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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Ein super Live-Erlebnis: Teresa Bergman & Band

Teresa Bergman im Apex (Foto:zappa:lott)

Vor einiger Zeit durfte ich eine Sängerin mit ihrer Band erleben, auf die ich nur per Zufall gestoßen bin: Teresa Bergman.

Nicht nur ihre Stimme ist außergewöhnlich, auch dass, was sie auf der Bühne bietet. Sehr dem Publikum zugewandt, offen, herzlich und vor allem auch spontan. So hat sie ihre Setlist zur (nur kurzen) Überraschung ihrer Band mal eben geändert, „weil ich das Lied gern jetzt spielen möchte“.  Wer die Sängerin erlebt, bekommt eine mitreißende Performance geboten, die energiegeladen und humorvoll die Zuhörer/innen in ihren Bann zieht. Ihre Musik beinhaltet sowohl Folk und Jazz, als auch Scat oder Soul – eine gelungene Mixtur in ihren Songs, die von einer überragenden Musikalität geprägt sind.

Während ihres Auftritts legt die gebürtige Neuseeländerin, die seit einigen Jahren in Berlin lebt, viel Wert auf die Erklärung einiger Songs, die ihr am Herzen liegen. Ihre Lust zu spielen und zu singen, Raum für Improvisationen zu haben, wird auch durch ihre Mitspieler/in auf der Bühne aufgegriffen. Humor („Wie findet ihr mein goldenes Kondom?„) und gute Laune sind dabei inbegriffen, und so wurde der Auftritt im Göttinger Apex mit Frank („Du darfst mich Onkel Frank nennen„) Schulze (Bass), Schlagzeuger Manuel und Yasmin Hadisubrata (Keyboard) zu einem tollen Event.

Sehr zu empfehlen!

CD: Bird Of A Feather (Musszo Records)

Videos:
Tui sings Blue (neue Single)
Baby Voice
Me Myself And I

Berührung

Liebe ist die Freude, ein liebenswertes und liebendes Wesen zu sehen, zu berühren, es mit allen Sinnen und so nahe wie möglich zu fühlen.
Stendhal


In Beziehungen kann die richtige Berührung zur rechten Zeit beeindruckende Wirkungen zeitigen: Freunden erscheint der Anstieg während einer Bergwanderung weniger steil, wenn sie einander dabei an der Hand halten. Paare tun ihrem Herz etwas Gutes und senken ihren Blutdruck, wenn sie sich bei der morgendlichen oder abendlichen Begrüßung kurz umarmen.

Ob Paare zusammenbleiben und eine erfüllte Beziehung führen, hängt schließlich auch davon ab, wie innig und nah sie sich fühlen und wie intensiv sie sich voneinander – im doppelten Sinne – berühren lassen.

aus: Werner Bartens, Wie Berührung hilft. Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten, Knaur TB, 2014

Mit anschaulichen Beispielen zeigt Bartens, wie und wo zu wenig oder zu viel berührt wurde:  Scheinbar „wilde“ Kinder lassen sich durch Berührungen beruhigen oder eine Körpertherapeutin hilft bei der Heilung. Ein eigenes Kapitel widmet er dem Miteinander von Mann und Frau und den sich daraus ergebenden „Berührungspunkten“ wie etwa beim Sex. Und als Mediziner geht Bartens natürlich darauf ein, was genau die „Gerätemedizin“ verpasst, wenn sie nicht bei Berührungen als Diagnose beginnt. Als prominentes Beispiel beschreibt er, wie Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der [ehemalige] Mannschaftsarzt der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, nur mit seinen Fingern in die Muskeln der Fußballspieler „taucht“, um eine Diagnose stellen zu können.

Weil „Heilung durch Berührung“ zu Unrecht immer noch unterschätzt wird, ist es in Deutschland immer noch unüblich, schreiende Kinder einfach auf den Arm zu nehmen. Zu tief sitzt anscheinend die Angst in vielen Menschen, es könne ein „Zuviel“ an Berührung und Zuwendung geben. Für Bartens ist das Unsinn und er plädiert dafür, endlich von der Idee abzukommen, kleine Kinder aus erzieherischen Gründen schreien zu lassen. Auch hier kann er mit Studien und Untersuchungen verschiedener Fachrichtungen aufwarten und seine These untermauern: zu viel Berührung geht eigentlich gar nicht. Menschen brauchen Berührung, um sich wohl zu fühlen, körperlich und seelisch wachsen und gedeihen zu können.
Und auch die Sache mit der Badewanne und dem Tee scheint nach der Lektüre einleuchtend, wenn Bartens  durch das Zitieren wissenschaftlicher Studien untermauert, dass eine warme Badewanne oder ein warmer Tee uns am ganzen Körper berühren – bis in die Seele!

Alexandra Hessler

Was trägt zum Glück bei? Freunde!

 

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen in den vergangenen Jahren haben ergeben, was ohnehin selbstverständlich erscheint: Freunde fördern das Wohlbefinden. Der Grund, weshalb die Forscher großen Aufwand betrieben, um eine auf den ersten Blick höchst triviale Frage zu beantworten: Sie wollten die umgekehrte Kausalität ausschließen – dass der augenfällige Zusammenhang zwischen Freundschaft und Glück also schon deshalb zustande kommt, weil glückliche Menschen leichter Kontakte schließen.

Freundschaften haben aber noch weitere positive Effekte. Sie halten gesund, mehr noch: Sie können das Leben des Einzelnen sogar um Jahre verlängern. Das zeigte sich kürzlich bei einer über zehn Jahre laufenden Studie mit fast 1500 australischen Männern und Frauen im Alter von mehr als 70 Jahren. Das Ergebnis: Ein starkes Netz aus Freunden erhöhte die Lebenserwartung der Probanden um bis zu 22 Prozent.

Dagegen blieb ein enger Kontakt mit den eigenen Kindern oder mit Verwandten ohne vergleichbare Effekte. Die Forscher führen das darauf zurück, dass Menschen sich ihre Freunde im Gegensatz zu ihren Verwandten selbst auswählen können.

Die positiven Effekte wirken allerdings vor allem dann, wenn die Beziehung zu Freunden nicht ausschließlich dem gegenseitigen Nutzen oder dem gemeinsamen Vergnügen dient. Glücks- und gesundheitsfördernd ist vor allem jene Form der Freundschaft, die der griechische Philosoph Aristoteles bereits vor über 2000 Jahren als „tugendhaft“ bezeichnete: ein vertrautes Miteinander in gegenseitiger Anteilnahme und Fürsorge. Im Idealfall trifft man sich häufig, mindestens einmal pro Woche.

Wie viele Freunde ein Mensch hat, ist dabei nicht wichtig, sondern dass er überhaupt vertraute Beziehungen pflegt.

aus: Susanne Paulsen, Niemand ist eine Insel. In: Glück. Wie das Leben gelingt. GEO Wissen. eBook Nr.1, Hamburg 2014

Trump lügt und macht unbeirrt weiter

How low has President Obama gone to tapp my phones during the very sacred election process. This is Nixon/Watergate. Bad (or sick) guy!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 4. März 2017

Der „King of fake news“ bleibt seinem Stil treu, indem er Behauptungen aufstellt, die er nicht belegen kann. Doch auch das Wiederholen unwahrer Aussagen macht es nicht besser.

Donald Trump ist ein Meister des „Gaslighting“. Er lügt, um jedes Gefühl für die Wahrheit zu zerstören. Er führt in die Irre, um einem den Orientierungssinn zu vernebeln. Es sind die klassischen Manipulationstricks von Autokraten, die einen in den politischen Wahnsinn treiben oder zumindest so viel Chaos säen sollen, dass nur noch ein Wort zählt – das der Manipulatoren.
Marc Pitzke auf spiegel.de

Doch nun hat der Manipulator einen Rückschlag bekommen. FBI-Chef Comey und sein NSA-Kollege Rogers haben den Vorwurf Trumps, er sei im Auftrag Obamas abgehört worden, in einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses als „Unsinn und völlig lächerlich“ entlarvt.

Doch das ist Trump egal, er wiederholt seine falschen Behauptungen und seine Anhänger glauben dem King of fake news. Ob er für seine Lügen und „alternative Fakten“ jemals bestraft wird?

Nach einer Umfrage des Gallup-Instituts vom 18. März 2107 bewerten nur noch 37 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung als positiv,  58 Prozent missbilligen seine politische Arbeit.

 

Hört auf zu arbeiten! Moment, Moment, Moment!

 

Zweitens: Die gute Arbeit ist vertraute, nützliche und produktive Arbeit. Aber sie lässt bei aller Professionalität, bei allem Können und bei all der guten Ausbildung unsere Augen nicht funkeln. Denn sie basiert in ihrem Kern auf einem Deal. Und dieser Deal heißt Arbeitskraft gegen Geld. Dennoch fühlt sich gute Arbeit nicht schlecht an. Wir sind schließlich erfahren darin, erledigen sie gut und zuverlässig, und sie bringt uns im Alltag viele Vorzüge und Annehmlichkeiten. Gute Arbeit wird vom System honoriert.

Was wir jedoch immer schmerzhafter merken, ist, dass die gute Arbeit nicht mehr wirklich zu unseren eigenständigen, komplexen und anspruchsvollen Persönlichkeiten und Bedürfnissen hier und heute passt. Nicht nur die miese Arbeit, auch die gute Arbeit laugt mit der Zeit aus, wenn auch auf einer höheren Ebene und im Rahmen eines komfortablen, materiell abgefederten Lebens. Sie basiert auf dem Höher-schneller-weiter-Anreiz und lässt uns ewig rennen, aber nie ankommen. Deswegen: Wir suchen eine Alternative dazu!

Drittens: Die Alternative, »mein Ding« zu machen, bedeutet nichts weiter, als zu versuchen, ohne Netz und doppelten Boden, also ohne sichernden Vertrag, auf eigene Faust im System eine Nische zu finden. IM System!

Der Antrieb zu dieser Entscheidung ist nicht zu kritisieren, nein, er ist zu begrüßen, zu loben, zu fördern: Diese Menschen wollen endlich glücklich sein! Und sie haben vollkommen recht, wenn sie der Meinung sind, dass niemand glücklich und erfüllt leben kann, ohne eine alltägliche Aufgabe zu haben, in der sich die individuelle Persönlichkeit ausdrücken kann, die einem liegt, die die höchst eigenen Talente und Fähigkeiten möglichst umfassend zur Wirkung kommen lässt. Den Stolz auf das eigene Werk kompromisslos zu verfolgen, sich zu fragen: »Was treibt mich an?« – das ist die richtige Spur.“


Trumpel’s Lügenparade – the king of fake

Der master of desaster wird immer besessener und begibt sich immer mehr auf Putin und Erdogan’s antidemokratische Spuren. Ausgerechnet er, der in seinen ersten Wochen der Präsidentschaft zum king of lies geworden ist, verunglimpft die Presse und spricht von „fake news“.

Dabei können seine Aussagen oft nachweislich widerlegt werden, wie es u.a. die Washington Post für die Rede Trumps am 24.02.17 getan hat. Aber damit setzen sich unsere rechten Publizisten natürlich nicht auseinander. Stattdessen feiern sie ihn und es wird eine Verlogenheit an den Tag gelegt, indem man der „Systempresse“, die Trump hinterfragt, eine „arrogante Ignorierung des Wählerwillensunterstellt, obwohl man selbst Wahlen ablehnt: „Wählen war gestern – jetzt nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand!“ (sic!)

Jeder entlarvt sich halt so gut er kann. Auch da ist Trump ja Vorbild genug…

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