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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

Richard Macphail und Genesis

Richard Macphail war der heimliche sechste Mann bei GENESIS. Von 1967 bis 1973 prägte er die Anfangszeit der legendären Band entscheidend mit und verhalf GENESIS zu ersten Erfolgen auf dem Weg zum Rock-Olymp: Richard beschaffte Tourbus und Proberaum, er war Fahrer, Roadie und Koch, Tourmanager, Ratgeber und Techniker. Oder wie Peter Gabriel es ausdrückte, „das offizielle Chamäleon der Band“.

Während Phil Collins für den Job als Trommler vorspielte, Steve Hackett die Nachfolge von Ant(hony) Phillips antrat und Meisterwerke wie „The Musical Box“ und „Supper’s Ready“ entstanden, wirkte Richard stets als GENESIS’ guter Geist hinter den Kulissen.

Bevor er bei Genesis ankam. wurde er Sänger in einer Studentenband namens Anon, zu der auch seine Mitbewohner Anthony Phillips und Mike Rutherford gehörten. Andere Schüler der Charterhouse School, darunter Peter Gabriel und Tony Banks, gründeten eine Band namens The Garden Wall, und am Ende des Sommersemesters 1966 überredete Macphail den Schulleiter, die beiden Bands gemeinsam ein Schulkonzert geben zu lassen. Die Bands schlossen sich später zusammen und wurden zu Genesis, aber zu diesem Zeitpunkt hatten Macphails Eltern, die wollten, dass er Anwalt oder Arzt wurde, ihn bereits von der Schule genommen.

Als die Charterhouse-Musiker 1968 ihr Debütalbum als Genesis aufnahmen, war Macphail von seinen Eltern in einen Kibbuz in Israel geschickt worden. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien nahm er wieder Kontakt zu Genesis auf und half Gabriel dabei, Treffen mit Plattenlabels und Promotern zu organisieren, wodurch sie einen sechswöchigen Auftritt im Ronnie Scott’s Jazzclub in Soho, London, und einen Plattenvertrag mit dem Label Charisma erhielten. Die Band verbrachte Monate damit, in einem leerstehenden Cottage in Surrey, das Macphails Eltern gehörte, zu proben und ihren Prog-Rock-Sound zu entwickeln.

Anon

  • Anthony Phillips – g
  • Rivers Job – bass
  • Richard Macphail – voc
  • Rob Tyrell – dr
  • Mike Rutherford – rh-g

The Garden Wall

  • Peter Gabriel – voc
  • Tony Banks – p
  • Anthony Phillips – g (“Ant spielte Gitarre bei uns und auch bei ihnen, quasi als Nebenprojekt – er war seiner Zeit weit voraus.“ [S.45]
  • Chris Stewart – dr (der erste Drummer von Genesis)
  • „und auch ein Duckite“ (Macphail 2021. S. 45)

Zum Schuljahresende im Sommer 1966 fand dann das fast schon legendäre Konzert von Anon zusammen mit The Garden Wall statt, das in gewisser Hinsicht die Verschmelzung von Anon und The Garden Wall zu Genesis einleitete.[1]

1970 waren wir am Boden zerstört, als Ant, bis dahin unser produktivster Songschreiber, Bühnenangst entwickelte und die Band verließ.[2]

Ant wiederum hatte mich umgehauen. Er konnte einfach alles spielen, und dabei war er erst 13! Er hatte ein unfassbares Gehör, gewaltiges Talent. […] Ant spielte es einfach. Für sein Alter war er unglaublich gut.[3]

Ehrlich gesagt konnte ich gar nicht so gut Gitarre spielen, vielleicht nur vier Akkorde. Aber Ant wurde mein Lehrmeister und brachte mir viele neue Akkorde bei. Ant und ich entwickelten eine Spielweise mit zwei Gitarren, die dann die Grundlage für die frühe Musik von Genesis wurde.“
(Zitat von Mike Rutherford, in Macphail 2021, S. 41)

1973 wurde Rich klar, dass er kein eigenes Leben mehr hatte. Er stieg bei Genesis aus, startete diverse Initiativen alternativer Lebensführung und wurde schließlich grüner Energieberater. Hin und wieder allerdings half er bei Genesis in der Organisation aus und avancierte zum gefragten Teilzeit-Tourmanager. Auf ihn verließen sich Brand X, Peter Hammill, Van Morrison oder Leonard Cohen. Als Peter Gabriel seine Solokarriere begann, war Richard erneut als Tourmanager an dessen Seite.

Richard Macphail starb unerwartet am 26. August 2024 im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in London. Eine Obduktion bestätigte, dass er an einer Herzerkrankung gestorben war, zu der auch Diabetes beigetragen hatte.

Zu seinem Tod äußerte sich sein langjähriger Freund Peter Gabriel:

Mit großer Bestürzung habe ich gestern Abend vom Tod von
Richard Macphail erfahren.
Wir hatten sechzig Jahre gemeinsame Geschichte, von der Schulzeit an, als er der coole Sänger in der Band „Anon“ war, bis zu dem Zeitpunkt, als ich letzte Woche mit ihm sprach, nachdem er einen schlimmen Sturz erlitten hatte.
Rich war derjenige, der uns immer wieder aus schwierigen Situationen herausgeholt hat. Als wir uns keinen Proberaum leisten konnten, überredete er seine Eltern, uns das Landhaus ihrer Familie in Abinger Hammer für ein Jahr zu überlassen, und als wir uns keinen Van leisten konnten, überredete er seinen Vater, uns einen alten Hovis-Brotlieferwagen zu überlassen, mit dem wir durch das Land fuhren. Wenn einige in der Band Zweifel an unserer Zukunft hatten, inspirierte er uns alle und überzeugte uns, weiterzumachen.

Er wurde vom Freund und Champion zum Tourmanager von Genesis und dann zu meinem eigenen Tourmanager, als ich wieder zu arbeiten begann. Seine Entschlossenheit, seine gute Laune und sein Enthusiasmus haben uns alle durch so viele schwierige Momente gebracht.
Richard, ich kann nicht glauben, dass du nicht mehr hier bist. Unsere Beziehung war nicht immer einfach, aber sie basierte auf Liebe, Respekt und gemeinsamer Erfahrung, und in meinem Leben klafft nun eine große Lücke.
Ich werde dich vermissen, Rich.


Quelle: Richard Macphail , GENESIS und ICH, Mendoza Verlag, Wetzlar 2021

[1] https://www.genesis-fanclub.de/c-Richard-Macphail-Biografie-s76.html

[2] Peter Gabriel im Vorwort zu Macphail 2021, S.13

[3] Macphail 2021, S. 36/37.


Bruce Springsteens Protesthymne gegen ICE und Trump

Nicht nur die Einwohner von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota hatten die Nase voll von den Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE, die die Stadt seit Wochen durch ihr brutales Vorgehen in Angst und Schrecken versetzten. Zwar wurden sie vor Kurzem abgezogen, der Zorn der Einwohner besteht aber weiterhin.

Auch Musiker erheben ihre Stimme gegen ICE und die Regierung von US-Präsident Donald Trump, die die Einsätze angeordnet hat. Mit „Streets of Minneapolis“ widmet Sänger Bruce Springsteen den Einwohnern der Stadt eine Protesthymne, die vielen aus dem Herzen sprechen wird.

Auf Youtube knackte der Song innerhalb weniger Stunden schon die Eine-Million-Aufrufe-Marke. Einen Tag später legte der „Boss“ mit einem überarbeiteten Video nach, das neben den Lyrics und dem Musiker selbst auch Szenen aus Minneapolis enthält.

Zur kurzfristigen Entstehung des Songs schrieb Springsteen am Mittwoch auf seiner Website und Instagram:

Ich habe diesen Song am Samstag geschrieben, ihn gestern aufgenommen und heute als Reaktion auf den staatlichen Terror, von dem Minneapolis heimgesucht wird, für euch veröffentlicht. Er ist den Menschen von Minneapolis, unseren unschuldigen Nachbarn mit Migrationshintergrund und dem Andenken an Alex Pretti und Renée Good gewidmet.

In „Streets of Minneapolis“ prangert der Musiker die Zustände dort an, die durch die ICE-Beamten entstanden sind. Eine „Stadt in Flammen“ kämpfe „gegen Feuer und Eis“ (englisch: „ice“), unter den „Stiefeln der Besatzer“. Von „König Trumps Privatarmee“ ist die Rede, „die auf unseren Rechten herumtrampelt“. Auch die beiden von ICE-Beamten getöteten Einwohner Alex Pretti und Renée Good werden im Song namentlich erwähnt.

Through the winter’s ice and cold
Down Nicollet Avenue
A city aflame fought fire and ice
‘Neath an occupier’s boots
King Trump’s private army from the DHS
Guns belted to their coats
Came to Minneapolis to enforce the law
Or so their story goes
Against smoke and rubber bullets
By the dawn’s early light
Citizens stood for justice
Their voices ringing through the night
And there were bloody footprints
Where mercy should have stood
And two dead left to die on snow-filled streets
Alex Pretti and Renee Good

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Singing through the bloody mist
We’ll take our stand for this land
And the stranger in our midst
Here in our home they killed and roamed
In the winter of ’26
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Trump’s federal thugs beat up on
His face and his chest
Then we heard the gunshots
And Alex Pretti lay in the snow, dead
Their claim was self defense, sir
Just don’t believe your eyes
It’s our blood and bones
And these whistles and phones
Against Miller and Noem’s dirty lies

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Crying through the bloody mist
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

Now they say they’re here to uphold the law
But they trample on our rights
If your skin is black or brown my friend
You can be questioned or deported on sight

In chants of ICE out now
Our city’s heart and soul persists
Through broken glass and bloody tears
On the streets of Minneapolis

Oh our Minneapolis, I hear your voice
Singing through the bloody mist
Here in our home they killed and roamed
In the winter of ’26
We’ll take our stand for this land
And the stranger in our midst
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis
We’ll remember the names of those who died
On the streets of Minneapolis

ICE und andere US-Behörden stehen zunehmend in der Kritik, weil sie die Abschiebepolitik von US-Präsident Trump mit brutalen Razzien umsetzen. Teilweise durchlaufen die Beamten nur eine wenige Wochen andauernde Ausbildung oder sind Recherchen von Journalisten zufolge gar nicht qualifiziert für die Aufgabe.

Anfang Januar wurde die US-Bürgerin Renée Good durch Schüsse eines ICE-Beamten getötet. Am vergangenen Samstag erschossen Bundesbeamte den US-Bürger Alex Pretti. Es kam zu landesweiten Demos gegen Trump, seine Abschiebepolitik und das rigorose Vorgehen seiner Behörden.

Bruce Springsteen hat Donald Trump bei einem Konzert in Manchester 2025 öffentlich kritisiert. Springsteen warf ihm vor, er verrate sein eigenes Volk. Wörtlich sagte er, sein Heimatland werde derzeit von einer „korrupten, inkompetenten und verräterischen Regierung“ geführt.

Ein Live-Mitschnitt von sechs Songs des Konzerts inklusive der Kritik an der Trump-Regierung hat Springsteen dann überraschend als Mini-Album veröffentlicht. Passenderweise unter dem Titel „Land of Hope and Dreams“ das Land der Hoffnungen und Träume.

Das ließ der US-Präsident nicht auf sich sitzen. Er beschimpfte dem Musiker sehr persönlich: Springsteen sei „kein talentierter Typ, sondern ein aufdringlicher, unausstehlicher Idiot“. Das waren noch die harmlosen Aussagen. Außerdem veröffentlichte Trump ein KI-Video auf X, in dem er Springsteen mit einem Golfball umnietet.

Quelle: swr 3

Hauptstadt der Schmerzen

So lautet der Titel einer Gedichtsammlung des französischen Lyrikers Paul Éluard, die 1926 erschienen ist. Seine Gedichte sind geprägt von surrealistischen Bildern, Emotionen und Reflexionen über Liebe und Leiden. Éluard kombiniert persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher und politischer Kritik.

100 Jahre später veröffentlicht der in den 80er Jahren in Berlin zugereiste Hesse Ottmar Seum unter dem bescheuerten Künstlernamen Otto von Bismarck (genau: der Sozialistenhasser) sein zweites Album mit gleichem Titel wie der Gedichtband von Paul Éluard.

Otto von Bismarck durchstreift Berlin als teilnehmender Beobachter. Er ist kein Tourist, er ist Teil der Stadt. Wenn er durch die Straßen zieht, ob zu Fuß mit dem Rad oder der Bahn, saugt er die Geschichten rund um sich auf wie ein Schwamm.

Sobald ich ’n paar Schritte gehe, sobald ich ’n bisschen mit dem Fahrrad losfahre, in der Bahn sitze, sofort sprudelt die Quelle, ja, sofort kommen die Ideen und so weiter. Dann ist nur das Problem, wie kann ich die festhalten? Deshalb sieht man mich oft in der Stadt, wie ich die ganze Zeit irgendwelche Sätze vor mich hin murmele oder rufe oder singe, damit ich sie nicht vergesse.

Nach seiner Zeit mit der Band Space Cowboys begann er schließlich seinen Blick auf die Stadt auch in Solostücken festzuhalten. Die neue Platte enthält nicht nur aktuelle Stücke. So ist der Song, „Bis wir uns wiedersehen“ bereits fünfzehn Jahre alt. Vor zehn Jahren hat Otto von Bismarck ihn zum ersten Mal mit Freunden aufgenommen. Erst jetzt hat er ihn auf seinem zweiten Soloalbum „Hauptstadt der Schmerzen“ veröffentlicht.

Die Texte stellen gewissermaßen eine Berlin-Chronik aus Sicht eines Flaneurs dar, der sich selbst nicht ausschließt, der aber teilweise das Gesehene zu überspitzten Anekdoten zusammenfasst.

Das kann noch so stark auf mich gewirkt haben und stattgefunden haben. In dem Moment, wo ich irgendwie anfange zu formulieren oder gar zu reimen, ist es schon Fiction. Weil die Wirklichkeit kriegst du nicht zu fassen.

Die nach Pisse stinkende Schönleinstraße an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln, keine besonderen Vorkommnisse im Wedding, Party, Schlägereien, die BVG, die geliebte Eckkneipe, Sommer im Grunewald – all das sind Themen in seinen Liedern, die teils im Sprechgesang daherkommen.

Es ist zwar kein politisches Statement, wie es Paul Éluard in seinem Werk abgegeben hat, ein interessantes Album ist es aber allemal.

Zitate stammen aus einem Beitrag in radioeins.

Neil Young attackiert Trump

Keine faschistischen Regeln“, singt Neil Young im Song „Big Crime“. „Keine faschistische Schule/Keine Soldaten auf unseren Straßen/Es gibt ein großes Verbrechen in DC im Weißen Haus … Kein Geld mehr für die Faschisten, die Milliardärs-Faschisten. Es ist Zeit, das System lahmzulegen.

Das Lied wurde erstmals während eines Konzerts im Huntington Bank Pavilion in Chicago im August 2025 gespielt. Mittlerweile wurde der Song als Single veröffentlicht. Anfang des Jahres hatte Young Bedenken geäußert, dass er nach seiner Europatour wegen seiner offenen Kritik an Trumps Einwanderungspolitik nicht mehr in die USA zurückkehren dürfe. „Wenn ich über Donald J. Trump spreche, könnte ich zu denen gehören, die bei der Rückkehr nach Amerika ausgesperrt oder ins Gefängnis gesteckt werden“, schrieb er. „Das passiert inzwischen ständig.“ 1

Einige Wochen später reagierte Young auf Trumps Angriffe gegen Taylor Swift und Bruce Springsteen: „Bruce und Tausende Musiker denken, dass Sie Amerika ruinieren. Sorgen Sie sich lieber darum als um die sterbenden Kinder in Gaza. Sie haben FEMA 2 stillgelegt, als wir es am dringendsten brauchten. Taylor Swift hat recht. Bruce auch. Sie wissen, wie ich fühle.

Ironischerweise ist Trump selbst seit Jahrzehnten Neil-Young-Fan. Schon 2008 sagte er dem ROLLING STONE: „Er hat etwas ganz Besonderes. Ich habe seine Musik jahrelang gehört. Seine Stimme ist perfekt und eindringlich. Ich habe ihn mehrfach getroffen – ein großartiger Typ.

Quelle: rollingstone.de

  1. Neil Young hat überraschend die für Juni und Juli geplante Europatour mit den „Chrome Hearts“ abgesagt. In einer am 06.02.2026 auf seiner Website erschienenen Mitteilung schreibt der Musiker:

    „Ich habe beschlossen, eine Pause einzulegen und werde dieses Mal nicht durch Europa touren. Vielen Dank an alle, die Tickets gekauft haben. Es tut mir leid, euch zu enttäuschen, aber jetzt ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Ich liebe es, LIVE zu spielen und mit euch und Chrome Hearts zusammen zu sein. Liebe Grüße, Neil“ ↩︎
  2. Die Federal Emergency Management Agency (FEMA; deutsch Bundesagentur für Katastrophenschutz) ist die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe und ist dem United States Department of Homeland Security unterstellt. ↩︎

WIEDERENTDECKT

GIL SCOTT-HERON
The Revolution Will Not Be Televised (reissue, 1974)

Diese Veröffentlichung aus dem Jahr 1974 enthält Höhepunkte aus Gil’s ersten drei Alben beim Label Flying Dutchman. Tracks aus seinem von den Last Poets inspirierten Debütalbum von 1970 – wie das amüsant sarkastische „Whitey On The Moon” und die scharfe Attacke auf Nixons Justizminister John Mitchell, „No Knock“ – sind mit Titeln gemischt, die nur wenige Jahre später aufgenommen wurden und fast von einem völlig anderen Künstler stammen könnten: dem intensiven, gefühlvollen „Get Out Of The Ghetto Blues“ oder den überraschend zarten Balladen „Did You Hear What They Said?“ und „Pieces Of A Man“.

Diese Neuauflage enthält wieder das schöne Gatefold-Cover der Original-LP, aber vor allem auch zwei Säulen von Gil’s Musik – den von Fender Rhodes angeführten Funk von „Lady Day And John Coltrane“ und den wunderbar militanten Groove des Titelsongs, der immer aufregend zeitgemäß klingen wird.

Krimineller schützt Kriminellen

Zur Erinnerung: Anstatt die Epstein-Akten zu veröffentlichen, ließ Donald Trump George Santos frei. Kriminelle schützen Kriminelle.

Jim McGovern (James Patrick „Jim“ McGovern ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei.)

Hintergrund:

Trump ordnet Strafmilderung an
Betrüger Santos kommt vorzeitig aus dem Gefängnis frei

Der frühere republikanische Abgeordnete Santos trat im Juli eine mehr als siebenjährige Haftstrafe wegen Betrugs an. Diese ist nun schon wieder vorbei. Nach einer Strafmilderung durch US-Präsident Trump kam er nun frei.

Der wegen Betrugs und Identitätsdiebstahls zu sieben Jahren Haft verurteilte ehemalige republikanische Abgeordnete George Santos ist nach einer Strafmilderung durch US-Präsident Donald Trump aus dem Gefängnis entlassen worden. Santos habe die Strafanstalt in New Jersey verlassen und sei „auf dem Weg nach Hause“, teilte sein Anwalt Joseph Murray mit. 

Trump: „Viel Glück, George“

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt: „George Santos war so etwas wie ein ‚Schurke‘, aber es gibt viele Schurken in unserem Land, die nicht gezwungen sind, sieben Jahre im Gefängnis zu verbringen.“ Er schrieb zudem: Santos habe lange Zeit in Einzelhaft verbracht und sei „allem Anschein nach furchtbar misshandelt“ worden. Er habe „eine Strafmilderung unterzeichnet, mit der George Santos sofort aus dem Gefängnis entlassen wird“. Am Ende fügte Trump an: „Viel Glück, George – ein großartiges Leben wünsche ich dir!“

Quelle: Tagesschau

Muss niemand mehr kommentieren…

„Werden Sie eine Entschädigung zahlen?“ „Ich bin bereits dabei.“

Quelle: Nick Anderson (Politischer Karikaturist)

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