, violin, tenor sax, baritone sax, soprano sax, brass arrangements), Andy Pyle (Bass) und Ron Berg (Drums). Produzent war Andy Johns (Bruder des bekannteren Glyn Johns).

Weniger als ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Debüts kehrten Blodwyn Pig mit Getting To This zurück, das sich als ihr letztes erweisen sollte (obwohl viele Jahre später im Rahmen einer Reunion weiteres Material unter dem Namen Blodwyn Pig erscheinen sollte). Erneut dreht sich die Band um die Blues-Anleihen von Mick Abrahams und die Jazz-Einflüsse von Alan Lancaster. 

Die beiden Alben der Band verkauften sich im Vereinigten Königreich gut, fanden aber in den USA nie die gleiche Akzeptanz. Die Gruppe löste sich 1970 auf, nahm aber in den 1990er Jahren einige Alben (u.a. Lies) auf. Abrahams arbeitet weiterhin als Solokünstler und trat in den letzten Jahren gelegentlich als Gastgitarrist bei Jethro Tull auf.

https://www.youtube.com/embed/EqV-uBMPMzA

R.I.P. – Joe Egan

Stealers Wheel 1973 (Joe Egan links, Gerry Rafferty rechts)

Joe – wer? Das werden sich jetzt bestimmt einige fragen. Die Älteren, die schon Anfang der 70er Jahre Folk/Pop/Rock gehört haben, kennen vielleicht nicht seinen Namen, aber bestimmt die Gruppe, der er angehörte: Stealers Wheel, die er zusammen mit Gerry Rafferty („Baker Street“, starb 2011) gründete. Ihr einziger großer Hit war 1973 „Stuck in the middle with you“, den der Regisseur Quentin Tarantino 1992 im Soundtrack seines Debütwerks Reservoir Dogs – Wilde Hunde verwendete und der Gruppe damit zu einem Revival verhalf.

Der Titel erreichte 1973 sowohl in den USA als auch in Großbritannien die Top Ten der Singlecharts und wurde weltweit über eine Million Mal verkauft. Im Musikvideo zu Stuck in the Middle with You mimte kurioserweise Joe Egan die Lippenbewegungen zu Raffertys Gesang, da dieser aufgrund des Misserfolges der ersten beiden Singles die Band bereits verlassen hatte und eine Solokarriere weiterverfolgen wollte.

Joe Egan veröffentlichte sein erstes Soloalbum Out Of Nowhere im Jahr darauf. Es fand besonders in Deutschland begeisterte Kritiken, verkaufte sich aber nur spärlich. Auch die Single-Auskopplungen Back on the Road und Out of Nowhere konnten sich nicht in den Charts platzieren.

1981 erschien Joe Egans zweites Album mit dem Titel Map. Es war rockiger und mit dem damals modernen Keyboard-Sound, fand aber kaum Beachtung und konnte keine kommerziellen Erfolge verbuchen. Da Joe Egan ohnehin nicht gerne in der Öffentlichkeit stand, zog er sich zurück und ließ zehn Jahre lang nichts mehr von sich hören.

Anfang der 1990er Jahre war wohl kurzzeitig eine Stealers-Wheel-Reunion geplant, denn Egan besuchte Rafferty wieder im Studio und sang auch auf einigen Titeln von On A Wing & A Prayer mit. Over My Head aus dem Jahr 1994 bestand zu einem Großteil aus Kompositionen von Joe Egan, wurde aber von Gerry Rafferty gesungen. Der Titel Trouble With Love, auf dem unverkennbar Joe Egan die Solostimme beisteuerte, blieb bis heute unveröffentlicht.

Joe Egan starb am 6. Juli im Alter von 77 Jahren.

Quellen: deadline.com | Wikipedia

Diese Woche gehört

Wie immer eine bunte Mischung unterschiedlicher Musikstile, die ich mir angehört habe. Mit interessanten Interpretationen der Talking Heads Songs:

  • Fangst – Fangst Sinatra (2024)
  • Another Sky – Beach Day (2024)
  • Behind The Machine – The Desert Of The Real (2024)
  • Cold Years – A Different Life (2024)
  • Master Peace – How To Make A Master Peace (2024)
  • Goldbloom – For Money And Power (2024)
  • Various Artists – Everyone’s Getting Involved. A Tribute to Talking Heads‘ Stop Making Sense (2024)

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