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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Der Rassist

Endlich benennt ihn einmal jemand mit der richtigen Bezeichnung: der Rassist, der Hetzer. Dass das einmal die korrekte Kennzeichnung für einen amerikanischen Präsidenten sein würde, hätte wahrscheinlich auch kaum eine/r je gedacht.

Im SPIEGEL-Leitartikel, Ausgabe 34/2017, findet Klaus Brinkbäumer die richtigen Worte, die bisher kaum in der deutschen Journaille so treffend wie notwendig gebraucht wurden. Von vielen (ob Politiker oder Journalisten) wird er immer noch verniedlicht oder gar verharmlost. Dabei gibt es offensichtliche Fakten, die genau das belegen: Trump ist ein Rassist.

Lesenswert dazu auch der Artikel „Wer Wut sät“ von Christoph Scheuermann in der gleichen SPIEGEL Printausgabe.

Global Bass Magazine

Kürzlich bin ich durch einen Bericht über den Bassisten David Friesen auf diese Website gestoßen. Zwar wird diese seit 2002 nicht mehr aktualisiert, doch findet man hier eine Menge Informationen und Interviews mit zahlreichen Bassisten aus der Jazz- und Rockszene, die sich zu lesen lohnen, auch aus dem Rückblick heraus.

Die Website ist auf Englisch, es gibt aber eine ganze Reihe von Beiträgen, die ins Deutsche übersetzt wurden.

Link: www.globalbass.com

Ein super Live-Erlebnis: Teresa Bergman & Band

Teresa Bergman im Apex (Foto:zappa:lott)

Vor einiger Zeit durfte ich eine Sängerin mit ihrer Band erleben, auf die ich nur per Zufall gestoßen bin: Teresa Bergman.

Nicht nur ihre Stimme ist außergewöhnlich, auch dass, was sie auf der Bühne bietet. Sehr dem Publikum zugewandt, offen, herzlich und vor allem auch spontan. So hat sie ihre Setlist zur (nur kurzen) Überraschung ihrer Band mal eben geändert, „weil ich das Lied gern jetzt spielen möchte“.  Wer die Sängerin erlebt, bekommt eine mitreißende Performance geboten, die energiegeladen und humorvoll die Zuhörer/innen in ihren Bann zieht. Ihre Musik beinhaltet sowohl Folk und Jazz, als auch Scat oder Soul – eine gelungene Mixtur in ihren Songs, die von einer überragenden Musikalität geprägt sind.

Während ihres Auftritts legt die gebürtige Neuseeländerin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt, viel Wert auf die Erklärung einiger Songs, die ihr am Herzen liegen. Ihre Lust zu spielen und zu singen, Raum für Improvisationen zu haben, wird auch durch ihre Mitspieler/in auf der Bühne aufgegriffen. Humor („Wie findet ihr mein goldenes Kondom?„) und gute Laune sind dabei inbegriffen, und so wurde der Auftritt im Göttinger Apex mit Frank („Du darfst mich Onkel Frank nennen„) Schulze (Bass), Schlagzeuger Manuel und Yasmin Hadisubrata (Keyboard) zu einem tollen Event.

Sehr zu empfehlen!

CD: Bird Of A Feather (Musszo Records)

Videos:
Tui sings Blue (neue Single)
Baby Voice
Me Myself And I

Berührung

Liebe ist die Freude, ein liebenswertes und liebendes Wesen zu sehen, zu berühren, es mit allen Sinnen und so nahe wie möglich zu fühlen.
Stendhal


In Beziehungen kann die richtige Berührung zur rechten Zeit beeindruckende Wirkungen zeitigen: Freunden erscheint der Anstieg während einer Bergwanderung weniger steil, wenn sie einander dabei an der Hand halten. Paare tun ihrem Herz etwas Gutes und senken ihren Blutdruck, wenn sie sich bei der morgendlichen oder abendlichen Begrüßung kurz umarmen.

Ob Paare zusammenbleiben und eine erfüllte Beziehung führen, hängt schließlich auch davon ab, wie innig und nah sie sich fühlen und wie intensiv sie sich voneinander – im doppelten Sinne – berühren lassen.

aus: Werner Bartens, Wie Berührung hilft. Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten, Knaur TB, 2014

Mit anschaulichen Beispielen zeigt Bartens, wie und wo zu wenig oder zu viel berührt wurde:  Scheinbar „wilde“ Kinder lassen sich durch Berührungen beruhigen oder eine Körpertherapeutin hilft bei der Heilung. Ein eigenes Kapitel widmet er dem Miteinander von Mann und Frau und den sich daraus ergebenden „Berührungspunkten“ wie etwa beim Sex. Und als Mediziner geht Bartens natürlich darauf ein, was genau die „Gerätemedizin“ verpasst, wenn sie nicht bei Berührungen als Diagnose beginnt. Als prominentes Beispiel beschreibt er, wie Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der [ehemalige] Mannschaftsarzt der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, nur mit seinen Fingern in die Muskeln der Fußballspieler „taucht“, um eine Diagnose stellen zu können.

Weil „Heilung durch Berührung“ zu Unrecht immer noch unterschätzt wird, ist es in Deutschland immer noch unüblich, schreiende Kinder einfach auf den Arm zu nehmen. Zu tief sitzt anscheinend die Angst in vielen Menschen, es könne ein „Zuviel“ an Berührung und Zuwendung geben. Für Bartens ist das Unsinn und er plädiert dafür, endlich von der Idee abzukommen, kleine Kinder aus erzieherischen Gründen schreien zu lassen. Auch hier kann er mit Studien und Untersuchungen verschiedener Fachrichtungen aufwarten und seine These untermauern: zu viel Berührung geht eigentlich gar nicht. Menschen brauchen Berührung, um sich wohl zu fühlen, körperlich und seelisch wachsen und gedeihen zu können.
Und auch die Sache mit der Badewanne und dem Tee scheint nach der Lektüre einleuchtend, wenn Bartens  durch das Zitieren wissenschaftlicher Studien untermauert, dass eine warme Badewanne oder ein warmer Tee uns am ganzen Körper berühren – bis in die Seele!

Alexandra Hessler

Was trägt zum Glück bei? Freunde!

 

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen in den vergangenen Jahren haben ergeben, was ohnehin selbstverständlich erscheint: Freunde fördern das Wohlbefinden. Der Grund, weshalb die Forscher großen Aufwand betrieben, um eine auf den ersten Blick höchst triviale Frage zu beantworten: Sie wollten die umgekehrte Kausalität ausschließen – dass der augenfällige Zusammenhang zwischen Freundschaft und Glück also schon deshalb zustande kommt, weil glückliche Menschen leichter Kontakte schließen.

Freundschaften haben aber noch weitere positive Effekte. Sie halten gesund, mehr noch: Sie können das Leben des Einzelnen sogar um Jahre verlängern. Das zeigte sich kürzlich bei einer über zehn Jahre laufenden Studie mit fast 1500 australischen Männern und Frauen im Alter von mehr als 70 Jahren. Das Ergebnis: Ein starkes Netz aus Freunden erhöhte die Lebenserwartung der Probanden um bis zu 22 Prozent.

Dagegen blieb ein enger Kontakt mit den eigenen Kindern oder mit Verwandten ohne vergleichbare Effekte. Die Forscher führen das darauf zurück, dass Menschen sich ihre Freunde im Gegensatz zu ihren Verwandten selbst auswählen können.

Die positiven Effekte wirken allerdings vor allem dann, wenn die Beziehung zu Freunden nicht ausschließlich dem gegenseitigen Nutzen oder dem gemeinsamen Vergnügen dient. Glücks- und gesundheitsfördernd ist vor allem jene Form der Freundschaft, die der griechische Philosoph Aristoteles bereits vor über 2000 Jahren als „tugendhaft“ bezeichnete: ein vertrautes Miteinander in gegenseitiger Anteilnahme und Fürsorge. Im Idealfall trifft man sich häufig, mindestens einmal pro Woche.

Wie viele Freunde ein Mensch hat, ist dabei nicht wichtig, sondern dass er überhaupt vertraute Beziehungen pflegt.

aus: Susanne Paulsen, Niemand ist eine Insel. In: Glück. Wie das Leben gelingt. GEO Wissen. eBook Nr.1, Hamburg 2014

Trump lügt und macht unbeirrt weiter

How low has President Obama gone to tapp my phones during the very sacred election process. This is Nixon/Watergate. Bad (or sick) guy!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 4. März 2017

Der „King of fake news“ bleibt seinem Stil treu, indem er Behauptungen aufstellt, die er nicht belegen kann. Doch auch das Wiederholen unwahrer Aussagen macht es nicht besser.

Donald Trump ist ein Meister des „Gaslighting“. Er lügt, um jedes Gefühl für die Wahrheit zu zerstören. Er führt in die Irre, um einem den Orientierungssinn zu vernebeln. Es sind die klassischen Manipulationstricks von Autokraten, die einen in den politischen Wahnsinn treiben oder zumindest so viel Chaos säen sollen, dass nur noch ein Wort zählt – das der Manipulatoren.
Marc Pitzke auf spiegel.de

Doch nun hat der Manipulator einen Rückschlag bekommen. FBI-Chef Comey und sein NSA-Kollege Rogers haben den Vorwurf Trumps, er sei im Auftrag Obamas abgehört worden, in einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses als „Unsinn und völlig lächerlich“ entlarvt.

Doch das ist Trump egal, er wiederholt seine falschen Behauptungen und seine Anhänger glauben dem King of fake news. Ob er für seine Lügen und „alternative Fakten“ jemals bestraft wird?

Nach einer Umfrage des Gallup-Instituts vom 18. März 2107 bewerten nur noch 37 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung als positiv,  58 Prozent missbilligen seine politische Arbeit.

 

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