Die CDU/CSU wird nicht müde in ihrer Forderung nach „weiteren Maßnahmen zur Begrenzung der irregulären Migration“ . Dass sie dafür die Zustimmung von Rechtsextremisten in Kauf nehmen, zeigt erneut, dass sie sich immer weiter von ihrem angeblich „christlichen Menschenbild“ entfernen.
Im Mai 2024 beschloss die CDU ein neues Grundsatzprogramm, das beinhaltet, dass schutzsuchende Menschen in Europa nicht länger Schutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention und dem europäischen Recht bekommen sollen, obgleich es doch angeblich darum geht, „in Freiheit [zu] leben„.
Die CDU nimmt mit ihrem gebetsmühlenartigen Bekenntnis für einen „Stopp der unkontrollierten Migration“ (Grundsatzprogramm, S. 23) offenkundig Anleihen bei den Rechtsextremisten der AfD – und nimmt dafür aus niederem politischen Kalkül in Kauf, dass die politische Debatte immer weiter nach rechts driftet.
In einer Welt der verschlossenen Grenzen ist der unautorisierte Grenzübertritt für Schutzsuchende die einzige und im Übrigen vom Völkerrecht gedeckte Form, um das Asylrecht überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Schutzsuchende überqueren Grenzen eben nicht „illegal“, sie nehmen ein Grundrecht in Anspruch. [Nds. Flüchtlingsrat]
Da wundert es nicht, dass auch ihr Politamateur und Multimillionär Merz es mit der Wahrheit in Bezug auf Flüchtlinge nicht so genau nimmt (siehe Faktencheck), um auf Wähler*innenfang zu gehen.
Übrigens lehnen laut Statista „nur 38% der CDU-Anhänger*innen die Forderung ab, die EU solle das individuelle Asylrecht abschaffen. Damit liegen sie noch hinter der AfD (56% Ablehnung der Aussage). Die Erhebung war im Juli 2023.“ [zitiert nach Nds. Flüchtlingsrat].
Die Achtung der Menschenwürde, Rechtstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte stellen nicht verhandelbare Grundlagen des Grundgesetzes und des Vertrages über die Europäische Union dar – offensichtlich nicht mehr für die Parteien mit einem „C“ im Namen. Die Partei, denen „Familie als wichtigster Ort für ein gutes Aufwachsen von Kindern“ angeblich so wichtig ist, fordert die Abschaffung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte! [Definition]
Die AfD feiert und treibt Merz, Söder und Konsorten vor sich her…
Aber gegen diese menschenverachtende Politik gehen immer mehr Leute auf die Straße, was die vielen Protestaktionen des letzten Wochenendes gezeigt haben.
«Man macht nicht gemeinsame Sache mit denen, die die Menschenwürde mit Füßen treten. Punkt.»
(Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm)


Im ersten Teil ging es um die Zeit der Gründung von Soft Machine bis zum Jahr 1967.
Im Dezember 1968 gründeten Wyatt und Ratledge aufgrund vertraglicher Verpflichtungen „The Soft Machine“ neu, wobei ihr ehemaliger Roadmanager Hugh Hopper Ayers am Bass ersetzte. Hooper war wie Ayers und Wyatt ein Gründungsmitglied von The Wilde Flowers. 1969 nahmen „The Soft Machine“ ihr zweites Album „Volume Two“ auf, das einen Wechsel zum Fusion Jazz einleitete. Das Album erfüllte den Vertrag der Band mit Probe Records und sie unterschrieben dann Anfang 1970 bei CBS Records.
Im Mai 1969 spielten The Soft Machine als Begleitband auf zwei Titeln von The Madcap Laughs, dem Debüt-Soloalbum von Syd Barrett von Pink Floyd. Kurz nach den Barrett-Aufnahmen stieß Hoppers Bruder Brian Hopper, ein weiterer Mitbegründer von Wilde Flowers, als Saxophonist zu The Soft Machine. Zu dieser Zeit nahm die Band den Soundtrack für die Multimediashow Spaced auf, die Mitte 1969 fünf Tage lang in London lief. Der Soundtrack wurde 1996 von Cuneiform Records kommerziell veröffentlicht.
Im Oktober 1969, nach dem Ausstieg von Brian Hopper, erweiterte sich The Soft Machine zu einem Septett; Wyatt, Ratledge und Hugh Hopper fügten eine vierköpfige Bläsersektion hinzu, die aus den Saxophonisten Elton Dean und Lyn Dobson, dem Kornettisten Mark Charig und dem Posaunisten Nick Evans bestand. Nach zwei Monaten verließen Charig und Evans die Band wieder.
Das Quintett bestand bis März 1970, als Dobson die Gruppe verließ. Das verbliebene Quartett nahm das Doppelalbum „Third“ (1970) und das darauffolgende Album „Fourth“ (1971) auf. „Third“ war größtenteils instrumental, mit Ausnahme von Wyatts Song „Moon in June“, dem letzten Soft Machine-Song mit Text. Ungewöhnlich für die damalige Zeit ist, dass auf jeder der vier Seiten eine Suite zu hören ist. „Third“ ist inzwischen das meistverkaufte Album von Soft Machine.

Ab dem vierten Album wurde die Band komplett instrumental, sowohl auf der Platte als auch auf der Bühne, nachdem Wyatt die Band kurz nach der Veröffentlichung des Albums verlassen hatte. In dieser Zeit feierte die Band in ganz Europa Erfolge und wurde als erste Rockband eingeladen, im August 1970 bei den Londoner BBC Proms aufzutreten, die Show wurde live im britischen Fernsehen übertragen.
Nach Differenzen über die musikalische Ausrichtung der Gruppe wurde Wyatt im August 1971 gefeuert und gründete Matching Mole (ein Wortspiel mit „machine molle“, französisch für „weiche Maschine“; man sagte damals auch, dass es von der Bühnenbeleuchtungs-ausrüstung „Matching Mole“ abgeleitet sei). Er wurde kurzzeitig durch den australischen Schlagzeuger Phil Howard ersetzt. Diese Besetzung tourte Ende 1971 ausgiebig durch Europa und begann mit den Aufnahmen zu ihrem nächsten Album „Fifth“, aber weitere musikalische Unstimmigkeiten führten Anfang 1972 zur Entlassung von Howard, und das Album wurde mit seinem Ersatz John Marshall fertiggestellt.
„Fifth“ wurde 1972 veröffentlicht, wobei die erste Seite Stücke enthielt, die mit Howard aufgenommen wurden, und die zweite Seite Stücke, die mit Marshall aufgenommen wurden. Später im selben Jahr verließ Dean die Band und wurde durch Karl Jenkins ersetzt, der neben dem Saxophon auch Keyboards spielte. Sowohl Marshall als auch Jenkins waren ehemalige Mitglieder von Ian Carr’s Nucleus. Das nächste Album der Band war das halb live, halb im Studio aufgenommene Doppelalbum „Six“, das Anfang 1973 erschien.
Nach der Veröffentlichung von „Six“ verließ Hopper die Band und wurde durch Roy Babbington, ein weiteres ehemaliges Nucleus-Mitglied, ersetzt. Während dieser Zeit begann Jenkins, die Rolle des Bandleaders und des Hauptkomponisten zu übernehmen. Nach der Veröffentlichung von „Seven“ (1973) wechselte Soft Machine erneut die Plattenfirma von CBS zu Harvest Records, einem Unterlabel von EMI Records.

Ende 1973 wurde mit Allan Holdsworth ein weiteres ehemaliges Nucleus-Mitglied in die Band aufgenommen, der erste Gitarrist seit Andy Summers‘ kurzer Amtszeit im Jahr 1968. Holdsworth spielte auf dem nächsten Album „Bundles“ (1975) mit, bevor er die Band Anfang 1975 verließ. Holdsworths Ersatz war John Etheridge, und der Saxophonist Alan Wakeman, ein Cousin des Yes-Keyboarders Rick Wakeman, stieß Anfang 1976 ebenfalls dazu.
Das nächste Album, „Softs“ (1976), war das erste ohne Ratledge, das letzte verbliebene Originalmitglied der Band, das im März 1976 ausstieg. Weitere Mitglieder von Soft Machine in den späten 1970er Jahren waren der Saxophonist Ray Warleigh, der Violinist Ric Sanders und die Bassisten Percy Jones von Brand X und Steve Cook. 1977 nahmen Soft Machine das Live-Album „Alive & Well: Recorded in Paris“ auf, das Anfang des folgenden Jahres veröffentlicht wurde. 1978 traten Soft Machine einmal live auf, und zwar am 8. Dezember beim Sound & Musik Festival in Dortmund, mit der Besetzung Marshall, Jenkins, Cook und Holdsworth. Nach diesem Auftritt lösten sich Soft Machine auf.
Aber es ging mit der Gruppe später noch weiter…

Nach zwei aufeinanderfolgenden Jethro-Tull-Alben in den Jahren 2022 und 2023 wird am 7. März 2025 eine neue Platte mit dem Titel „Curious Ruminant“ (Neugierige Wiederkäuer) veröffentlicht.
Ian Anderson hatte schon seit Monaten nach der Veröffentlichung von RökFlöte angekündigt, dass er Ende 2023 ein neues Projekt in Angriff nehmen würde. Es dauerte nur wenige Wochen, bis sich die ersten Ideen zu einer Absichtserklärung verdichteten, und im Mai 2024 wurden einige unvollendete Musikstücke, die er zuvor mit John O’Hara, David Goodier und James Duncan aufgenommen hatte, zum Ausgangspunkt für die neuen Songs, die nun Gestalt annahmen.
Das Schreiben der Texte und Melodien für das gesamte neu geschriebene Material ging sehr schnell vonstatten, nachdem er im Juni ernsthaft damit begonnen hatte, und schien sich einfach in das musikalische Gefühl und den Stil der früheren Aufnahmen einzufügen.
Anderson schreibt hier oft auf einer persönlicheren Ebene, als wir es gewohnt sind. Zwischen seinen gewohnten Beobachtungen und Beschreibungen gibt es auch Momente, in denen er sich das Herz ausschüttet – wenn auch nicht über die Themen, die von den üblichen „Ich-bin-ich“-Lyrikern des Pop und Rock vorgeführt werden.
Einige der Songs sind aus unvollendeten Instrumental-Demos entstanden, die vor einigen Jahren aufgenommen wurden, was jedoch nicht zu einer großen stilistischen Kluft führt, die dem Hörer ins Auge springt. Abgesehen von den charakteristischen Flötensoli und -melodien sind auch Akkordeon, Mandoline, Akustik- und Tenorgitarre auf mehreren Stücken zu hören, so dass der subtile Hintergrund von Akustik- und Folkrock an das Tull-Erbe der 70er Jahre erinnert.
[Übersetzter Text von der Jethro Tull – Website]
Hier gibt es schon mal einen Vorgeschmack:
Die Band besteht aus:
- Ian Anderson – Flöten, Gesang, Akustikgitarre, Tenorgitarre, Mandoline, Kleinkram
- David Goodier – Bassgitarre
- John O’Hara – Klavier, Keyboards, Akkordeon
- Scott Hammond – Schlagzeug
- Jack Clark – Elektrische Gitarre
Auf dem Album sind außerdem zu hören:
- James Duncan – Schlagzeug, Cajón, Percussion
- Andrew Giddings – Klavier, Keyboards, Akkordeon
„Mir ist es völlig gleichgültig, wer diesen Weg politisch mitgeht. Ich gehe keinen anderen“ [Quelle]
„Wer diesen Anträgen zustimmen will, der soll zustimmen. Und wer sie ablehnt, der soll sie ablehnen. Ich gucke nicht rechts und nicht links, ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ [Quelle]
Klare Worte, die der Kanzlerkandidat der Union da gesprochen hat. Um seinen migrationsfeindlichen Kurs durchzusetzen, nimmt er die Zustimmung der rassistischen AfD billigend in Kauf. Allerdings bedeutet „geradeaus“ hier eher, ich biege doch lieber nach rechts ab!
Wie unberechenbar Merz ist, wird immer deutlicher. Vor zwei Wochen erklärte er noch, er werde es nicht zulassen, dass in der CDU die „Brandmauer“ zur AfD falle. „Ich knüpfe mein Schicksal als Parteivorsitzender der CDU an diese Antwort“. [Quelle]
Da wäre sein Rücktritt doch wohl die logische Konsequenz – oder CDU? Selbst Eure ehemalige Kanzlerin weist dem Mauerstürmer seine intellektuellen Grenzen auf.
CDU – immer noch nichts aus der Geschichte gelernt?! Nennt Euch doch bitte angesichts Eurer migrationsfeindlichen Politik endlich in „unchristlich“ um und nehmt bitte nicht mehr an antifaschistischen Gedenkveranstaltungen teil – wer mit der rassistischen AfD paktiert, verhöhnt damit die Opfer der NS-Diktatur!

Marianne Evelyn Gabriel Faithfull (geboren am 29. Dezember 1946) war eine englische Sängerin und Schauspielerin. Sie erlangte in den 1960er Jahren mit der Veröffentlichung ihrer Hitsingle „As Tears Go By“ große Popularität.

Faithfull war für ihre unverwechselbare Stimme bekannt. Während ihrer Karriere in den 1960er Jahren dominierte ihr melodischer und hoher Gesang, der jedoch durch eine schwere Kehlkopfentzündung in Verbindung mit anhaltendem Drogenmissbrauch in den 1970er Jahren verändert wurde, wodurch ihre Stimme dauerhaft rau, rissig und in einer tieferen Tonlage blieb. Dieser neue Klang wurde von einigen Kritikern als „whiskygetränkt“ gelobt und als hilfreich angesehen, um die rohen Emotionen in Faithfulls Musik einzufangen.
Nach einer langen kommerziellen Abwesenheit feierte Faithfull 1979 mit der Veröffentlichung ihres von der Kritik gefeierten siebten Studioalbums Broken English ein Comeback. Das Album war ein kommerzieller Erfolg und markierte eine Wiederbelebung ihrer musikalischen Karriere. Broken English brachte Faithfull eine Nominierung für den Grammy Award in der Kategorie Best Female Rock Vocal Performance ein und wird oft als ihre „definitive Aufnahme“ angesehen.
Faithfull schrieb drei Bücher über ihr Leben: „Faithfull: An Autobiography“ (1994), „Memories, Dreams & Reflections“ (2007) und „Marianne Faithfull: A Life on Record“ (2014).

Nach einer COVID-19-Infektion 2020 war sie mehrmals in ärztlicher Behandlung. Sie dachte zunächst, dass sie nach den Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Lunge nicht mehr singen könne und litt unter Gedächtnisverlusten. Sie arbeitete an ihrer Atmung und machte Gesangsübungen als Teil ihrer Genesung.
Marianne Faithfull starb am 30. Januar 2025 in London im Alter von 78 Jahren.