Das Cover des Albums Led Zeppelin IV ist ein Foto eines Gemäldes, das der Leadsänger der Band, Robert Plant, in einem Antiquitätenladen in der Nähe des Hauses des Gitarristen Jimmy Page in Berkshire entdeckt hatte. Das gerahmte Bild ist eigentlich ein koloriertes Foto, dessen Verbleib unbekannt war.
Brian Edwards von der University of the West of England, ein langjähriger Fan der britischen Rockband Led Zeppelin, fand das Original, als er für andere Recherchen ein Fotoalbum durchblätterte.
„Ich habe den Mann mit den Stöcken sofort erkannt – er wird oft als Stick Man bezeichnet“, sagte er. „Das war eine ziemliche Offenbarung.“
Bei der Figur handelt es sich höchstwahrscheinlich um Lot Long, einen Thatcher aus Mere in Wiltshire, der 1892 von Ernest Farmer fotografiert wurde. Ein Thatcher ist ein Dachdecker, der die Dächer aus Schilf und Stroh deckt.
Keith Moon war nicht nur der Schlagzeuger von The Who – er war ihr Chaosmotor, ihr Komiker und ihr unberechenbarster Faktor. Bekannt für explosive Auftritte und noch explosivere Eskapaden hinter der Bühne, war Moons Leben ein Wirbelwind aus Ruhm, Zerstörung, Genialität und Herzschmerz.
„Keith Moon: The Last 24 Hours“: Ein Ghostwriter schildert Keith Moons Leben als Ich-Erzähler aus der Perspektive von Keith Moons Geist. Der Titel des Buches ist insofern irreführend, als „The Last 24 Hours” nicht nur Moons letzten Tag behandelt, sondern einen Großteil seines Lebens auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen.
Obwohl der Titel etwas dramatisch klingt, ist „The Last 24 Hours” tatsächlich eine interessante Lektüre, wenn man einiges außer Acht lässt. Wer auch immer das Buch geschrieben hat, die meisten Fakten sind wohl richtig recherchiert, einige davon eher falsch (einschließlich der Schreibweise von Kenney Jones‘ Namen ohne das zusätzliche „e”). Ein*e Lektor*in zu engagieren, wäre darüberhinaus sinnvoll gewesen, um seine oder ihre Neigung zur Wiederholung einzudämmen.
Keith Moon 1975 – Foto: Jim Summaria – CC BY-SA 3.0
Das Buch beschreibt Moon’s letzte Kontakte mit Freunden und Bandkollegen, seine schwierige Beziehung zu seiner Freundin Annette Walter-Lax, seinen unglücklichen Versuch, mit dem Medikament Heminevrin/Distraneurin trocken zu werden, und den Zufall, dass er in derselben Londoner Wohnung von Harry Nilsson starb, in der vier Jahre zuvor Mama Cass verstorben war. Das Buch fängt den Wahnsinn, den schwarzen Humor und die Intensität ein, die Moon’s Leben geprägt haben.
„Keith Moon: The Last 24 Hours“ ist mehr als nur die Biografie eines Rockstars, es ist auch ein psychologisches Porträt eines Mannes, der zwischen seinem öffentlichen Image als „Moon the Loon” und einem privaten Leben voller Unsicherheit, Sucht und der Angst, vergessen zu werden, hin- und hergerissen war. Seine Fans bekommen einen aufschlussreichen Einblick in den gesamten Lebensbogen von Moon – von seiner Kindheit im Nachkriegs-Wembley über die anarchischen Höhen des Rock ’n’ Roll der 1960er und 1970er Jahre bis hin zu seinem gescheiterten Soloalbum, Skandalen in der Boulevardpresse und seinem unvermeidlichen Niedergang.
Buchauszug
Dieses Buch ist für Fans von The Who, klassischer Rockgeschichte und Musikbiografien, die sich nicht vor der dunklen Seite des Ruhms scheuen. Es enthält Einblicke in die Beziehung zwischen Moon und seinen Bandkollegen Pete Townshend, Roger Daltrey und John Entwistle sowie in die berüchtigten Momente, die Moon zur Legende machten – Rolls-Royces in Pools fahren, Hoteltoiletten in die Luft jagen und mitten in einem Konzert in San Francisco ohnmächtig werden. Aber es fängt auch die ruhigeren Momente ein: die gescheiterten Versuche, sich zu erholen, die angespannten Familienbeziehungen und den verzweifelten Wunsch, auch außerhalb der Bühne geliebt zu werden.
Fast zwei Milliarden E-Mail-Adressen und 1,3 Milliarden Passwörter wurden aus unterschiedlichsten Quellen im Netz zusammengetragen. Diese gigantische Menge gestohlener Daten wurde von der Bedrohungsanalyse-Plattform „Synthient“ gesammelt.
Etwa 625 Millionen Passwörter davon waren vorher noch nie im Netz aufgetaucht – und viele der Zugangsdaten sind noch aktiv. Das kann für Millionen Internetnutzer ernste Folgen haben. Der Sicherheitsforscher Troy Hunt hat diesen bisher größten Datensatz in seine Plattform „Have I Been Pwned“ (HIBP) aufgenommen.
Um sicherzugehen, dass die Daten echt sind, machte Hunt Stichproben und wandte sich an betroffene Nutzer, wie er in einem Blogpost schreibt. Viele bestätigten, dass die Passwörter tatsächlich von ihnen stammten – häufig uralt, manchmal aber auch noch aktiv im Einsatz.
Ob man selbst betroffen ist, lässt sich leicht auf der Sicherheitsplattform haveibeenpwned.com nachsehen. Dort lassen sich E-Mail-Adressen oder Passwörter anonym prüfen. Zeigt die Seite einen Treffer an, heißt das, dass Mailadresse oder Passwort in Hackerkreisen zirkuliert. Dann sollte sofort reagiert werden: Passwörter ändern, Passwortmanager einsetzen und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Plattformen aktivieren.
Ein Abend mit Gregor Gysi, das wird bestimmt spannend. Vor allem, wenn er mit einem „Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebs“ angekündigt ist.
Der Saal im Kulturzentrum Brunsviga in Braunschweig war daher auch bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Erwartung bei mir war entsprechend groß. Schließlich wirbt der ECON Verlag damit, dass Gysi erläutert „wie Kommunikation in der Politik funktioniert, welche Fallstricke es gibt, warum im Bundestag oft nicht einmal die Abgeordneten zuhören, wie unangenehme Botschaften sprachlich verschleiert werden und wie man sich in Talkshows um Kopf und Kragen reden kann.“
Gysi und Moderator (eher Stichwortgeber) Hans-Dieter Schütt liefern eine lockere Plauderrunde ab, die keinem roten Faden folgt und das ausgegebene Thema leider völlig verfehlt. Stattdessen wird Gysi zu seinen Eltern und Vorfahren befragt, wird auf hinlänglich Bekanntes aus seiner Autobiographie Bezug genommen und all das, was hätte spannend werden können, blieb leider auf der Strecke.
Gysi ist zwar ein sehr angenehmer und rhetorisch hervorragender Redner, dem ich gerne zuhöre, aber wo blieb die Analyse des Poltikbetriebs? Die hat Gregor Gysi nicht geliefert. Stattdessen wurden Anekdoten und Erinnerungen aus seinem früheren Politikerleben erzählt. Das ist oft witzig und erheiternd – aber dafür war ich nicht gekommen.
Wäre die Veranstaltung ein Aufsatz, dann würde ich Gregor Gysi so bewerten: „Thema verfehlt – Note 6“.
Gregor Gysi Was Politiker nicht sagen ECON Verlag 2022 ISBN 978-3-430-21043-0 272 Seiten
Peter Gabriel sagte, dieser Song handele von „der privaten Welt, die zwei Menschen bewohnen, und den privaten Welten, die sie als Individuen innerhalb dieses Raums bewohnen, sowie der Überschneidung ihrer Träume und Wünsche“. Als Gabriel diesen Song schrieb, hatte er sich von seiner Frau Jill scheiden lassen. Jill war die Tochter des Privatsekretärs der Queen. Peter und sie lernten sich kennen, als er 15 und sie 16 Jahre alt war, und heirateten 1971.
Laut Spencer Bright’s autorisierter Biografie ließen sie sich 18 Jahre später nach mehreren Seitensprüngen beider Partner scheiden: Gabriel hatte eine Affäre mit der Schauspielerin Rosanna Arquette, und Jill ging eine Beziehung mit David Lord ein, dem Co-Produzenten von Gabriels viertem Album.
Peter Gabriel’s Song „Secret World”, erschienen auf dem Album „Us“ (1993), befasst sich mit den Komplexitäten einer heimlichen Beziehung und berührt Themen wie verborgene Liebe, Selbstfindung und die Illusionen, die wir uns erschaffen. Der Song beginnt damit, dass der Erzähler an einem „ungeschützten Ort” steht, einer Metapher für Verletzlichkeit und Bloßstellung. Diese Kulisse ermöglicht es ihm, „das Gesicht hinter dem Gesicht” zu sehen, was auf ein tieferes Verständnis seiner Partnerin und vielleicht auch seiner selbst hindeutet. Der Satz „alles, was zuvor gewesen war, hatte keine Spuren hinterlassen” impliziert, dass vergangene Erfahrungen ausgelöscht wurden, um Platz für ein neues, geheimnisvolles Kapitel im Leben zu schaffen.
Das wiederkehrende Bild der „Gleisabzweigung“ dient als Metapher für einen Ort des Übergangs und der Geheimhaltung. Es ist ein versteckter Ort, an dem sich die Liebenden fernab von neugierigen Blicken treffen können. Der Text „An all den Orten, an denen wir unsere Liebe versteckten, woran haben wir dabei gedacht?“ spiegelt ein Gefühl der Verwirrung und Selbstreflexion wider und hinterfragt die Motive und Konsequenzen ihrer geheimen Handlungen.
Der Song thematisiert auch die Idee von Wahl und Verantwortung, wie in den Zeilen „Dachtest du, du müsstest dich nicht entscheiden, dass ich allein gewinnen oder verlieren könnte?“ (Did you think you didn’t have to choose it , that I alone could win or lose it) zu sehen ist. Dies deutet auf eine geteilte Verantwortung in der Dynamik der Beziehung hin.
Gabriel verwendet biblische Anspielungen wie „geteilt in zwei Teile, wie Adam und Eva“, um die Dualität und den inhärenten Konflikt innerhalb der Beziehung hervorzuheben. Das „Haus der Illusionen“ symbolisiert die fragile, konstruierte Realität, in der sie leben, die „zerfällt“, obwohl die „Treppen stehen“. Diese Bildsprache unterstreicht die Instabilität und Vergänglichkeit ihrer geheimen Welt. Der Song endet mit einem Gefühl der Einheit und Akzeptanz: „Ohne Schuld und ohne Scham, ohne Trauer oder Vorwürfe, was auch immer es ist, wir sind alle gleich“ (With no guilt and no shame, no sorrow or blame, whatever it is, we are all the same), was darauf hindeutet, dass es trotz der Komplexität und der verborgenen Aspekte eine grundlegende menschliche Verbindung gibt, die sie verbindet.
Die eindringliche Melodie und die introspektiven Texte des Songs schaffen eine ergreifende Erkundung der verborgenen Dimensionen der Liebe und machen „Secret World“ zu einem Song von emotionaler Tiefe und Komplexität.
Lyrics „Secret World“:
I stood in this unsheltered place ‚Til I could see the face behind the face All that had gone before had left no trace
Down by the railway siding In our secret world, we were colliding All the places we were hiding love What was it we were thinking of?
So I watch you wash your hair Underwater, unaware And the plane flies through the air Did you think you didn’t have to choose it That I alone could win or lose it In all the places we were hiding love What was it we were thinking of?
In this house of make believe Divided in two, like Adam and Eve You put out and I recieve
Down by the railway siding In our secret world, we were colliding In all the places we were hiding love What was it we were thinking of?
Oh the wheel is turning spinning round and round And the house is crubling but the stairways stand
With no guilt and no shame, no sorrow or blame Whatever it is, we are all the same
Making it up in our secret world Making it up in our secret world Making it up in our secret world Shaking it up Breaking it up Making it up in our secret world
Seeing things that were not there On a wing on a prayer In this state of disrepair
Down by the railway siding In our secret world, we were colliding In all the places we were hiding love What was it we were thinking of? Shh, listen
Das Buhlen der CDUCSU um rechte Wähler*innen geht weiter. Dazu passen die Aussagen von Fritze Merz und CSU-Döner-Söder über ein „Stadtbild“. Damit sind nicht Graffitis, Hundescheisse oder ausgespuckte Kaugummis gemeint, sondern Menschen. Und zwar solche, die in ihren (rechten) Augen nicht dort hingehören: Migrant*innen.
„Das Stadtbild muss sich wieder verändern. Es braucht einfach mehr Rückführungen.“ Willkommen sei in Deutschland, wer Arbeit habe. Wer aber keine Duldung, keine Beschäftigung habe oder gar Straftaten begehe, müsse zurück in die Heimat. Der „Frankfurter Allgemeinen“ sagte Söder: „Die Situation an den Grenzen hat sich verändert, aber noch nicht das Bild in vielen Städten.“ Quelle: BR
Bei einem Termin in Posdam sagte Merz: „Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“ [STERN]
Brandenburgs Grünen-Vorsitzender Clemens Rostock warf Merz Rassismus vor. „Problematisch ist nicht nur, dass Friedrich Merz Migration zum Problem erklärt – sondern vor allem, dass er offenbar Menschen allein nach ihrem Aussehen als nicht dazugehörig markiert.“ Und weiter: „Das ist rassistisch, und das ist ein echtes Problem für unser Land. Wer Integration will, darf Menschen nicht wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion zum Sündenbock machen.“ [STERN]
Söder und Merz machen sich bei der Verwendung des Begriffs „einen Kampfbegriff der AfD zu eigen, mit dem diese Erfolg hatte. In Gelsenkirchen warb die Alternative für Deutschland beim Kommunalwahlkampf „für eine saubere Heimat mit einem gepflegten Stadtbild“. [TAZ]
Alle Migrant*innen in eine Schublade werfen, mit Kriminaltät verknüpfen, damit „Rückführungen“ (was ein Unwort!) legitimieren und flugs schwappt die braune AfD-Soße ins Söder’sche Döner über. Ich könnte kotzen!