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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

DiKo’s Playlist – KW 35

Asylums – A Perfect Life In A Perfect World | Genetic Cabaret (2020)

Sparks – The Girl Is Crying In Her Latte | The Girl Is Crying In Her Latte (2023)

Flyying Clours – I Live In A Small Town | You Never Know (2023)

Aidan Bissett – All That I’m Craving | I’m Alright If You’re Ok (Sept. 2023)

Andy Burrows & Matt Haig – Barcelona | Reasons To Stay Alive (2019)

Boy & Bear – Muscle | Boy & Bear (2023)

Fury In The Slaughterhouse – More Than A Friend | Hope (2023)

Frank Zappa – Funky Nothingness

1970 arbeitete Zappa an dem Album „Chunga’s Revenge“. Wie so oft haben es viele Stücke, aus unterschiedlichen Gründen, nicht geschafft auf der Platte zu erscheinen.

Mit der Veröffentlichung der 3 CDs von „Funky Nothingness“ Ende Juni 2023, bekommen wir einen Einblick in diese Zeit und die verschiedenen Aufnahmen. Zwar sind diese nicht so aufschlussreich wie die „Hot Rats Session Box„, stattdessen geben sie Einblicke in die Studioarbeit und in Zappas Musik in der Übergangsphase, die sich langsam vom Jazz-Rock auf „Hot Rats“ zu den härteren Jams seiner Platten Mitte der 70er Jahre entwickelt. Das ist eine Menge Stoff für Neulinge, aber auch erfahrene Zappa-Fans werden hier einiges finden, das sie überraschen könnte.

Funky Nothingness“ beginnt mit dem Titeltrack, einem langsamen Gitarrenblues ( „Motorhead’s Boogie“ unter einem anderen Namen), bei dem Zappa, Roy Estrada und Jim „Motorhead“ Sherwood über eine einfache Tonfolge jammen. Von dort aus leitet es geschickt über in „Tommy/Vincent Duo I“, ein Schnipsel von Zappa, der mit dem Schlagzeuger Anysley Dunbar jammt, um dann mit der bluesigen Nummer „Love Will Make Your Mind Go Wild“ einen Einstieg für Sugarcane Harris‘ Gesang zu bieten, der sonst eher als Violinist hervor tritt.

Nach einer langen Workout-Version von „I’m A Rollin‘ Stone“, einem alten Lightnin‘ Slim Song von 1957, geht es in den Keller (basement) zu einer frühen Version von „Chunga’s Revenge“ und dem „Basement Jam“. Beeindruckend finde ich hier das Schlagzeugspiel von Aynsley Dunbar, der eine treibende Kraft in den Stücken ist.

„Sharleena“ dürfte den Fans vertraut sein, die The Lost Episodes von 1996 besitzen, aber hier ist es etwas länger geschnitten und anders abgemischt. Der Song steigert sich in seiner Intensität bis hin zu einem schönen Zappa-Solo.

Daneben sind zwei Stücke zu finden, die Zappa zu seinen Lebzeiten nie auf Alben veröffentlicht hat: „Khaki Sack“ und „Twinkle Tits“. Beide waren durch Bootlegs bekannt, sie aber in sauberem HiFi-Sound zu hören, ist schon etwas Besonderes.

Der letztgenannte Titel war offensichtlich der Song aus diesen Sessions, der Zappa am meisten bedeutete: Er wurde in neun Takes aufgenommen und wird hier in einer im Grunde finalen Version mit einem separaten Intro präsentiert. Nicht lange nach den Sessions hat er ihn sogar live gespielt. Aber wie viele andere Titel, ist er ohne große Erklärung im riesigen Zappa-Tresor verschwunden. Das ist ein bisschen schade: Zappas Gitarre „knurrt“ bei seinem Solo und Don Harris steigert sich mit einem Blues-Riff in einen Rausch. Es ist mit Sicherheit der Höhepunkt dieses Sets.

Alle drei Discs enthalten Aufnahmen von „Chunga’s Revenge“, dem Titeltrack von Zappas eigentlichem Nachfolger von Hot Rats, der im Oktober 1970 erschien. Die „Basement Version“, die sich auf dem Hauptalbum befindet, wurde in Zappas Keller zu Hause in Laurel Canyon mit einem 4-Kanal-Quadrophonie-Setup aufgenommen, fast drei Jahre bevor das Format für Verbraucher verfügbar wurde. Zappa erstellte dann eine Stereomischung der Quad-Spur, die hier enthalten ist.

„Die Sessions, die hauptsächlich im Februar und März 1970 in der neu eröffneten Record Plant in Los Angeles stattfanden, umfassten die fünfköpfige Band des Mothers-Mitglieds Ian Underwood (Keyboard, Saxophon, Rhythmusgitarre) sowie den Geiger und Sänger Don „Sugarcane“ Harris, dem Wrecking-Crew-Bassisten Max Bennett, dem Schlagzeuger Aynsley Dunbar, der gerade nach Los Angeles umgezogen war und bei Zappa einzog, nachdem er ihn auf einem Festival in Belgien Schlagzeug spielen gesehen hatte, und Zappa (Gitarre, Gesang, Drums und Produktion). Gemeinsam nahm die Gruppe sehr lange Originalkompositionen, inspirierte Covers und ausgedehnte Improvisationen auf, die auf Zappas R&B-Wurzeln zurückgingen und gleichzeitig Einflüsse der aufkommenden Jazz-Fusion-Szene vermischten. Die größtenteils instrumentalen Aufnahmen zeigen die Virtuosität des Gitarristen und hätten ohne weiteres die Fortsetzung von Hot Rats werden können, wenn es denn jemals veröffentlicht worden wäre.“

www.zappa.com – Übersetzt von Zappa:lott mit Hilfe von DeepL

Funky Nothingness“ ist eine großartige Veröffentlichung und für Zappa-Fans ein Muss. Wer mehr über dieses Album erfahren möchte, dafür hat Zappa’s „Tresor-Meister“ Joe Travers eine Reihe von Videos produziert (siehe die unten eingebetteten YouTube-Videos in englischer Sprache), darunter Interviews mit Chris Bellman von Bernie Grundman Mastering und dem Originalmitglied der Mothers of Invention, Ian Underwood.

The Making Of… – Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Human Rights Watch – Saudis verüben Massentötungen an der Grenze

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen saudische Grenzbeamte. Sie sollen Hunderte äthiopische Migrant*innen  beim Versuch, vom Jemen aus ins Land zu kommen, getötet haben.

We were fired on repeatedly. I saw people killed in a way I have never imagined. I saw 30 killed people on the spot. I pushed myself under a rock and slept there. I could feel people sleeping around me. I realized what I thought were people sleeping around me were actually dead bodies. I woke up and I was alone.

– Hamdiya, 14 years old

 

Saudische Grenzbeamte haben mindestens Hunderte von äthiopischen Migranten und Asylbewerbern getötet, die zwischen März 2022 und Juni 2023 versucht haben, die jemenitisch-saudische Grenze zu überqueren. Recherchen von Human Rights Watch zeigen, dass die Tötungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch andauern. Die saudischen Grenzsoldaten haben Sprengstoffwaffen eingesetzt und Menschen aus nächster Nähe erschossen, darunter auch Frauen und Kinder, und zwar nach einem weit verbreiteten und systematischen Muster.

Wenn diese Tötungen Teil einer Politik der saudischen Regierung zur Ermordung von Migranten sind, würden sie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. In einigen Fällen fragten saudische Grenzschutzbeamte die Überlebenden zunächst, in welches Körperteil sie lieber erschossen werden wollten, bevor sie sie aus nächster Nähe erschossen. Saudische Grenzschutzbeamte schossen auch mit Sprengstoff auf Migranten, die gerade aus vorübergehender saudischer Haft entlassen worden waren und versuchten, zurück in den Jemen zu fliehen.

Quelle: www.hrw.org

Kommt nach Katar das nächste, die Menschenrechte missachtende Land, auf die internationale Fussball-Bühne? Saudi-Arabien, das derzeit den Fußball als Imageprojekt benutzt und die eigene Liga mit horrenden Gehältern mit Stars aus Europa bestückt, sucht die Nähe zu verschiedenen Verbänden, um Unterstützung zu erlangen.
Saudi-Arabien ist schon lange ein sportpolitischer Verbündeter von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Dieser, dem großen Geld nicht abgeneigte Ignorant von Menschenrechten, hat mit seinem FIFA-Verband schon mal ein Zeichen gesetzt und die kommende Klub-Weltmeisterschaft 2023 an die Saudis vergeben.

R.I.P. – Robbie Robertson

Der kanadische Gitarrist, Sänger und Komponist, bekannt vor allem als Mitglied der Gruppe The Band, starb am 09. August 2023 im Alter von 80 Jahren in San Francisco.

Der von Robertson geschriebene Titel The Night They Drove Old Dixie Down zählt zu den bekanntesten von The Band, wurde aber nie als Single veröffentlicht. Joan Baez erreichte 1971 mit einer Cover-Version ihren einzigen US-Top-Ten-Hit. Im deutschsprachigen Raum wurde der Song hauptsächlich durch „Am Tag, als Conny Kramer starb“ von Juliane Werding aus dem Jahr 1972 bekannt.

Als Sohn einer Mohawk ist Robertson in einem Six-Nations-Reservat in der Nähe von Toronto aufgewachsen. Als einer der ersten machte er Musik auch für die Native Americans. Obwohl er diese Herkunft lange nicht öffentlich machte. Kanadas Premierminister Justin Trudeau würdigte den Musiker mit den Worten „Gitarist, Songschreiber, Storyteller – Robbie Robertson hatte einen großen Anteil an Kanadas überragendem Beitrag zur Kunst.

Robbie Robertson Showdown At Big Sky (1987)

DiKo’s Playlist – KW 31

Betontod – Nie mehr St. Pauli ohne dich | Zeig dich (2023)

Bully – Days Move Slow | Lucky For You (2023)

All The Young – Forever | Tales Of Grandeur (2022)

Drive-By Truckers – Where The Devil Don’t Stay | The Complete Dirty South [Disc 1] (2023)

Mia Maria Johansson – Hello Emo, I Love You | Luft (2023)

The Royston Club – The Deep End | Shaking Hips and Crashing Cars (2023)

Women Tied To Railroad Tracks – Huckleberry Finn | Holiday In, Holiday Out (2023)

Zappa in München 1978

„We Don’t Mess Around“: Frank Zappa 1978 live im deutschen Fernsehen mit einer seiner besten Bands überhaupt

„We Don’t Mess Around“ war eine Bandprobe – es gibt kein Publikum – für eine Show im Zirkus Krone in München, die ein deutscher Fernsehsender am 8. September 1978 aufzeichnete. Zu dieser Zeit tourte Zappa mit einer der besten Bands, die er je zusammengestellt hatte – Ike Willis, Denny Walley, Arthur Barrow, Tommy Mars, Peter Wolf, Ed Mann, Vinnie Colaiuta – und man kann Frank sogar beim Akkordeonspielen beobachten…

Mit einigen dokumentarischen Elementen, darunter ein Einkaufsbummel und ein Interview mit Zappas Leibwächter. Einiges von diesem Material überschneidet sich mit Zappas eigenem Feature Baby Snakes bzw. war darin enthalten.

Die Songs sind „Pound for a Brown on a Bus“, „Baby Snakes“, „The Deathless Horsie“, „Dancin‘ Fool“, „Easy Meat“, „Honey Don’t You Want a Man Like Me?“ „Keep It Greasy“, „Why Does It Hurt When I Pee?“ „Sofa #2“, „Seal Call Fusion Music“, „Bobby Brown“, „Conehead“, „Dead Air“, „I’m On Duty“, „St. Alphonzo’s Pancake Breakfast“, „Rollo“.

Zappas Gitarrensolo bei „Easy Meat“ ist atemberaubend und die Kamera bleibt direkt auf seinen Händen, die eine ephemere Skulptur in der Luft bilden. Das Interview mit seinem Limousinen-fahrer/Leibwächter ist zum Totlachen komisch.

Quelle: Dangerous Minds (Übersetzung zappa:lott)

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