DikoWeb

Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

TrumpFile.org

Es gibt schon eine ganze Reihe von Büchern über diesen dümmlichen, aber gefährlichen Autokraten, der die USA undemokratisch umbauen will. Die jeweiligen Autor*innen sind sich einig in der Charakterisierung Trumps „als intellektuell minderbemittelt, selbstbezogen, kenntnisfrei, lern-, lese- und auch sonst faul, misogyn, hochfahrend, unkonzentriert, beratungsresistent, fernsehsüchtig, kleingeistig, nachtragend, Autokraten zugeneigt und so weiter.“ [Die Zeit]

Eine neue, interessante amerikanische Website, die zu den bekannten Informationen viele weitere über Trump, seine Geschäfte, Machenschaften und die Rolle seiner Familie sowie JD Vance und Konsorten zusammenstellt, ist:

TrumpFile.org ist eine kostenlose Informationsquelle, die sich mit der Unmoral, den Gesetzesverstößen und der Korruption von Donald Trump und seinen Verbündeten befasst – im Inland, im Ausland und im Kongress.

Die Website begann als Projekt eines besorgten Amerikaners und wurde Mitte 2021 inaktiv. Drei Jahre später bot Deprogram America an, der Website neues Leben einzuhauchen und das Projekt des Gründers vor den Wahlen 2024 einem breiteren nationalen Publikum zugänglich zu machen.

Heute ist es ein kleines Team von Autoren und Forschern unter der Leitung des Gründers von TrumpFile.org, das durch Spenden an Deprogram America finanziert wird, die sich für die Wahl von Anti-Korruptions-Kandidaten einsetzt, die ebenso transparent über die Bedrohungen für die USA berichten wie TrumpFile.org seit 2020.

TrumpFile.org ist eine Zeitleiste. Jedes Ereignis wird nach dem Zeitpunkt seines Eintretens datiert, nicht nach dem Zeitpunkt, zu dem die Welt davon erfahren hat. Die Website listet chronologisch die Verbrechen und die Korruption von Donald Trump, seiner Regierung und seinen Verbündeten auf.

Was ist Deprogram America?

Wir sind Wissenschaftler und unabhängige Forscher, die dafür bekannt sind, politische Korruption und Vertuschungen aufzudecken. In diesem Jahr schließen wir uns zusammen, um die Wähler vor dem Projekt 2025 und dem Council for National Policy zu warnen, den christlichen Nationalisten, die die Republikanische Partei gekauft haben und nun unsere Regierung ins Visier nehmen.

Der Zusammenbruch von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung lehrt uns eine Lektion:
Die Wahrheit mag wehtun, aber Lügen bringen dich um.

So der übersetzte Text zu den Zielen von Deprogramm America.

Schon wieder Lieblingslieder

Eine Auswahl aus meinen „all-time greats“:

Neil Young – Like A Hurricane (American Stars ‚N Bars, 1977)
Roger Daltrey – Under A Raging Moon (Under A Raging Moon, 1985)
Sophie Zelmani – You & Him (Sophie Zelmani, 1991)
Vinyl Theatre – Creature Of Love (Gold, 2013)
The Fixx – Secret Separation (Walkabout, 1986)
Cat Stevens – Sun C79 (Buddha And The Chocolate Box, 1974)
Gordon Giltrap – Nightrider (Fear Of The Dark, 1978)
Simple Minds – I Travel (Empires And Dance, 1980)
Frank Zappa – Florentine Pogen (One Size Fits All, 1975)
The Killers – Mr. Brightside (Jacques Lu Cont’s Thin White Duke Remix)
(Sawdust, 2007)

Dzyan

Das Quintett Dzyan aus dem Raum Mannheim/Frankfurt am Main war „eines der dunkelsten Juwelen der Krautrock- Szene der frühen 70er und mischte kreativ Elemente aus Rock, improvisiertem Jazz, Elektronik und Ethnomusik aus Asien zu etwas ganz Besonderem“ (ALLMUSIC).

Der Bandname wurde aus dem ‚Buch des Dzyan‘ entnommen, einem fiktiven, angeblich sehr alten und geheimen indischen Schöpfungsbuch. Die Band wurde Ende 1971 von dem Multi-Instrumentalisten und Komponisten Reinhard Karwatky in Groß-Gerau, nahe Frankfurt/Main gegründet. Weitere Mitglieder waren Harry Krämer, Jochen Leuschner, Gerd Ehrmann und Ludwig Braum. In der Quintett-Besetzung begann die Gruppe Anfang 1972 zu proben und spielte nach nur zwei Monaten – ohne einen Auftritt – das selbstbetitelte Debüt ein, das auf dem kleinen deutschen Label ARONDA veröffentlicht wurde.

Ein „faszinierendes Album, das heute noch frisch klingt“ (COSMIC EGG). Dzyan spielten eine „leicht jazzige Form des Progressive Rock mit einem Hauch von Wolfgang Dauner, Teilen von Frank Zappas ‚Hot Rats‘ und einigen Saxophonelementen im Van Der Graaf Generator- Stil“ (KRAUTROCK MUSIKZIRKUS). Nach Abschluss der Aufnahmen und kurz vor der Veröffentlichung des Debüts verließen Krämer (Gitarrenstudium) und Braum (Sinfonie-Orchester Koblenz) die Gruppe.

Einen Monat später wurden Eddy Marron (g, voc, saz) (ex-Vita Nova) und Lothar Scharf (dr, ex-Volker Kriegel-Band) in die Besetzung aufgenommen, und die Band entwickelte sich in der zweiten Hälfte 1972 deutlich in Richtung Jazzrock. Nach dem Ausscheiden von Leuschner und Ehrmann im November 1972 und von Scharf († 2009) im Mai 1973 war Dzyan auf das Trio von Marron, Karwatky und Peter Giger (dr, perc) reduziert. Diese rein instrumentale Version von Dzyan veränderte ihren Sound vom ProgRock zum Jazz mit asiatischen Elementen.

Später im Jahr 1973 ging das Trio ins Dierks Studio und nahm das Album ‚Time Machine‘ auf, das von Peter Hauke produziert wurde und das im November 1973 auf dem Label BACILLUS erschien. Das Album bot „erstaunliche Evidenz von ausgeflippten Fusion-Jazz-Titeln, gemischt mit seltsamen Experimenten und viel Mystik“ (PROGARCHIVES). „Interessanter Jazz-Rock, der zeitweise mit folkloristischen Elementen versetzt war und der bisweilen ganz schön in Richtung Mahavishnu Orchestra schielte“ (JAZZ PODIUM). Diese „wirklich starke Jazzrockscheibe gehörte mit zum Besten, was in diesem Bereich in Deutschland in den 70ern produziert worden war. Dem Ganzen hing zudem eine gewisse krautige Rohheit und Holprigkeit an, die der Musik eine sehr eigene, sympathische Note verleihen konnte“ (BABYBLAUE SEITEN).

Anfang 1974 verließ Schlagzeuger Giger die Band für einige Monate, um als Session-Musiker für das Jazz-Label ECM zu arbeiten und um mit Eberhard Weber (ex-Wolfgang Dauner Group) auf Tour zu gehen. Während seiner Abwesenheit half Mark Hellmann (dr) vom Dave Pike Set 79 aus. Als Giger zur Band zurückkehrte, klang Dzyan wieder völlig anders, da Marron und Karwatky mit einer Vielzahl von akustischen Instrumenten experimentiert und sich tiefer mit ethnischer und experimenteller Musik befasst hatten. Das nächste Album des Trios, ‚Electric Silence‘ (1974), war erneut im Dierks Studio entstanden und vom ehemaligen Karlheinz Stockhausen-Techniker Toby Hrycek-Robinson produziert worden.

Die „wohl beste deutsche Band im Jazzrock-Bereich“ (JAZZ PODIUM) veröffentlichte damit „ihr Meisterwerk. Es verband mit Leidenschaft einen stilistischen Jazzrock mit wunderbaren fernöstlichen Elementen. Eine sehr angenehme Reise durch ‚Kraut‘ und ‚kosmische‘ Extravaganzen“ (PROGARCHIVES).

Auf jeden Fall war ‚Electric Silence‘ sicher „mit das Eigenartigste, aber auch Beeindruckendste und Eigenständigste, was im Grenzgebiet von Jazz und Rock in Deutschland produziert wurde“ (BABYBLAUE SEITEN).

Ende 1974, mit dem Weggang des letzten verbliebenen Ur-Mitglieds Reinhard Karwatky, brach auch diese letzte Dzyan-Besetzung auseinander. Damit war die Bandgeschichte beendet. „Ähnlich wie Embryo, Between, Agitation Free u.a. hatten Dzyan ihren eigenen Weg gefunden, Elemente der ethnischen Musik in die archetypischen Jazz- und Rockstile der 70er Jahre zu integrieren“ (COSMIC DREAMS). Marron und Giger gründeten mit dem Jazz-Bassisten Gunter Lenz (ex-Albert-Mangelsdorff-Quintet) das Trio Giger-Lenz-Marron, das „ein wenig wie eine jazzige und weniger experimentelle Ausgabe von Dzyan klang“ (ALLMUSIC). Von diesem Trio gab es zwei Alben, ‚Beyond‘ (1976) und ‚Where The Hammer Hangs‘ (1978). Zwischenzeitlich – im Sommer und Herbst 1974 – war Marron auch Mitglied bei Missus Beastly.

Nach langer Pause: Volker Pispers hört auf

Quelle: conanima

Er war für mich der genialste und bissigste Kabarettist, der kein Blatt vor den Mund nahm und die gesellschadftlichen Zustände anprangerte wie kein anderer. Auch mit Religion hatte er nichts am Hut. Die sei etwas für Leute, „die Trost brauchen und keinen Alkohol vertragen“. Und was solle man davon halten, wenn sich Leute, die an die Jungfrauengeburt glauben, über diejenigen aufregen, die von 72 Jungfrauen im Paradies träumen. Es soll jeder glauben, was er will, so lange es anderen nicht schadet. Aber den Marx-Satz von der Religion als Opium für das Volk hielt er für einen ausgemachten Quatsch. Weil: „Opium ist Bewusstseins erweiternd…

2019 gab er seine letzten Vorstellungen. Nach 5 Jahren Auftrittspause steht jetzt fest, dass er nicht auf die Bühne zurückkehren wird – so verkündete es Pispers auf seiner Website:

Viele werden das nicht verstehen und sehr enttäuscht sein. Das weiß ich aus den vielen Mails, die mich in den letzten Jahren erreicht haben.

Ich darf bei dieser Gelegenheit allen, die noch klar denken können und nicht irgendwelchen Verschwörungstheorien anheim gefallen sind, versichern, dass es meine ureigene Entscheidung ist und ich nie von irgendjemand unter Druck gesetzt worden bin. Ich bin auch nicht krank, sondern genieße es einfach, nicht mehr in der Öffentlichkeit zu stehen.

Aus gegebenem Anlass möchte ich mich an dieser Stelle von allen Coronaleugnern, selbsternannten Querdenkern, AfD-Fans und rechten Extremisten distanzieren.

Diese Leute mißbrauchen aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und alte Texte, um mich in den asozialen Hetzwerken als vermeintlichen Kronzeugen für Ihre kruden bis kranken Ansichten zu präsentieren.

Ich weiß leider nicht, wie ich mich dagegen wehren kann, ohne einen Großteil meiner Lebenszeit damit zu vergeuden, gegen diese Machenschaften vorzugehen.

In aller Klarheit: Ich bin nicht der Meinung, dass die Corona-Pandemie eine Erfindung ist. Es ist auch absoluter Quatsch, dass unsere Politiker die Pandemie nutzen, um eine Diktatur zu errichten.

Über den richtigen Weg in der Pandemie und über die einzelnen Maßnahmen läßt sich selbstverständlich trefflich streiten, aber den Regierenden pauschal zu unterstellen, Ihnen gehe es nur um Repression, ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit.

Das alles ändert überhaupt nichts an der Tatsache, dass ich die von uns gewählten Regierenden für unfähig halte. Gleiches gilt allerdings auch für einen zunehmend größeren Teil der Wählenden.

Ich bedanke mich noch einmal bei allen Veranstaltern und Besuchern für die tolle Zeit.

Quelle: pispers.com

13 Jahre lang hat Pispers unter dem Titel „… bis neulich“ ein ständig weiterentwickeltes und sich veränderndes Programm gespielt. Die letzte Version wurde am 8.12.2015 noch mal aufgezeichnet und ist als Doppel-CD erschienen.

Im Begleittext schreibt Volker Pispers unter anderem:

Eine Passage im Programm lautet schon lange: „Festung Europa heißt: Wir bauen eine neue Mauer. Wenn wir die Mauer gebaut haben, werden wir sie verteidigen müssen. Dann schießen wir eines Tages auf diejenigen, die rein wollen, nicht mehr auf die, die raus wollen. Hoffentlich können wir die alten Mauerschützen schnell genug umschulen. Dann wird sich herausstellen, dass Honnecker moralisch gesehen nur von der falschen Seite geschossen hat.“

Inzwischen haben die Geistesgrößen in der AFD und bei Pegida die Diskussion über den Schießbefehl aufgenommen. Schön zu sehen, dass ausgerechnet diejenigen mehr Mut zum Handeln fordern, die zu feige sind, sich offen zur NPD zu bekennen. Vermutlich wollen jene, die fortwährend beschwören: „Ich bin kein Nazi, aber …“ eigentlich sagen: „aber ich wäre ein ganz guter.“ Während die Braunhirne vor übertriebener Willkommenskultur der Gutmenschen warnen, gehören gewalttätige Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte längst zum deutschen Alltag. Man gewöhnt sich halt an alles.

Übrigens: Wer ernsthaft glaubt, mit Zitaten aus meinen Texten ließen sich die zum Teil menschenverachtenden Ansichten von AFD, Pegida oder NPD untermauern, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Und dass wir Deutschen kein Monopol auf engstirnigen Nationalismus besitzen, beweisen derzeit unsere europäischen Nachbarn.

Bis neulich,
Volker Pispers

Lonely Robot – eine unentdeckte Perle

Benutze ich die falschen musikalischen Informationsquellen oder warum ist mir jemand wie John Mitchell bisher nicht zu Ohren gekommen? Erst heute bin ich auf sein erstes Solo-Projekt „Please Come Home“ gestoßen, welches unter dem Namen Lonely Robot veröffentlicht wurde – dabei ist das Album schon 10 Jahre alt.

Was lässt sich über John Mitchell berichten?

John Mitchell stieg 1997 als Gitarrist der Gruppe ARENA in die Progressive-Szene ein. Er trat in die Fußstapfen des scheidenden Keith More (ASIA), und blieb während der gesamten „Blütezeit“ der Band eine tragende Säule. Während er sich weiterhin für ARENA engagierte, baute Mitchell seinen Prog-Lebenslauf mit The Urbane, John Wetton (Asia, King Crimson) und Bands wie Kino, Frost*, It Bites weiter aus. Zusätzlich zu seiner Gitarrenarbeit war Mitchell auch Leadsänger von Kino und It Bites.

2014 beschloss Mitchell, dass es Zeit war, sein eigenes Projekt zu starten. In der Ankündigung des Plattenlabels Inside Out erklärte er:

„Ich hatte schon lange darüber nachgedacht, ein Album zu machen, bei dem ich von Anfang bis Ende die vollständige Kontrolle über die Musik, die Texte, die Produktion und die Auswahl der Mitwirkenden haben würde – weit über die Idee eines einfachen Soloalbums hinaus. Musikalisch ist dieses Album sehr progressiv, aber es geht mehr um die Atmosphäre als um technisches Können, inspiriert von meiner Liebe zur Science-Fiction und meinem Interesse an der Evolution der Menschheit.“

„Das Befreiendste an Lonely Robot finde ich, dass ich einfach alleine dasitzen, in meinem eigenen Tempo weitermachen und nicht auf andere Leute warten muss!“ [Quelle]

Sein erstes Album unter dem Namen Lonely Robot, „Please Come Home“, wurde im Februar 2015 veröffentlicht und wurde mit einer Reihe von Prog-Größen, darunter dem Schlagzeuger Craig Blundell (Steven Wilson Touring Band, Frost, Steve Hackett) aufgenommen. Auf dem Album sind außerdem Nick Beggs (Kajakoogoo, Steven Wilson), Nik Kershaw, Steve Hogarth (Marillion) sowie Heather Findlay als Gastmusiker zu hören.

Fans von atmosphärischem, etwas poppigem Prog-Rock dürften an Lonely Robot Gefallen finden – so wie ich auch mit 10 Jahren Verpätung…

Duncan Browne – ein verkanntes Genie

Duncan Browne, Jahrgang 1947, war ein herausragender, leider aber auch ziemlich unterschätzter Songwriter.

Als klassischer Gitarrist besuchte er drei Jahre lang die London Academy of Music and Dramatic Art, wo er bei dem legendären Anthony Bowles Komposition und Harmonielehre studierte, der ihn zu einer Karriere in der Musik ermutigte. Duncan hatte auch vor, Schauspieler zu werden, aber seine Musikkarriere begann 1967, als er Andrew Loog Oldham von Immediate Records traf, was 1968 zur Veröffentlichung seines ersten Soloalbums „Give Me Take You“ führte.

Später spielte er eine Hauptrolle in dem deutschen Spielfilm „Zeit für Träume”, bevor er sich mit Mickie Most zusammentat, was 1973 in dem Album „Duncan Browne” bei RAK Records gipfelte. Seine Single „Journey“ mit ihrer außergewöhnlichen spanischen Gitarrenfigur schaffte es 1972 in die Top 20 und wurde zur „ungewöhnlichsten Single des Jahres“ gewählt.

1973 beschloss er, seine klassische Technik auf die E-Gitarre zu übertragen, und lernte in dieser Zeit Peter Godwin kennen. Sie arbeiteten zwei Jahre lang in Paris und London an den prototypischen Songs, dem Sound und dem Stil dessen, was später „Metro“ werden sollte. Duncans einziges Album mit Metro wurde 1976 bei Logo Records veröffentlicht. David Bowie nahm später „Criminal World“ für sein Album „Let’s Dance“ auf.

Zwar war die Band offizell ein Trio. Federführend waren indes vor allem die beiden Vordenker Duncan Browne (nahezu die gesamte Musik und etliche Texte) und Peter Godwin (Vocals, Texte). Gemeinsam nahmen sie 1976 das selbstbetitelte Debütalbum auf. Ein Album, dem in seiner Zeit zwar kein kommerzieller Erfolg beschieden war, welches sich indes rückblickend als sehr einflussreich herausstellt. Es gilt heute zu Recht als früher Klassiker des Genres.

Nach seinem Ausstieg bei „Metro“ begann für Duncan seine kreativste Schaffensphase, die in zwei fantastischen Alben gipfelte: „The Wild Places“ (1978) und „Streets of Fire“ (1979). Die Band, die Duncan für diese Alben zusammenstellte, bestand aus äußerst versierten Studiomusikern. Die Rhythmusgruppe mit Tony Hymas (Keyboards), John Giblin (Bass) und Simon Phillips (Schlagzeug) nahm später mit Peter Townshend, Jeff Beck und Jack Bruce auf.

In den 1980er Jahren konzentrierte sich Duncan auf das Schreiben von Musik für Theater, Fernsehen und Film, insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Sebastian Graham-Jones an „Travelling Man“, dem Soundtrack zur Granada-Fernsehserie, der 1984 veröffentlicht wurde. Ebenfalls unvergesslich war „Salva Me“, gesungen von der Sopranistin Isobel Buchanan für die BBC-Dramaserie „Shadow of the Noose“, und zuletzt die Filmmusik zu drei Filmen für die BBC-Reihe „The Essential Guide to the History of Europe“.

Für den BBC World Service und Radio 4 komponierte und nahm er in häufiger Zusammenarbeit mit dem Produzenten und Arrangeur Nick Magnus Titelmelodien für „Newshour, Mediawatch, Network UK“ und vieles mehr auf. Er schrieb Musik für das Royal National Theatre und war musikalischer Leiter und Co-Texter für „Brel“ mit Sian Phillips im Donmar Warehouse Theatre.

In den 1990er Jahren begann Duncan, während er gegen den Krebs kämpfte, mit der Arbeit an seinem ersten Album mit neuen Songs seit über einem Jahrzehnt. Tragischerweise sollte Duncan die Fertigstellung von „Songs of Love and War“ nicht mehr erleben, da er am 28. Mai 1993 seinem Krebsleiden erlag.

Die Aufgabe, das Album fertigzustellen, fiel Nick Magnus zu, der mit Hilfe von Colin Blunstone und Sebastion Graham-Jones einer eindringlichen und wunderschönen Sammlung von Songs den letzten Schliff gab. Das Album wurde 1995 auf Nic Potters Label Zomart veröffentlicht.

Duncan Brownes Songs wurden von Patti Smith, Ian Matthews, Barry Manilow, Colin Blunstone, John English und besonders erfolgreich von David Bowie gecovert.

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