Brand X war eine britische Jazz-Fusion-Band, die 1974 in London gegründet wurde. Sie waren bis 1980 aktiv, gefolgt von einer Reformation zwischen 1992 und 1999, und waren nach einer Reunion 2016 bis 2021 aktiv. Zu den Mitgliedern gehörten John Goodsall (Gitarre), Percy Jones (Bass), Robin Lumley (Keyboards) und Phil Collins [genau der!] (Schlagzeug). Jones war das einzige konstante Mitglied während des gesamten Bestehens der Band bis Oktober 2020, als er die Band verließ.
Das Debütalbum Unorthodox Behaviour wurde zwischen September und Oktober 1975 aufgenommen. Ende 1975 gaben Brand X ihr Debüt bei mehreren Konzerten in und um London. Für die Auftritte holten sie sich den ehemaligen Yes- und King Crimson-Schlagzeuger Bill Bruford als zusätzlichen Perkussionisten ins Boot.
Nach den Aufnahmen für das zweite Album Moroccan Roll nahm Collins eine Auszeit von Brand X für die Wind & Wuthering Tour von Genesis. Im April 1978 war Lumley nach Collins das zweite Kernmitglied von Brand X, das sich aus der Band zurückzog, um sich stattdessen mehr auf seine Arbeit als Plattenproduzent zu konzentrieren.
Brand X – Sun In The Night
Im April 1979 nahmen Brand X in zwei Besetzungen auf – die erste mit Goodsall, Jones, Robinson und Clark; die zweite mit Goodsall, dem Bassisten John Giblin, Lumley und Collins. Das Material wurde 1979 als Product, 1980 als Do They Hurt? und 1982 als Is There Anything About? veröffentlicht.
Nach den Aufnahmen der drei Alben ging Brand X in der Besetzung Goodsall, Jones, Lumley, Robinson und Collins auf Tournee. Nach diesen Terminen hörte die Gruppe auf, zusammenzuarbeiten und begann, sich auf andere Projekte zu konzentrieren, obwohl sie sich nie offiziell auflöste.
1992 reformierten Goodsall und Jones Brand X mit dem neuen Schlagzeuger Frank Katz, veröffentlichten das Album X-Communication und kehrten im Dezember zu Live-Auftritten zurück. Sie blieben bis Februar 1996 ein Trio, als sie Manifest Destiny mit dem neuen Keyboarder Marc Wagnon und anderen Mitwirkenden aufnahmen. Für die anschließende Tournee wurde Katz aufgrund von Problemen mit seinem Reisepass durch Pierre Moerlen ersetzt, während Kris Sjobring Wagnon ablöste. Nach einer letzten Tournee im Jahr 1999 löste sich die Band ein zweites Mal auf.
Siebzehn Jahre später, im Sommer 2016, reformierten Goodsall und Jones Brand X ein drittes Mal. Gründungsmitglied John Goodsall starb am 11. November 2021. Nach Goodsalls Tod bestätigten die beiden Gründungsmitglieder Lumley und Jones am 14. November 2021 die Auflösung von Brand X. Robin Lumley starb am 9. März 2023.
Am 26. März 2022 erlebten die Fans in der Londoner O2-Arena das letzte Konzert von Genesis – und einen ziemlich angeschlagenen Phil Collins, der das Konzert nur noch auf einem Stuhl sitzend über die Zeit brachte. Ein trauriger Anblick, der fast einem körperlichen Zerfall gleichkam.
Schlagzeug spielen war schon eine ganze Zeit nicht mehr möglich, dafür nahm sein Sohn Nick den Platz des Vaters in der Band ein. Nach dem Eindruck, den ein kranker Phil Collins hinterließ, war man als Fan schon auf einiges gefasst, was eventuell kommen könnte.
Phil Collins im Januar 2026 (Quelle: PROG 172)
Doch jetzt, nach über 4 Jahren, stellt sich ein erholter Collins der Zeitschrift PROG zum Interview, der in diesem Jahr in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen werden soll, 16 Jahre nach der Aufnahme von Genesis selbst. Phil Collins ist einer von nur drei Künstlern in der Musikgeschichte, die sowohl als Solokünstler als auch als Bandmitglied 100 Millionen Alben verkauft haben (Paul McCartney und Michael Jackson sind die anderen).
Zwar ist er physisch noch eingeschränkt, nachdem er in den letzten Jahren eine harte Zeit durchgemacht hat, doch mit 75 Jahren, strahlt er Positivität aus. Im Interview äußert er sich zu seiner bisherigen Karriere, seinen liebsten Genesis-Momenten und gibt auch bereitwillig Auskunft zu seinen gesundheitlichen Problemen.
Oh ja, es geht mir besser. Ich habe einige ziemlich dunkle Zeiten durchgemacht. Das Thema Alkohol ist in diesem Interview ein paar Mal zur Sprache gekommen, aber ich war nie so betrunken, dass ich „umgefallen“ wäre. Das war es nicht. Ich habe einfach „normal“ getrunken, so wie man Wasser trinkt. Ich wachte auf, trank ein Glas Wein. Ich sah fern, las ein Buch, trank ein Glas Wein.
Und plötzlich hielten es manche Menschen innerlich nicht mehr aus. Bei mir brach alles zusammen. Mein Manager, Tony, rief alle Jungs in die Schweiz, um ein Treffen über mich und meine Zukunft abzuhalten. Denn irgendwann war es so etwas wie Lebenserhaltung. Nieren und Leber schwenkten die weiße Flagge. Ich stand kurz vor dem Tod, und ich hatte es nicht bemerkt. Ich dachte einfach nur, ich sei krank. Tja, das waren wirklich dunkle Zeiten. Ich habe viel Zeit im Krankenhaus verbracht. Nachdem ich das überstanden hatte, musste ich mich fünf Operationen am Knie unterziehen. Und ich habe ein Fallfußsyndrom. Deshalb habe ich die Krücken, nur zur Sicherheit – ich will ja nicht umfallen.
Aber körperlich bin ich jetzt, glaube ich, in Topform, 100 %. Ich habe hart daran gearbeitet. Ich trinke seit drei Jahren keinen Alkohol mehr. Ich mache dreimal pro Woche Physiotherapie, um wieder auf Vordermann zu kommen. Alles ist gut!
Übersetzung aus PROG ISSue 172
Neben dem PROG-Interview, gabe es auch noch weitere Interviews, in denen er weitere Details offenbarte. Demnach ist doch nicht alles so gut. So leidet er an Typ-2-Diabetes und Nervenschäden in den Händen. Auch die Wirbelsäule und die Knie bereiten ihm dauerhaft Probleme. Er ist auf Gehstützen angewiesen. «Das hört nicht auf», sagte er Anfang des Jahres im BBC-Podcast «Eras» von Zoe Ball. «Ich habe eine Pflegekraft, die rund um die Uhr bei mir wohnt und aufpasst, dass ich meine Medikamente richtig nehme. Alles, was bei mir schiefgehen konnte, ist auch schiefgegangen.».
Auf die Frage, ob er wohl noch neue Musik machen würde, antwortete Phil dem PROG-Interviewer Chris Roberts:
Ähm, ich werde jetzt auf keinen Fall „nein“ sagen. Ich habe immer noch mein kleines Studio, und ich würde gerne mal da runtergehen und einfach ein bisschen herumprobieren und sehen, was passiert. Es gibt ein paar Sachen, die ich fertigstellen könnte. Und andere Sachen, die schon fertig sind. Es ist also nicht völlig ausgeschlossen.
Übersetzung aus PROG ISSue 172
Im September erscheint die 45th Anniversary Variante des 1981er Albums Face Value auf Vinyl und Blu-ray. Das Album wurde in den USA und Großbritannien allein aufgrund der tatsächlichen physischen Verkäufe offiziell mit 5-fach Platin ausgezeichnet. Allein im Streaming-Zeitalter hat „Face Value“ bis heute über 2,4 Milliarden Streams gesammelt, wobei die Zahl der monatlichen Hörer weiterhin rasant wächst und zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 17 % auf über 42 Millionen gestiegen ist. Im April 2026 erreichte In The Air Tonight offiziell 1 Milliarde Streams auf Spotify und wurde damit in den „Billions Club“ aufgenommen. [Quelle]
Joe Jackson’s Album „Night And Day“ von 1982 ist für mich ein Meilenstein, der sich sowohl kreativ als auch kommerziell als bedeutend für seine Karriere erwies. Nichts, was er zuvor veröffentlicht hatte, bereitete mich auf das vor, was auf der Platte kommen sollte, und doch finden sich Elemente der Songs auf „Night And Day“ in (fast) allen vier vorherigen Alben wieder.
Das Album ist das Ergebnis eines Musikers, der jegliche Vorstellungen von Chartplatzierungen oder finanziellen Gewinnen über Bord geworfen hat; jemand, der die kreative Kontrolle seines Albums übernimmt, seinen eigenen Weg geht und für seine Bemühungen sowohl kommerziell als auch von der Kritik belohnt wird.
„Night And Day“ ist das erste Jackson-Album, bei dem das Keyboard im Mittelpunkt des Sounds steht. Es ist eine Mischung aus Pop, Jazz, Salsa und Dance, und „Steppin’ Out“ wurde ein Riesenerfolg, der es bis in die Pop-Charts schaffte. Allein dieser Song brachte Jackson eine Grammy-Nominierung in den Kategorien „Record of the Year“ und „Best Pop Vocal Performance (Male)“ ein.
„Steppin‘ Out“ – mit einem adrenalingeladenen Rhythmus, dieser klaren Melodie in einer Zeit, in der Synthesizer dominierten, und diesen Texten, die auf einen zuzustürmen scheinen und zur Hoffnung einladen: „„Wir – so müde von all der Dunkelheit in unserem Leben / ohne weitere wütende Worte zu sagen / können wieder lebendig werden / ins Auto steigen und losfahren / auf die andere Seite / ich, Schatz – hinaus in die Nacht / hinaus ins Licht“.
Jacksons Inspiration entsprang seinem Umzug nach New York nach seiner Scheidung. In diesem musikalischen Schmelztiegel der Stadt nahm Jackson die puerto-ricanischen Rhythmen der Straßen auf und tauchte zugleich in die Stilrichtungen des Jazz ein, die vor dem Aufkommen des Rock ’n’ Roll enorm populär gewesen war. So war „Night And Day“ eine Synthese dieser beiden Genres und wurde zu einem Album, das zugleich hip und elegant, urban und doch weltoffent war.
Das Album präsentierte zwei sehr unterschiedliche musikalische Persönlichkeiten. Die ursprüngliche Seite Eins, „Night“ genannt, ist ein anhaltendes Feuerwerk an Rhythmen, ineinanderfließenden und aufeinanderprallenden Songs, die die „Stadt, die niemals schläft“ nach Einbruch der Dunkelheit widerspiegelt. Es ist das akustische Widerspiegeln eines Spaziergangs durch verschiedene Stadtviertel, bei dem man die Klänge und Stimmungen jedes einzelnen in sich aufnimmt. Im völligen Gegensatz dazu präsentierte die „Day“-Seite drei exquisite, pianogetragene Balladen – ein deutlicher Stimmungswechsel, der den Morgen nach der Nacht zuvor verkörperte. Nur der zweite Titel, „Cancer“, mit seinem markanten Salsa-Rhythmus, knüpfte an das Vorherige an.
Das Album war kein sofortiger kommerzieller Erfolg, doch es sollte schließlich als eines der besten Werke des Songwriters angesehen werden und stellte den ersten großen Durchbruch von Jackson dar, der die Breite seines künstlerischen Spektrums und seiner Ambitionen verwirklichte.
Im Song „Target“ thematisiert Jackson wie man in der Stadt, in der John Lennon erschossen wurde, zur Zielscheibe werden kann:
Obere Stadt – Innenstadt Niemand macht sich Gedanken, ich bin eine Zielscheibe Schwarz, weiß – Tag, Nacht Manche sagen, ich sei verrückt, wenn ich durch dieses Viertel gehe Sie sagen, man kann nicht vorsichtig genug sein, aber das nützt nichts Ich bin niemand Besonderes, aber in jedem Teil der Stadt Könnte mich jemand anlächeln, mir die Hand schütteln und mich dann erschießen Ich weiß, was ich tue, ich bin Tag für Tag glücklich, aber dann passiert etwas, das mir den Mut nimmt
Joe Jackson zu dem Song:
Manchmal, wenn man auf der Straße unterwegs ist, bekommt man einfach Angst. Das Lied wurde zum Teil auch dadurch inspiriert, dass Lennon erschossen wurde. Die Leute denken, wenn man einen gewissen Erfolg erreicht hat, muss man nicht mehr denselben Mist durchmachen wie alle anderen. Aber das muss man doch, weißt du. All das Geld der Welt hat John Lennon nicht davon abgehalten, seinen Kopf aus einer Tür zu strecken und erschossen zu werden. In dem Song geht es um die Paranoia, auf der Straße zu sein und zu denken: Jeder kann jederzeit eine Waffe ziehen und auf mich schießen. Ich fühle mich nicht ständig so, sonst könnte ich das nicht aushalten. Ich liebe es, in New York zu leben.
Die karnevaleske Atmosphäre der Musik sorgt für ein skurriles Hörerlebnis. Düsterer Text verbindet sich mit heller, energiegeladener Musik, und wenn man sich auf das eine konzentriert, rückt das andere meist in den Hintergrund.
„Steppin’ Out“ ist natürlich ein Klassiker, was Komposition und Darbietung angeht. Man kann sich diesen Song gut als Soundtrack zu einem Film vorstellen, in dem jemand durch New York City gefahren wird. Die Nacht ist noch jung und voller Möglichkeiten. „Steppin’ Out“ zeichnet sich durch eine melodische Leichtigkeit aus, was seinen Status als Hit-Single festigte, die sowohl in den britischen als auch in den US-amerikanischen Single-Charts Platz sechs erreichte.
Ein weiterer Höhepunkt des Albums ist „Breaking Us In Two“. Die Gesangsmelodie, die die erste Zeile des Songs „Don’t you feel like trying something new?“ begleitet, ähnelt auffallend dem Anfang von „Day After Day“, einem Song der Band Badfinger aus dem Jahr 1971. „Breaking Us In Two“ entwickelt sich zwar bald zu einer überragenden Ballade, doch es ist schon ein merkwürdiger Zufall. Der Song folgte „Steppin’ Out“ in die Charts und schaffte es in den USA unter die Top 20.
Hier sind es in erster Linie Text und Jacksons Gesang, die die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Seine Worte flehen einen Partner an, zu versuchen, ihre Beziehung weiter auszubauen: „Du und ich könnten niemals alleine leben, aber hast du nicht das Bedürfnis, eines Tages einfach auf eigene Faust auszubrechen?“ Dies ist ein ungewöhnliches Thema für eine Liebesballade.
Höhepunkt des Albums ist aber das letzte Lied „A Slow Song“. Es zeigt Jackson auf dem Höhepunkt seines Schaffens in diesem Meisterwerk aus Melodie, Dynamik, leidenschaftlichen Texten und mitreißender Darbietung. Das Thema dieses Songs ist der Wunsch nach Musik von besserer Qualität, nach Liedern, die etwas vermitteln. Jackson hatte keine Zeit für das, was er als die homogenisierte Rock- und Popmusik betrachtete, die das Radio dominierte, und „A Slow Song“ vermittelt seine Botschaft mit Überzeugung und Emotion.
In einem Interview mit „Musicians Weekly Classified “, sagte Jackson zu dem Stück:
„Es ist sehr romantisch – es geht darum, spätabends mit jemandem in einem Club zu sein und sich einfach nur zu wünschen, der DJ würde einen langsamen Song spielen, nur weil man gerade richtig in der Stimmung dafür ist, während man mit Disco-Musik bombardiert wird. Es geht um romantische Sehnsucht. Es geht nicht darum, dass ‚die Radiowellen voller Mist sind und ich das alles wieder ins Lot bringen werde‘.
Während Fussball-Deutschland auf den neuen Bundestrainer-Messias Jürgen Klopp wartet, ist der Nationalelf von Portugal ein Coup gelungen, der alles bisher dagewesene auf dem Trainermarkt in den Schatten stellt und der der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden soll:
Und siehe da: fündig geworden! Es gab die Bierboutique Ölwechsel in Frankfurt am Main, die ein Anti-AfD Bier gebraut hat (diese Brauerei ist nicht mehr in Betrieb)
und es existiert noch eine Brauerei in Mannheim, die das Bier „KONTER – Bier gegen Nazis“ braut.
Es reicht natürlich nicht aus, nur KONTER zu trinken, um etwas gegen Nazis zu unternehmen. Aber:
Parteien wie die AFD geben oft vor, für die einfachen Leute einzutreten. Das Gegenteil ist der Fall: Die Partei wird vor allem durch Supperreiche wie Henning Conle, Folkard Edler und August von Finck finanziert – und vertritt folgerichtig die Interessen dieser Multimillionäre und Milliardäre.
Antifaschistischen Initiativen fehlen solche Finanzierungsquellen. Deshalb fließen mit jeder verkauften Flasche KONTER 10 Cent an „Kein Bock auf Nazis“, eine überparteiliche, bunte und undogmatische Initiative, die seit 2006 über Faschismus, Rassismus und die Neonaziszene aufklärt und Menschen in Ihrem Engagement gegen Nazis unterstützt.
KONTER positioniert sich nicht nur klar gegen Nazis, sondern auch für internationale Solidarität und für die Rechte von Geflüchteten.
Participation Trophy Brewing Company ist stolz darauf, unsere neueste Veröffentlichung bekanntgeben zu können, ein kühnes Anti-Faschistisches IPA, das darauf ausgelegt ist, unsere Haltung kristallklar zu machen. Denn wenn du dich wie ein Nazi verhalten willst, werden wir nicht über das Wort schweigen, was du tatsächlich bist. Quelle: threads.com
Ein kühnes Statement im Glas. Gebraut in der Überzeugung, dass manche Dinge es wert sind, laut ausgesprochen zu werden. Mit ausgeprägten Zitrusnoten, trocken gehopft und ganz und gar kompromisslos. Demokratie hat noch nie so gut geschmeckt. (Beschreibung des Bieres)