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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Serge Gainsbourg

Serge Gainsbourg, der in Frankreich in Frankreich als einer der einflussreichsten und kreativsten Singer-Songwriter gilt, wird zum Ausstellungsgegenstand.

32 Jahre nach seinem Tod wird nun das Haus von Serge Gainsbourg in der Rue de Verneuil 5, Paris, am 20. September 2023 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf zwei Etagen sind 25.000 Gegenstände ausgestellt, die von seiner Tochter Charlotte Gainsbourg drei Jahrzehnte lang aufbewahrt wurden. Sie ist die Sprecherin eines Audioguides, der von einer Tonspur begleitet wird, die unveröffentlichtes Material aus seinem Archiv enthält.

Das Gebäude beherbergt 3.000 Manuskripte, Zeitungsausschnitte, persönliche Fotos, Möbel, Kleidung, Bücher, Spielzeug, eine Schreibmaschine und Kunst, darunter Salvador Dali. Gegenüber, in der Rue De Verneuil 14, befindet sich ein Museum mit 450 Objekten, darunter Schallplattenauszeichnungen, handgeschriebene Songtexte, Kunstwerke und Schmuck, sowie Multimediaausstellungen mit unveröffentlichten Filmen, TV-/Radioausschnitten und Fotos.

Wer ihn mag und im Spätherbst einen Paris-Trip macht, kann sich all das für 25€ Eintritt anschauen.

Maison Gainsbourg

Yoyoka Soma, drums

Foto: Hokkaido Shimbun Press

Mit 2 Jahren soll sie mit dem Schlagzeug spielen begonnen, ihren ersten Konzertauftritt mit 4 Jahren gehabt haben – Yoyoka Soma aus Japan ist heute mit 13 Jahren schon zu einem Medienstar geworden.

2008 erlangte sie internationale Aufmerksamkeit für ein Online-Video, in dem sie Led Zeppelins „Good Times Bad Times“ coverte.

Der Clip des kleinen, lächelnden Mädchens, das John Bonham’s harten Stil perfekt beherrscht, ging viral und erregte die Aufmerksamkeit der Medien. Sogar Led Zeppelin-Sänger Robert Plant lobte Yoyokas Schlagzeugkünste. Seitdem hat Yoyoka an Musikfestivals teilgenommen und neben Cyndi Lauper und anderen Stars gespielt.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von „Cover drums“, so z.B. „YYZ“ von Rush oder „The Pretender“ von den Foo Fighters. Seit kurzem ist sie Mitglied bei der Ken Okada Group.

Bei YouTube hat sie einen eigenen Kanal. Hier das aktuelle Video vom 25. Juni 2023:

DiKo’s Playlist – KW 26

In dieser Woche gehört und empfohlen:

William Shatner/Joe Jackson – Common People
[Pulp Cover] | Has Been (2004)

IQ – Ocean | The Road Of Bones (2014)

RPWL – In Your Dreams | God Has Failed – Live & Personal (2021)

Bruce Cockburn – If I Had A Rocket Launcher | Stealing Fire (1984)

Ally Venable – Real Gone | Real Gone (2023)

Ben Folds – Exhausting Lover | What Matters Most (2023)

Queens of the Stone Age – Carnavoyeur | In Times New Roman (2023)

Dieselbetrug lohnte sich…

Zwar wurde der ehemalige AUDI-Chef Stadler jetzt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt, aber dank eines Deals zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft ist der feine Herr Betrüger gut weggekommen.

Zwar wird die Staatskasse mit einigen Hunderttausend Euro an Strafgeldern aufgefüllt, aber schadet das dem Ex-Chef? Für einen AUDI-Arbeiter ist das eine Menge Kohle, für den feinen Herrn Stadler sind das aber nur Peanuts angesichts seines jährlichen Millionen Einkommens.

Wer Geld hat, kann sich offenbar in unserem Rechtssystem freikaufen. Gibt es doch eine Klassenjustiz?

Wenn in München trotz der Schuldvermutung des Gerichts die Vergleiche durchgehen, dann zeigt das deutsche Rechtssystem keine Zähne. Es zeigt vielmehr, dass sich Wirtschaftskriminalität rentieren kann, auch wenn man auffliegt. Rupert Stadler zum Beispiel hat zuletzt ein Gehalt von 7,7 Millionen Euro kassiert. ‚Zahlen Sie 1,1 Millionen und gehen nicht mehr ins Gefängnis?‘ Das Volkswagen-Monopoly rechnet sich.

Das Beispiel könnte doch auch bei Bankräubern Schule machen: Zehn Millionen mitgehen lassen, die Beute gut verstecken, festgenommen werden, acht Millionen Euro im Vergleich als Strafe zahlen, dafür dann aber kein Knast.

Kommentarauszug von Peter Kunz, Leiter des ZDF Studio Niedersachsen

R.I.P. – Ray Shulman

Der Musiker, Songwriter und Produzent war Mitbegründer der Prog-Rock-Koryphäen Gentle Giant. Er wurde in Portsmouth geboren und gründete 1966 zusammen mit seinen älteren Brüdern Derek (der den Namen Simon Dupree übernahm) und Phil die Gruppe Simon Dupree and the Big Sound. Mit Ray als Gitarrist und Geiger landete die Gruppe mit der psychedelisch angehauchten Single Kites einen Top-10-Hit in Großbritannien.

1970 formten sie sich mit dem Gitarristen Gary Green, dem Keyboarder Kerry Minnear und dem Schlagzeuger Martin Smith zu einer Prog-Rock-Band um und legten nach ihrem von Tony Visconti produzierten Debütalbum Gentle Giant (1970) Klassiker wie Acquiring the Taste (1971), Octopus (1972), In A Glass House (1973) und The Power And The Glory (1974) nach.

Bis 1980 gehörte Ray Shulman der Band an, die sich in jenem Jahr auflöste. Er arbeitete daraufhin als Produzent und schrieb Musik für Videospiele. Bereits am 30. März verstarb der Musiker im Alter von 73 Jahren.

Starbucks‘ Frappuccino – frappierend getrickst

Schokolade, Karamell, Erdbeer – grande oder venti? Mit oder ohne Topping? Frappucchino, eine  Kaffee(?)kreation, die 1995 von Starbucks erfunden wurde. Das kalte Kaffeegetränk entwickelte sich zum absoluten Verkaufsschlager, obwohl es kaum Kaffee enthält.

4,99€ muss mensch für das Getränk in der kleinsten Größe hinblättern. Was beinhaltet der Frappucchino eigentlich?

Es gibt die Kaffee-Basis und die Creme-Basis. Die Kaffee-Basis besteht aus… Kaffee? Denkste! Die Hauptzutat stammt nicht von der dunklen Bohne. Dafür braucht es erstmal viel Zucker. Dann kommt Kaliumsorbat als Konservierungsmittel sowie Xanthan als Verdickungs- und Geliermittel dazu. Das sorgt für das Cremige. Zitronen- und Ascorbinsäure gehören für die Haltbarkeit ebenfalls hinein. Ein bisschen Salz für den Geschmack darf auch nicht fehlen. Und dann das Wichtigste: Kaffeearoma! Es soll ja schließlich nach Kaffee schmecken! Und zuguterletzt natürlich Wasser.

Und was bildet die Creme-Basis? Wasser, Zuckersirup, natürliches Sahnearoma , Bindemittel und Konservierungsstoffe und noch mehr Zucker.

Starbucks bietet den Frappuccino in zwei Arten an: aus der Creme-Basis werden helle Frappuccinos gemischt, die eher Milkshakes ähneln. Die Kaffee-Basis sorgt für eine dunklere Farbe und Kaffeegeschmack. Beide Basen landen fertig in den Starbucksläden, so wird der immer gleiche Geschmack gesichert.

Mit diversen Sirups (z.B. Vanille, Himbeeren, Erdbeeren) werden in Deutschland ca. 13 verschiedene Frappuccinos angeboten, die überwiegend aus viel Wasser (in Form von Eiswürfeln), der vorgefertigten Kaffee-Basis und etwas Milch sowie „bloß nicht zu viel Kaffee“ (Sebastian Lege) bestehen. Oben drauf noch Schlagsahne (die es bei Starbucks kostenlos gibt) und Toppings (die kosten allerdings extra!).

Den Wareneinsatz beziffert der Produktentwickler Sebastian Lege „locker auf weit unter einem Euro„. So lassen sich locker Millionen scheffeln. Wem das jetzt (außer den Schefflern natürlich…) noch schmeckt?

Wer mehr über die Erfolgsstory sowie die Tricks und Arbeitsbedingungen der größten Kaffeehauskette der Welt erfahren möchte, empfehle ich die Food Stories mit Sebastian Lege im ZDF.

 

 

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