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The Rock & Roll Hall of Fame

Craig Inciardi erzählt uns „die skandalöse, endgültige und unbekannte Geschichte“ der Rock & Roll Hall of Fame.

Der „Indiana Jones“ der Rockgeschichte und Gründungskurator des Rock and Roll Hall of Fame Museums erzählt die turbulente Geschichte der Hall of Fame und von seinem Bestreben, die Sammlung von Grund auf aufzubauen – von Ozzy Osbournes Landgut über Keith Moons Kinderzimmer bis hin zu Art Garfunkels persönlichem Archiv –, einschließlich Geschichten über Debbie Harry, Mick Jagger, Chuck Berry, Bob Dylan, Bruce Springsteen und viele andere.

Craig Inciardi war ein aufstrebender Star bei Sotheby’s, sammelte ikonische Rock-’n’-Roll-Memorabilien und verkehrte in den Kreisen der Reichen und Berühmten, als er von den Gründern des Rock & Roll Hall of Fame Museums für seinen Traumjob rekrutiert wurde. Craigs Auftrag: die Welt bereisen und die weltweit größte Sammlung von Rock-Memorabilien aller Zeiten zusammenstellen. Was Craig damals nicht wusste, war, dass es gar kein „Museum“ gab. Tatsächlich gab es keine bestehende Sammlung außer „einer unbedeutenden Gitarre und drei interessanten Blättern Papier“. So begann eine epische Rock-Odyssee, mit Craig als Indiana Jones der Popmusik.

Zunächst arbeitete Craig in einer kleinen Kabine in der „Rolling Stone“-Zentrale in New York und stand dem legendären Jann Wenner rund um die Uhr zur Verfügung. Er begann seine Arbeit, indem er Musiker und deren Manager nach Erinnerungsstücken für das noch nicht existierende Museum abklapperte. Seine Reisen führten ihn bis vor die Haustüren der legendärsten Musiker unserer Zeit: zu Ozzy Osbournes weitläufigem Anwesen in England (Ozzy empfing ihn mit einem Gewehr in der Hand) und zu Keith Moons perfekt erhaltenem Kinderzimmer.

Er vertiefte sich in Briefe, die Paul Simon an Art Garfunkel schrieb, als beide noch Kinder in Ferienlagern waren, und von Yoko Ono erhielt er John Lennons Brille, die am Tag seiner Ermordung zusammen mit seinen anderen Habseligkeiten in einem schweren Stahlkoffer aufbewahrt worden war. Jede Geschichte wird in üppigen Details erzählt, die Rock-’n’-Roll-Fans genießen werden.

Ebenso faszinierend ist Inciardis Bericht aus erster Hand über die chaotische Entstehung der Rock and Roll Hall of Fame selbst, der uns hinter die Kulissen der allerersten Aufnahmezeremonien führt – einer unschuldigen Zeit, in der lange übersehene Musiker und einige ehemalige Feinde einander feierten und bis tief in die Nacht jammten, während Freunde und Familie zuschauten –, sowie zu den geheimen Aufnahme-Sitzungen, in denen Führungskräfte der großen Plattenfirmen und Manager erbittert darüber stritten, wer aufgenommen werden sollte und wer nicht.

Als ich die Stelle annahm, war mir klar, dass die Fristen und Ziele für die Eröffnung eines neuen Museums gewaltig sein würden. Ich meine, um Himmels willen: Dutzende von Exponaten für ein riesiges neues Museum – das zudem von einem Weltklasse-Architekten entworfen worden war – zu sammeln, zu kuratieren und auszustellen, war eine gewaltige Aufgabe. Wir fingen wirklich bei Null an, und der einzige Grund, warum ich nicht in Panik geriet, war wohl meine eigene Dummheit.

In jenen frühen Tagen bedeutete die Rock & Roll Hall of Fame nur eines: die jährliche Aufnahmezeremonie im Waldorf Astoria. Die Vorstellung, dass ein Museum gebaut werden sollte und dass wir Exponate von den Künstlern und Plattenfirmen sammeln würden, hatte noch niemand auf dem Schirm. Es war schwer, die Ernsthaftigkeit und den Ehrgeiz unserer Mission zu vermitteln, obwohl ich es natürlich von den Dächern geschrien hätte, wenn sich mir die Gelegenheit dazu geboten hätte. Das Einzige, was ich nicht tat, war, jemanden mit einer Werbetafel zu engagieren, der auf der 52. Straße vor dem Gebäude von Columbia Records stand und Flyer verteilte.

Jemandem in England zu erklären, dass ich von der „Rock & Roll Hall of Fame“ anrief, war wie gegen eine Wand zu reden, obwohl die Aufnahmezeremonien bereits seit acht Jahren stattfanden. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, jede Woche mindestens fünfzehn Leute anzurufen. Manchmal fehlte eine Ziffer in der Telefonnummer, oder der Anruf landete auf der Mailbox, und dann waren da noch die Türsteher in den Managementbüros. Es war immer eine Erleichterung, wenn jemand abnahm und mir ein paar Minuten seiner Zeit schenkte. Ich musste ständig an diesen verdammten Lagerraum denken – der Anblick dieses fast leeren Schranks reichte aus, um mir kalten Schweiß auf die Stirn zu treiben.

In der Zwischenzeit hatte ich ein äußerst ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen: Ich wollte die Autoren kontaktieren, die die von Rolling Stone als „The Rolling Stone Interviews“ bezeichneten Interviews geführt hatten. Dabei handelte es sich um die ausführlichen Interviews, für die das Magazin in den 1970er Jahren berühmt wurde und von denen viele Meilensteine des Journalismus darstellten.

Zu den Interviewpartnern gehörten John Lennon, Mick Jagger, David Bowie, Tom Wolfe und Bob Dylan. Das Ziel war es, die Tonbänder zu erwerben. (Die meisten dieser Interviews wurden auf Kassetten aufgenommen und von den Autoren transkribiert.) Jann hatte einige dieser Interviews geführt, darunter einige der historisch bedeutendsten mit Bob Dylan, Jimi Hendrix und John Lennon.

Auf diesen Bändern lag ein wahrer Schatz, und wir hofften, dass wir das Audiomaterial im Museum irgendwie nutzen könnten. Jann schickte jedem der Autoren einen Brief, in dem er das Projekt erläuterte und sie darauf hinwies, dass ich mich bei ihnen melden würde. Ich schrieb unter anderem an den Filmemacher und ehemaligen Rolling-Stone-Autor Cameron Crowe, an Jerry Hopkins und an Ben Fong-Torres. Und am Ende des Flurs in den Büroräumen des Magazins schaute ich kurz bei den Autoren David Fricke, Jim Henke und Anthony DeCurtis vorbei – deren Texte ich alle schon seit meiner Schulzeit las. Letztendlich gehörten jedoch Jerry Hopkins und Ben Fong-Torres zu den wenigen Autoren, die mitwirkten.

The Rock & Roll Hall of Fame: The Outrageous, Definitive, & Untold History by Craig Inciardi
English | September 30, 2025 | ISBN: 9798895150481, 9798895150498

Playlist Mai

Elena Rud – Problem

Engst – Herr Meier von der AfD

Fortuna Ehrenfeld – Life at the Hollywood Bowl

Kapelle Petra – Ja

Engst – Auf die nächsten Zehn

Kapelle Petra – Lübbe

30 Jahre gibt es die Band aus Hamm bereits. Gegründet wurde die Band im Jahr 1996 in Münster.  Erst 2021 bin ich auf sie aufmerksam geworden. Da hatten sie bereits ihr 8. Album Die vier Jahreszeiten, ein Konzeptalbum aus vier EPs, veröffentlicht. Auf ihr neues Album war ich schon ein wenig gespannt, da mir der Vorgänger „Hamm“ schon gut gefallen hatte.

“Für viele die kleine, graue Maus am Rande des Ruhrgebiets, in der man höchstens mal am Bahnhof umsteigt. Für uns ist Hamm der Mittelpunkt der Welt – Hier sind wir alle groß geworden und hier sind die HAMM-Songs entstanden. Hier hat alles angefangen und geht hoffentlich noch ganz lange weiter.”

Jetzt haben sie einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und Alben als eine Art Best Of voller „Lübbe“ veröffentlicht. Neben 16 ausgewählten Lieblings-Songs quer durch die Bandgeschichte finden sich auf „Lübbe“ auch zwei neue Titel. Einer der beiden neuen Songs ist ein absoluter Ohrwurm geworden: „Nr. 1 Hit“.

Aber auch der Klassiker „Ameland“, den ich wie viele andere Titel liebe, besitzt ein gewisses Suchtpotenzial:

Wer die Band in ihrem Jubiläumsjahr live sehen möchte, findet die Termine auf ihrer Website.

Jethro Tull – Too Old To Rock…

Der alte Rocker trug sein Haar zu lang
Trug seine Hosenbeine zu eng
Bis zum Schluss unmodern
Trank sein Bier zu hell
Totenkopf-Gürtel-Schnallen
Die Träume von gestern
Der Transportcafé-Unheilsprophet
Klingelt kein Kleingeld in seinen doppelt genähten Nähten
In seiner Nachkriegs-Baby-Melancholie

Jetzt ist er zu alt für Rock ’n’ Roll
Aber er ist zu jung, um zu sterben
Ja, er ist zu alt für Rock ’n’ Rol
Aber er ist zu jung, um zu sterben

Vor 50 Jahren ist das neunte Studioalbum von Jethro Tull „Too Old to Rock ‚n‘ Roll: Too Young to Die!“ im April 1976 veröffentlicht. Es ist das erste Album, auf dem der Bassist John Glascock zu hören ist, der auch als Backgroundsänger mitwirkte. „Too Old to Rock ‚n‘ Roll: Too Young to Die!“ ist das letzte Konzeptalbum von Jethro Tull, das die Geschichte von Ray Lomas erzählt, einem alternden Rocker, der mit den Veränderungen der Musiktrends zu Ruhm gelangt. lm Umfeld von Glam Rock, Plateau-Schuhen und Disco existieren die guten alten Zeiten des Rock’n’Roll nur noch in seiner Erinnerung. Ganz ähnlich verhalt es sich mit der Sehnsucht nach Girls, blauen Wildlederschuhen und der Begeisterung für Motorräder.

Vieles von dieser Geschichte wird jedoch nur in einem dem Album beiliegenden Cartoon erklärt. Die eigentliche Story des Albums folgt dem Cartoon nicht genau, lässt Details aus oder ändert in einigen Fällen sogar die Handlung.

Es war das einzige Album von Jethro Tull in den 1970er Jahren, welches keine Goldauszeichnung erhielt. Eingespielt wurden die Kompositionen von Ian Anderson zwischen November 1975 und Januar 1976 bei Radio Monte Carlo. Den Mitschnitt besorgte Tontechniker Robin Black im Maison Rouge Mobile Studio, das in einem roten Mercedes-Benz-Lkw eingerichtet war und Anderson gehörte, der überdies als Produzent wirkte.

Die Musik aus Folk-, wenig Rock- und einigen Jazz-Elementen ergab den typischen Tull-Sound, der eine leicht melancholische, nostalgische Stimmung hat. Nur ”Quizz Kid” und ”Taxi Grab” haben eine Spur von Blues-Rock aufzuweisen.

David McGee bemängelte im Rolling Stone die „verwirrende Handlung“ des Albums und meinte, „Ian Anderson sollte sich lieber auf die Musik beschränken, denn er ist ganz sicher kein Geschichtenerzähler“. Dennoch lobte er Andersons kompositorisches Können sowie die Gitarrensoli von Martin Barre.

Anderson erklärte, das Konzept sei aus den Turbulenzen des Aufkommens der Punk-Bewegung entstanden und sei nicht als autobiografische Darstellung seiner selbst als alternder Songwriter gedacht gewesen, obwohl „einige Pressevertreter das Album als unseren Versuch auffassten, bei den Punks ‚mitzumachen‘“. Anderson erklärte außerdem, dass die Grundlage des Konzepts darin bestehe, „darauf hinzuweisen, dass dieses Geschäft zyklisch ist und dass man, wenn man lange genug dabei bleibt, wieder in Mode kommt.

„Perhaps understandably, some members of the press took the album as our attempt to ‚get with‘ the punks. But in fact we were really trying to point out that this business is cyclic, and that if you stick around long enough, you do come into fashion again.“
Ian Anderson

Songs

1. Quizz Kid (5:10)
2. Crazed Institution (4:48)
3. Salamander (2:52)
4. Taxi Grab (3:56)
5. From A Dead Beat To An Old Greaser (4:08)
6. Bad-Eyed and Loveless (2:12)
7. Big Dipper (3:38)
8. Too Old To Rock ’n‘ Roll: Too Young To Die (5:42)
9. Pied Piper (4:35)
10. The Chequered Flag (Dead or Alive) (5:24)

Bonus Tracks auf dem Chrysalis Remaster Album von 2002:
11. A Small Cigar (3:39)
12. Strip Cartoon (3:17)

Besetzung:

  • Ian Anderson – Leadgesang, Akustikgitarre, Flöte, Mundharmonika, zusätzliche E-Gitarre und Percussion
  • Martin Barre – E-Gitarre
  • John Evan – Klavier, Keyboards
  • John Glascock – Hintergrundgesang, Bassgitarre
  • Barriemore Barlow – Schlagzeug, Percussion

Weitere Musiker*innen:

  • Dee Palmer – Saxophon (auf Track 5), Vako Orchestron, Klavier (auf Track 11)
  • Maddy Prior – Hintergrundgesang (auf Track 8)
  • Angela Allen – Hintergrundgesang (auf den Tracks 2 & 7)
  • Orchestrierung: Dee Palmer
Quellen: Wikipedia | GoodTimes | Jethro Tull

Kennst du Genesis?

Na klar? Dann solltest du keine Probleme mit dem Artwork von Genesis haben:

Dangerous American Idiot

„Er ist ein Idiot. Es ist sinnlos zu versuchen, ihn von irgendetwas zu überzeugen. Er ist entgleist.“

John Kelly (Trumps ehemaliger Stabschef)

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