DikoWeb

Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

R.I.P – Lyle Mays (1953 – 2020)

Lyle Mays, der ehemalige Keyboarder der Pat Metheny Group, starb am 10. Februar 2020 im Alter von 66 Jahren nach einem „langen Kampf mit einer wiederkehrenden Krankheit“, schrieb Pat Metheny auf seiner Website.

„Lyle war einer der größten Musiker, die ich je gekannt habe“, so Metheny. „Über mehr als 30 Jahre hinweg war jeder Moment, den wir in der Musik teilten, etwas Besonderes. Von den ersten Tönen, die wir zusammen spielten, hatten wir eine unmittelbare Verbindung. Seine umfassende Intelligenz und musikalische Weisheit haben jeden Aspekt seines Wesens in jeder Hinsicht geprägt. Ich werde ihn von ganzem Herzen vermissen.“

Zur Erinnerung: Pat Metheny Group – Close To Home (Live 1982 beim Montreux Jazz Festival)

 

Lexikon der Superhelden-Filme

Das Lexikon der Superhelden Filme von Peter Hofmann ist in neuer Auflage erschienen. Es handelt sich um ein Genre, dass sich insbesondere durch Superman stark entwickelt hat. War es früher „ein Nischenprodukt für Comic-Fans und das Kind im Manne, ist heute die ganze Familie die Zielgruppe„.

In diesem Lexikon werden von Hoffmann alle Superhelden-Filme seit 1978 besprochen, werden Cast & Crew benannt und die Zusammenhänge der unterschiedlichen Universen aufgezeigt. Dabei wird so manche/r auf Filme und Superhelden treffen, die bisher noch unbekannt waren, von Aeon Flux bis Zebraman.

„Ich habe mich ganz bewusst für die Auswahl entschieden, die Sie in diesem Buch vorfinden. Oft war es schwierig, eine Grenze zu ziehen und ich habe mich daher an anderen Quellen orientiert. Das Buch erscheint jährlich neu, es ist das einzige deutschsprachige Superhelden Filmlexikon.“ (Peter Hofmann im Vorwort)

Buchtipp: Jean Ziegler

Jean Ziegler, „Was ist so schlimm am Kapitalismus? Antworten auf die Fragen meiner Enkelin“

Originaltitel: LE CAPITALISME EXPLIQUE A MA PETITE-FILLE
Originalverlag: Éditions du Seuil, Paris 2018
Aus dem Französischen von Hainer Kober

Deutsche Erstausgabe, Verlag C. Bertelsmann | ISBN: 3570103706 | 2019 | 128 Seiten

Leben wir mit dem Kapitalismus in der besten aller Welten? Dass Jean Ziegler dieser Ansicht entschieden widerspricht, wissen seine Leser. Jetzt erklärt er seiner Enkeltochter Zohra und ihrer Generation, welchen unmenschlichen Preis wir für dieses System zahlen, warum es „radikal zerstört“ werden muss und mit dem weltweiten Erstarken der Zivilgesellschaft eine neue Antwort der Geschichte heraufzieht.

Wie in all seinen provokanten Analysen stellt sich Ziegler in unmissverständlicher Klarheit den Fragen von Zohra: Der Kapitalismus ist als „kannibalische Weltordnung“ unreformierbar. Und er zeigt sich überzeugt, dass dessen Abschaffung eine kraftvolle Utopie ist, an deren Verwirklichung bereits Millionen Menschen arbeiten und sich als breite Widerstandsfront formieren.

Eine ermutigende Streitschrift des bekannten Kapitalismus- und Globalisierungskritikers.

»Sein Enkelbuch ist ein authentisches Zeugnis eines von keinerlei Ernüchterung getrübten linken Denkens.« NZZ am Sonntag

Kurzvita

Jean Ziegler, geboren 1934, lehrte Soziologie in Genf und an der Sorbonne, war bis 1999 Nationalrat im eidgenössischen Parlament und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Außerdem ist er Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von »Business Crime Control«. Zieglers Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst. Zuletzt erschienen die Bestseller »Ändere die Welt!« (2015) und »Der schmale Grat der Hoffnung« (2017).

Genesis – Live in Rom (2007)

Ein YouTube-Ausschnitt aus der DVD „When in Rome“ (2007). Genesis spielen „Firth Of Fifth / I Know What I Like“ mit einem tollen Solo von Daryl Stuermer:

Hamburg Blues Band – Live

Die Hamburg Blues Band mit Krissy Matthews und special guest Pete Brown live 2017:

Valašský Špalíček 24.06.2017

Trump, der Kreidefresser

Anderes fällt mir dazu nicht ein. Ein Präsident, der durch seine Reden und Tweets  den Weg für Hassverbrechen ebnet, erklärt nun, es müssen „diese finsteren Ideologien […] besiegt werden. Hass hat keinen Platz in Amerika.

Unglaublich, aber wahr: Immer wieder beschwört Donald Trump die Gefahr einer „Invasion“ aus Mittel- und Südamerika. Pauschal beschimpft er Mexikaner als „Vergewaltiger“. Politikerinnen der Demokraten überzieht er mit einer offen rassistischen Kampagne. Und dann dieser Satz, mit dem er auf die Massaker von El Paso und Dayton reagiert: „Hass hat in unserem Land keinen Platz.“ Man fasst sich an den Kopf.

Natürlich ist Trump nicht direkt verantwortlich für die neuen Blutbäder. Ähnliche Taten hat es in den USA auch schon vor seiner Amtszeit gegeben. Indirekt aber trägt der Präsident mit seiner verantwortungslosen Rhetorik massiv bei zu einem Klima von Hass und Menschenverachtung. Offen und skrupellos befeuert er nationalistische Überfremdungsängste. Die laxen Waffengesetze tun ein Übriges, die USA zu einem Brennpunkt der Gewalt zu machen.

Auszug aus dem Kommentar von Uwe Westdörp, Redakteuer der Neuen Osnabrücker Zeitung

Dass Trump mit dazu beigetragen hat, den Hass zu schüren, davon ist der mexikanische Historiker Lorenzo Meyer überzeugt: „Trump ist Rassist“, sagte Meyer am Montagmorgen im Radioprogramm der prominenten mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui. „Er hat den Hass auf die Mexikaner angeheizt“. [Quelle]

Verwunderlich bleibt die Reaktion der mexikanischen Regierung auf das Attentat von El Paso, die sich mit Kritik am amerikanischen Präsidenten sehr zurück hält. „Sie vergessen den Diskurs des antimexikanischen Hasses und seinen wichtigsten Verkünder„, kritisierte der ehemalige mexikanische Außenminister Jorge G. Castañeda. [Quelle]

 

Seite 49 von 56

Präsentiert von TeBuS & Theme erstellt von Anders Norén