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Beiträge zur Musik und mein Senf zu anderen Dingen

DiKo’s Playlist – KW 31

Betontod – Nie mehr St. Pauli ohne dich | Zeig dich (2023)

Bully – Days Move Slow | Lucky For You (2023)

All The Young – Forever | Tales Of Grandeur (2022)

Drive-By Truckers – Where The Devil Don’t Stay | The Complete Dirty South [Disc 1] (2023)

Mia Maria Johansson – Hello Emo, I Love You | Luft (2023)

The Royston Club – The Deep End | Shaking Hips and Crashing Cars (2023)

Women Tied To Railroad Tracks – Huckleberry Finn | Holiday In, Holiday Out (2023)

Zappa in München 1978

„We Don’t Mess Around“: Frank Zappa 1978 live im deutschen Fernsehen mit einer seiner besten Bands überhaupt

„We Don’t Mess Around“ war eine Bandprobe – es gibt kein Publikum – für eine Show im Zirkus Krone in München, die ein deutscher Fernsehsender am 8. September 1978 aufzeichnete. Zu dieser Zeit tourte Zappa mit einer der besten Bands, die er je zusammengestellt hatte – Ike Willis, Denny Walley, Arthur Barrow, Tommy Mars, Peter Wolf, Ed Mann, Vinnie Colaiuta – und man kann Frank sogar beim Akkordeonspielen beobachten…

Mit einigen dokumentarischen Elementen, darunter ein Einkaufsbummel und ein Interview mit Zappas Leibwächter. Einiges von diesem Material überschneidet sich mit Zappas eigenem Feature Baby Snakes bzw. war darin enthalten.

Die Songs sind „Pound for a Brown on a Bus“, „Baby Snakes“, „The Deathless Horsie“, „Dancin‘ Fool“, „Easy Meat“, „Honey Don’t You Want a Man Like Me?“ „Keep It Greasy“, „Why Does It Hurt When I Pee?“ „Sofa #2“, „Seal Call Fusion Music“, „Bobby Brown“, „Conehead“, „Dead Air“, „I’m On Duty“, „St. Alphonzo’s Pancake Breakfast“, „Rollo“.

Zappas Gitarrensolo bei „Easy Meat“ ist atemberaubend und die Kamera bleibt direkt auf seinen Händen, die eine ephemere Skulptur in der Luft bilden. Das Interview mit seinem Limousinen-fahrer/Leibwächter ist zum Totlachen komisch.

Quelle: Dangerous Minds (Übersetzung zappa:lott)

Endlich – Zulauf zur AfD geklärt!

Sorry, eine wichtige Meldung habe ich die ganze Zeit vernachlässigt! Nämlich die Antwort auf die Frage, woher die AfD den großen Stimmenzuwachs hat.

Dank der politikwissenschaftlichen Expertise des ehemaligen Wirtschaftsanwalts, Unternehmens-beraters und Aufsichtsratsmitglieds F. Merz ist dieses im Juni 2023 der deutschen Öffentlichkeit mitgetwittert worden:

https://twitter.com/_FriedrichMerz/status/1665017166612013056?lang=de

Also, sofort alle gegenderten Nachrichtensendungen einstellen – Problem behoben. Danke Merz!

Fotoquelle: ZDF Frontal (bearbeitet)

243 Millionen – dank Andi!

Unser ehemaliger Verkehrsminister hat uns ein super Erbe hinterlassen. 243 Millionen kostet uns seine Inkompetenz! Alle haben es gewußt, dass das Vorhaben mit der „Ausländermaut“ nix werden kann – nur der Andi nicht. Und jetzt dürfen wir Steuerzahlenden dafür gerade stehen. Toll Andi!

Wir dürfen gespannt sein, ob es tatsächlich Regressforderungen gegen ihn geben wird, die sein Amtsnachfolger, Volker Wissing (FDP), angeblich prüfen lässt.

„Die CSU war sich nicht zu schade, den Mann trotz erwiesener Dummdreistigkeit wieder aufzustellen, und er wurde 2021 wieder in den Bundestag gewählt.“

Berliner Kurier vom 03.05.2022

Und auch sonst ist sich unser Andi weiterhin für keinen Skandal zu schade: Im Europaausschuss stimmte er einem AfD-Antrag auf Absetzung einer geplanten Abstimmung zum Energieeffizienzgesetz zu. Das Verharmlosen probiert er auch hier, das Ganze sei nur „ein aufgeblasener Elefant„.

Wie lange müssen wir die „Bayerische Skandalnudel„, die Kanzlerin Merkel „durchgeschleppt“ hat, noch ertragen?

Buchtipp: Error 404

Error 404 ist ein Buch von Esther Paniagua über den drohenden Internet-Blackout, vor dem uns Experten seit Jahren warnen. Es beschreibt, wie es zu einem totalen Zusammenbruch kommen könnte, erörtert die potenziellen Auswirkungen und behandelt dringende Themen, die sich aus einer entscheidenden Frage ergeben: Wie hat sich das Internet von einer Quelle der Befreiung zu dem entwickelt, was es heute ist .

Die Frage lautet nicht, ob das Internet komplett ausfallen wird, sondern wann. Werden wir darauf vorbereitet sein? Oder wird die Welt ohne Internet im Chaos versinken?

Anfang Oktober 2021 fielen die Dienste von Facebook, Instagram und WhatsApp für einige Stunden aus. Die Panik, die gerade junge User daraufhin ergriff, sorgte allgemein für Erheiterung. Doch was bei einem kurzen Zeitraum noch lustig ist, wird ernst, wenn das komplette Internet betroffen ist, und nicht nur für ein paar Stunden.

Wissenschaftler haben errechnet, dass uns etwa 8 bis 10 Tage bleiben würden, bis unsere Zivilisation ohne Internet völlig zum Erliegen kommen würde. Längst ist das Internet integraler Bestandteil unserer kritischen Infrastruktur. Ein potenzieller Ausfall wird längst ernsthaft diskutiert, sei es durch die Überlastung der Serverfarmen, einen Sonnensturm oder einen militärischen Anschlag.

Im Buch werden die heutigen Themen, die Probleme unseres digitalen Lebens, die dahinter stehende Machtdynamik und die Aushöhlung der Demokratie analysiert.

„Immer mehr Stimmen warnen vor der Gefahr, dass der private Sektor das Gemeinwohl an sich reißt und dass Vorschriften ohne Transparenz, Rechenschaftspflicht und ein kollektives Mandat erlassen werden. Das wäre die Privatisierung des Regierens und die Bankrotterklärung einer demokratischen Regierungsführung, bei der die Entwicklung von Regeln alle betroffenen Bevölkerungsteile einbezieht. Die »GAFAM«s und »BAT«s dieser Welt missbrauchen ihre Macht nicht nur, um die Menschenrechte zu verletzen und in die Privatsphäre der Individuen einzudringen, sondern auch, um Steuern zu hinterziehen und sich vor Regulierungen zu schützen.“

GAFAM = Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft, die größten Internetfirmen der Welt
– BAT = Baidu, Alibaba und Tencent

Mit einer kritischen und zugleich konstruktiven Perspektive bietet Error 404 auch eine Reihe konkreter Vorschläge und Denkansätze und ist für mich alles andere als „ein fader Abklatsch der Internetkritik„. Vielleicht passen dem Kritiker die gesellschaftspolitischen Ansätze der Autorin nicht, welche u.a. die „Gründung einer Allianz der demokratischen Nationen, die digitale Regeln festlegt“ vorsehen, um sowohl den oben genannten Konzernen als auch Ländern wie China und Russland mit ihren antidemokratischen und autoritären Strategien durch „partizipativere und transparentere Demokratien“ entgegen zu wirken.

„…was die Menschheit so weit gebracht hat, dass sie heute an diesem Punkt steht, ist weder das Internet noch die Digitalisierung. Beide spiegeln vielmehr die menschliche Verfassung wider und können die besten und schlechtesten Seiten der Menschen verstärken. Hass, Gewalt und Verbrechen werden auch weiter online reproduziert werden, Polarisierung und Fehlinformationen weiterhin verstärkt, Diskriminierung findet ihren Niederschlag in unseren Algorithmen, und jeden unserer analogen oder digitalen Schritte wird man potenziell überwachen können.

Die Allianz kann dazu beitragen, die verstärkte negative Einflussnahme einzudämmen und schrittweise umzukehren. Aber einen richtigen Wandel wird es nur geben, wenn wir bessere, integrativere und gerechtere Gesellschaften und partizipativere und transparentere Demokratien aufbauen. Das kann nur gelingen, wenn wir alles daran setzen, bessere Menschen hervorzubringen und dabei keinen Moment unsere Leitwerte aus den Augen verlieren.“

Esther Paniagua – Error 404. Der Ausfall des Internets und seine Folgen für die Welt, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2022
ISBN: 978-3-455-01437-2, 400 Seiten

Quelle: tintenfässchen, estherpaniagua.com

Zappa und The Monkees

Die Monkees werden oft als die „Pre-Fab Four“ bezeichnet, weil sie eine TV-Kopie der Beatles waren, die über eine Stellenanzeige in der Variety rekrutiert wurde. Doch ganz gleich, wie „uncool“ sie sein sollten, die Besetzung der Monkees war ein seltenes Beispiel für einen Geniestreich eines Auswahlgremiums.

Es ist schwer vorstellbar, dass jemand anderes als die vier die gleiche Chemie hatte, sowohl komödiantisch als auch (schließlich) musikalisch. Und um ihren „uncoolen“ Ruf weiter zu widerlegen, nannte John Lennon sie „die Marx Brothers des Rock“ (womit er Recht hatte), und die Beatles veranstalteten sogar eine Party für die Monkees in London, als sie durch England tourten. (Außerdem war Mike Nesmith bei den Abbey Road-Aufnahmen für „A Day in the Life“ anwesend und Peter Tork spielte Banjo auf George Harrisons vielseitigem Wonderwall-Soundtrack).

Sogar der ausgefallenste Musiker der damaligen Zeit, Frank Zappa selbst, hatte nicht nur einen, sondern gleich zwei Auftritte mit den Monkees auf dem Bildschirm: Zuerst in einem Fernsehbeitrag, in dem Mike vorgab, Frank zu sein und umgekehrt (was sicherlich Ringo Starrs Darstellung von Zappa in 200 Motels vorwegnahm), bevor sie zur Melodie von „Mother People“ ein Auto mit einem Vorschlaghammer zerstörten, und dann noch einmal in einem kurzen Auftritt im Film Head, der übrigens von Jack Nicholson co-produziert wurde.

Zappas Auftritt, in dem er Davy Jones einige „mütterliche“ Ratschläge zu seiner „ziemlich weißen“ Musik gibt, während er mit einer Kuh über das Studiogelände von Screen Gems spaziert. Der Song, auf den er sich bezieht, ist die Nummer, die Jones gerade zu Ende gespielt hatte, Harry Nilssons „Daddy’s Song„, der… ziemlich weiß ist!

Quelle: Dangerous Minds (Übersetzung: zappa:lott)

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