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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Hört auf zu arbeiten! Moment, Moment, Moment!

 

Zweitens: Die gute Arbeit ist vertraute, nützliche und produktive Arbeit. Aber sie lässt bei aller Professionalität, bei allem Können und bei all der guten Ausbildung unsere Augen nicht funkeln. Denn sie basiert in ihrem Kern auf einem Deal. Und dieser Deal heißt Arbeitskraft gegen Geld. Dennoch fühlt sich gute Arbeit nicht schlecht an. Wir sind schließlich erfahren darin, erledigen sie gut und zuverlässig, und sie bringt uns im Alltag viele Vorzüge und Annehmlichkeiten. Gute Arbeit wird vom System honoriert.

Was wir jedoch immer schmerzhafter merken, ist, dass die gute Arbeit nicht mehr wirklich zu unseren eigenständigen, komplexen und anspruchsvollen Persönlichkeiten und Bedürfnissen hier und heute passt. Nicht nur die miese Arbeit, auch die gute Arbeit laugt mit der Zeit aus, wenn auch auf einer höheren Ebene und im Rahmen eines komfortablen, materiell abgefederten Lebens. Sie basiert auf dem Höher-schneller-weiter-Anreiz und lässt uns ewig rennen, aber nie ankommen. Deswegen: Wir suchen eine Alternative dazu!

Drittens: Die Alternative, »mein Ding« zu machen, bedeutet nichts weiter, als zu versuchen, ohne Netz und doppelten Boden, also ohne sichernden Vertrag, auf eigene Faust im System eine Nische zu finden. IM System!

Der Antrieb zu dieser Entscheidung ist nicht zu kritisieren, nein, er ist zu begrüßen, zu loben, zu fördern: Diese Menschen wollen endlich glücklich sein! Und sie haben vollkommen recht, wenn sie der Meinung sind, dass niemand glücklich und erfüllt leben kann, ohne eine alltägliche Aufgabe zu haben, in der sich die individuelle Persönlichkeit ausdrücken kann, die einem liegt, die die höchst eigenen Talente und Fähigkeiten möglichst umfassend zur Wirkung kommen lässt. Den Stolz auf das eigene Werk kompromisslos zu verfolgen, sich zu fragen: »Was treibt mich an?« – das ist die richtige Spur.“


Trumpel’s Lügenparade – the king of fake

Der master of desaster wird immer besessener und begibt sich immer mehr auf Putin und Erdogan’s antidemokratische Spuren. Ausgerechnet er, der in seinen ersten Wochen der Präsidentschaft zum king of lies geworden ist, verunglimpft die Presse und spricht von „fake news“.

Dabei können seine Aussagen oft nachweislich widerlegt werden, wie es u.a. die Washington Post für die Rede Trumps am 24.02.17 getan hat. Aber damit setzen sich unsere rechten Publizisten natürlich nicht auseinander. Stattdessen feiern sie ihn und es wird eine Verlogenheit an den Tag gelegt, indem man der „Systempresse“, die Trump hinterfragt, eine „arrogante Ignorierung des Wählerwillensunterstellt, obwohl man selbst Wahlen ablehnt: „Wählen war gestern – jetzt nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand!“ (sic!)

Jeder entlarvt sich halt so gut er kann. Auch da ist Trump ja Vorbild genug…

..und was ist mit Riechen?

Zwei Umarmungen täglich senken den Blutdruck! Überraschende Erkenntnisse über die Kraft der Berührung:
Werner Bartens zeigt, so anschaulich wie alltagstauglich, was Medizin und Neurowissenschaft in den letzten Jahren im Bereich der Berührung, der Haptik, der körperlichen und seelischen Gesundung erforscht haben. Berührung ist ein universeller Schlüssel zu den oft verschütteten Gefühlen, die uns antreiben oder behindern. Richtig eingesetzt, eröffnet die Berührung neue Erlebenswelten und lässt jeden Einzelnen erkennen, was für ihn wirklich wichtig ist.

Gegensätze ziehen sich an. Diese Volksweisheit bezieht sich aber nicht nur auf unterschiedliche Charaktere, sondern eben auch auf die physiologischen Eigenheiten der Menschen. Denn die persönliche Duftnote des anderen wird dann als besonders attraktiv empfunden, wenn sie sich von der eigenen deutlich unterscheidet. Man kann sich dann besonders gut riechen, wenn man sich – zumindest aus olfaktorischer Sicht – möglichst fremd ist. Ist der Geruch dem eigenen ähnlich, wird er hingegen als unattraktiv empfunden.

Der Grund für diese Bevorzugung des Fremden ist rein biochemischer Natur: Über die Haut dringen chemische Duftstoffe nach außen, die bei jedem Menschen unterschiedlich sind und die auch als sexuelle Lockstoffe fungieren – natürlich nur, wenn man sich mag. In einigen afrikanischen Stammesgesellschaften beschnuppern sich Männer und Frauen, die sich füreinander interessieren, gegenseitig unter den Achseln und im Schritt des anderen; also an jenen Stellen, an denen besonders viel Schweiß und Duftsekrete abgegeben werden. Gefällt das Odeur, kann man sich näherkommen.

Auch unter den eingeborenen Stammesgesellschaften der Bayern waren Schweißtücher noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf ländlichen Festen sehr beliebt. Wenn er während des Schuhplattlers oder beim Volkstanz so richtig erhitzt war, zog der Mann anschließend sein Tuch unter der Achsel entlang und wirbelte es in der Luft herum, damit etwaige Interessentinnen zum Dufttest antanzen und daran schnuppern konnten. Sich erst mal zu »beschnuppern«, bevor man sich aufeinander einlässt, hat daher nicht nur für die Tierwelt Bedeutung, sondern auch beim Menschen.

aus: Werner Bartens, Wie Berührung hilft. Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten (2014)

Double Trouble Tour 2017

Am 07. März 2017 um 20.00 Uhr kann man im Rahmen der „Double Trouble-Tour“ Jane Lee Hooker & Layla Zoe im Gemeindesaal Lindewerra erleben. Eure Chance, zwei aufsteigende Stars zu sehen, die Back-to-Back-Sets auf einem hohen Niveau spielen.

Mit dem Debütalbum „No B!“ feierte die fünfköpfige New Yorker Band Jane Lee Hooker im vergangenen Jahr die Raketenwerfer-Klassiker von Willie Dixon’s Shake For Me bis Albert King’s The Hunter und das Genre für eine neue Generation. „Nicht viele Bands fangen die Aufregung, den Schweiß und das Charisma die diese 70er-Bands erzeugt haben, wirklich ein“, sagen sie. „Wir haben diesen Geist, er sickert aus uns.“ No B! Wurde von dem britischen Classic Rock Magazin hoch gelobt, aber Sie haben nicht die volle Jane Lee Hooker-Erfahrung, bis Sie es nicht live miterleben haben. „Unsere Live-Shows sind ein Phänomen“, erklärt die Band. „Wir spielen hart, schnell und laut – und wir nehmen das Publikum gerne auf eine emotionale Rock’n’Roll-Reise mit.“

„Für Double Trouble 2017“, fügen sie hinzu, „werden wir alle Songs aus unserem Debütalbum spielen und einige unserer neuen Stücke, die auf unserem zweiten Album sein werden. Wir freuen uns darauf neue Fans zu treffen und neue Leute mit unserem Sound zu begeistern. Es ist eine wirklich tolle Mischung aus Rock, Blues und Soul.“

Die zweite großartige Künstlerin: Layla Zoe. Im Moment ist die kanadische Singer-Songwriterin an der Spitze, nachdem sie ihre aufregende Stimme und eine umwerfende Vielfältigkeit mit dem gefeierten letztjährigen zehnten Album Breaking Free präsentiert. Von der konfessionellen Ballade „Sweet Angel“ bis hin zur Zeppelin-Swagger „Backstage Queen“ sind es Songs, die sich in der Talent-Show-Ära abheben und tief in die Seele reichen. Wie Layla sagt: „Ich reiße Menschen die Herzen heraus, dann setze ich sie wieder ein.“

Seit sie mit ihrer ersten Toronto-Band im Alter von 14 Jahren und anschließend auf Bühnen von Montreux bis zum Rockpalast spielte, kann Layla eine Menge auf der Bühne zeigen. „Meine Live-Shows sind sehr verschieden“, sagt sie. „Ich bin dafür bekannt gleichzeitig taff, energisch, leidenschaftlich und zärtlich zu sein. Häufig sagen Leute mir, dass sie bei meinen Shows geweint haben, entweder weil die Musik oder die Gefühle tief in ihre Herzen schlagen.“ „Für Double Trouble“, fügt sie hinzu, „Freue ich mich darauf Songs von Breaking Free zu spielen, aber auch ein paar ältere Songs und vielleicht ein Cover. Und wer weiß? Vielleicht kommen wir irgendwann mal zusammen auf die Bühne …“

Nicht versäumen und rechtzeitig Karten sichern!

Ist Walken Sport?

 

Walken ist kein Sport!

Mit Walking lässt sich kein signifikanter Gesundheitsnutzen erzielen. So lautet das Urteil eines Forscherteams der University of Alberta. Die Wissenschaftler verglichen ein 10 000-Schritt-Übungsprogramm mit einem moderaten Fitnesstraining.

128 Personen nahmen an dem sechsmonatigen Training teil. Am Ende stand fest: Das Fitnesslevel verbesserte sich in der zweiten Gruppe deutlich mehr. Die Sauerstoffaufnahme der Walker erhöhte sich in dieser Zeit nur um vier Prozent, bei den anderen Teilnehmern um zehn. Andere Gesundheitsindikatoren, wie Glukosewert und Blutfett, veränderten sich gar nicht.

Sanftes Training wie das Walken, bilanzierten die kanadischen Forscher, reiche nicht aus, um fit zu werden. Es könne allenfalls als Einstieg in die Welt des Sports dienen.

Aus: Achim Achilles, Das Walker-Hasser-Manifest. Warum muss ein ganzes Land am Stock gehen? Heyne Verlag 2007

Walken – eine Plage

Sie sind die Pest. Allein dieses Outfit – ein ästhetischer GAU. Aber es werden immer mehr. Sie sind überall. Der Wald wird zur Kampfzone. Auf ins Gefecht!


Man hört sie schon von Weitem am Schrappen ihrer Stöcke. Sie sind gefährlich, gemein und rücksichtslos. Sie werden immer bedrohlicher, ich verachte sie zutiefst: Walker. Wenn sie zu dritt nebeneinander auf dem Waldweg ihre albernen Aluminiumrohre finnischer Herkunft hinter sich herziehen, muss ich beim Überholen aufpassen, dass ich nicht über einen ihrer Prügel stolpere und mir alle Knochen breche.

Kommen sie mir entgegen, gucken sie so entschlossen und selbstgewiss durch ihre 200 Euro teure Oakley-Colorverglasung, dass mir angst und bange wird. Wir sind die Guten, die Gesunden, sagen ihre stolzen Blicke, wir strapazieren unsere Gelenke nicht, wir gehen sanft und rücksichtsvoll mit unserem Körper um, wir sind keine brachialen Brechmänner, die mit 40 Jahren immer noch so tun, als sprängen sie randvoll mit Testosteron über eine Bullenwiese.


Aus: Achim Achilles, Das Walker-Hasser-Manifest. Warum muss ein ganzes Land am Stock gehen? Heyne Verlag 2007

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