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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Tipp: Serie „Le Chalet“

Eine spannende sechsteilige Kurzserie von 2017, die zunächst bei Netflix zu sehen war, jetzt aber noch in der ARD Mediathek verfügbar ist.

Die Serie handelt von einem Wiedersehen alter Freunde in einem einsamen Chalet in den französischen Bergen. Dort werden sie von der Vergangenheit eingeholt. Damals verschwand eine ganze Familie. Nun verschwinden nach und nach einige der Freunde. Was und wer am Ende dahinter steckt? Lasst Euch überraschen…

DiKo’s Playlist – KW 20

Braids – Evolution | Euphoric Call (2023)

Sturms Fährmann – Lichter meiner Stadt | Ein Funke reicht (2023)

Blond – Männer | Perlen (2023)

Atomic Bronco – Get You Off My Mind | Bull In A China Shop (2023)

Kneipenterroristen – Hamburger Nächte | Infiziert (2023)

Lake – Letters Of Love | Lake II (1978)

Georg Danzer – Die Freiheit | Feine Leute (1979)

TV Empfehlung

Am vergangenen Dienstag (9. Mai 2023) lief die „frontal“-Dokumentation „Erdogans Terrorliste – Wie die türkische Regierung weltweit Kritiker jagt“. Eine eindrucksvolle Reportage, die in der ZDF Mediathek noch verfügbar ist und die man sich unbedingt anschauen sollte. Dafür begaben sich

Can Dündar, der für seine Enthüllungen in der Türkei zu 27 Jahren Haft verurteilt wurde und ins deutsche Exil fliehen musste, sowie Grimme-Preisträger Hauke Wendler auf eine investigative Reise: Von Berlin über Frankfurt und Düsseldorf bis nach Stockholm, Paris und weiter nach Buenos Aires. […]

Die „frontal“-Dokumentation folgt Can Dündars jahrelangen Recherchen, die zu einem außergewöhnlichen Interview in einem Gefängnis in Argentinien führen: Dort trifft Can Dündar auf den Mann, der ihn nach eigenen Aussagen 2016 erschießen sollte.

Der Film beleuchtet auch, wie Erdogan internationale Krisen und Kriege nutzt, um nach 20 Jahren weiter an der Macht zu bleiben. Wer die Politik des türkischen Präsidenten kritisiert und seinem Machtanspruch im Wege steht, der landet auf der Terrorliste. Auf die Gesuchten ist eine Belohnung für Hinweise zur Ergreifung ausgesetzt. Auf dieser Liste steht auch der Journalist Cevheri Güven, der wie Can Dündar ins deutsche Exil fliehen musste. Sein angebliches Vergehen: kritische Berichte über Erdogans Kurdenpolitik und über die vielen zivilen Opfer des Konflikts. Die türkische Boulevardpresse veröffentlichte Fotos von Güven, samt deutscher Wohnadresse – seitdem lebt die Familie auch in Deutschland in Angst. Der Autor Ahmet Dönmez, der vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter fast totgeschlagen wurde, hatte wenige Tage vorher diese Warnung erhalten: „Denk nicht, dass wir Dir nicht in 24 Stunden den Kopf abschlagen lassen können, nur weil Du in Schweden bist!“

Für den Film „Erdogans Terrorliste – Wie die türkische Regierung weltweit Kritiker jagt“, mussten sich die Autoren mit gepanzerten Wagen und Personenschützern des LKA Berlin fortbewegen, da Can Dündar nach wie vor bedroht wird.

https://www.presseportal.de/pm/7840/5502218

Was ist eigentlich Neo-Prog? – Teil 2

Diese und andere Formen mehr oder weniger neu geschaffener Musikgenres beeinflussten auch Künstler, die sich mit Progressive Rock beschäftigten. Obwohl viele Künstler dies im Rahmen des Progressive Rock der 70er Jahre taten, entwickelten immer mehr Künstler einen Sound und Stil, der so stark von diesen neueren musikalischen Entwicklungen beeinflusst war, dass eine Einordnung in die bestehenden Subgenres des Progressive Rock immer schwieriger wurde.

Während das Neo-Progressive-Genre anfangs aus Künstlern bestand, die eine modernisierte Version des Symphonic Prog erforschten, umfassen die als Neo-Progressive bezeichneten Künstler heute eine Vielzahl musikalischer Ausdrucksformen, deren gemeinsamer Nenner darin besteht, dass sie – im Rahmen des Progressive Rock – musikalische Elemente einbeziehen, die kurz vor und nach 1980 entwickelt wurden.

Das Neo-Progressive-Genre in seiner verfeinerten Form deckt somit ein weites musikalisches Territorium ab, das bis zu einem gewissen Grad alle existierenden Untergruppen des Progressive Rock umfasst und auch so unterschiedliche Genres wie New Age auf der einen Seite und Punk und Metal auf der anderen Seite anspricht.

Das Neo-Prog-Team von progarchives.com hat sich für 5 repräsentative Neo-Prog-Alben entschieden, die die Essenz des Genres verkörpern. Diese sind:

  • Marillion – Script for a Jester’s Tear
  • Collage – Moonshine
  • Satellite – A Street Between Sunrise and Sunset
  • Sylvan – Posthumous Silence
  • Frost – Millionenstadt

Quelle: www.prog-archives.com

>> Teil 1

DiKo’s Playlist – Woche 17

In dieser Woche gehört:

  • Ally Venable – Real Gone | Real Gone (2023)
  • Ashley Sherlock – Broken | Ashley Sherlock (2019)
  • Jethro Tull – Wolf Unchained | RökFlöte (2023)
  • Swimmer One – This Club is For Everybody, Even You | Dead Orchestras (2010, Remixed and remastered 2022)
  • Element Of Crime – Unscharf mit Katze | Morgens um vier (2023)
  • Jackson Browne – My Cleveland Heart | Downhill From Everywhere (2021)
  • Left Lane Cruiser – Circus | Beck In Black (2016)

Kleine Bierkunde: Nach dem Pfiff oder Schnitt geht es heim…

Nördlich des Weisswurst-Äquators sind die Begriffe „Pfiff“ oder „Schnitt“ mit Bezug auf Bier meist völlig unbekannt.

In Franken bzw. Restbayern dagegen sind diese Bezeichnungen häufig auch Bestandteil von Getränkekarten. Was verbirgt sich also dahnter?

Ein „Schnitt“ Bier oder einfach nur ein „Schnitt“ ist das letzte Bier im Gasthaus vor dem nach Hause gehen – nachdem mindestens ein Bier vorher konsumiert wurde. In manchen Gegenden heißt es auch „Pfiff“. Generell war die Bezeichnung Pfiff früher ein feststehender Begriff, für die Hälfte des kleinsten regulären Ausschankgefäßes.

Der Schnitt ist kein halbes, schon gar kein kleines Bier, er lässt sich nicht exakt definieren, fällt mal mehr, mal weniger großzügig aus. Ein guter Schnitt kann ein 3/4 Bier zum halben Preis sein. Dazu wird ein gerade (nicht schräg) gehaltenes Glas unter dem Zapfhahn gestellt, und so lange gezapft, bis der Schaum den Glasrand erreicht hat.

Ein Pfiff passt kurz vor dem Heimgehen, wenn man schon keinen Durst mehr hat, aber auch noch nicht heimgehen will, das ist also eher ein Grund, um noch ein biß’ sitzen zu bleiben, also quasi ein Abschlußgetränk.

Anton Hötzelsperger

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