Sound On Purposeist ein Projekt des Musikers Frank Tischer aus dem hessischen Fulda. Dieser hat in der Vergangenheit bereits vorwiegend unter eigenem Namen Musik veröffentlicht, die vorwiegend dem Elektronik-Bereich zuzuordnen ist.
Seit einigen Jahren kooperiert Tischer auch mit mehreren anderen Projekten und Musikstilen, z.B. als Teil der Miller Anderson Band, genauso wie seine beiden Kollegen. Das Debütalbum von Sound On Purpose „Cosmic Tales“ erschien 2023, der Nachfolger „Voyage“ ein Jahr darauf.
Frank Tischer – Keyboard und Elektronik Tommy Fischer – Schlagzeug Klaus Marquardt – E-Geige
Tracks:
1 – SOP Overture 2 – Still is it not too late 3 – Miss Butterfly 4 – Orient Express 5 – Moonlanding: a) Opening b) Moonlanding 6 – Comet Song 7 – Panta Rhei 8 – Lugaus
In den frühen 70er Jahren war das Fernsehen ein wichtiges Instrument, um Musikkünstler in den Haushalten zu präsentieren. Frank Zappa, der mit seiner Lichtshow und seinem Bühnenaufbau auf Tournee war, versuchte, Videomaterial für seine eigene Fernsehproduktion aufzunehmen, um es den großen Sendern zu verkaufen. Genau wie bei den Roxy Performances, die Monate zuvor gedreht wurden, gab es technische Probleme, die letztendlich dazu führten, dass das Filmmaterial in den Tresorraum gelegt wurde und dort lagerte.
50 Jahre später, mit den Fortschritten bei den Postproduktionswerkzeugen, erscheint „Cheaper Than Cheep“. Dieses (neue) zweistündige Konzert enthält klassische Auftritte der Mothers-Besetzung von 1974, direkt von den neu restaurierten Original-Ton- und Videobandmastern aus dem Tresor.
Die offizielle Zappa-Veröffentlichung #130 erscheint mit 2CDs plus Blu-Ray, begleitet von einem ausführlichen Booklet mit seltenen, ungesehenen Bildern und Anmerkungen von Ruth Underwood und Joe Travers.
Songtitel:
CD1 1. Cheaper Than Cheep (0:31) 2. Cosmik Debris (9:22) 3. Band Introductions (1:33) 4. RDNZL (6:31) 5. Village Of The Sun (4:35) 6. Montana (6:29) 7. Duke Goes Out (3:53) 8. Inca Roads (10:04) 9. „Get Down Simmons“ (3:15) 10. Penguin In Bondage (6:45) 11. T’Mershi Duween (1:49) 12. The Dog Breath Variations (1:41) 13. Uncle Meat (2:19)
CD2 1. How Could I Be Such A Fool (4:02) 2. I’m Not Satisfied (2:17) 3. Wowie Zowie (2:27) 4. I Don’t Even Care (1:19) 5. Let’s Make The Water Turn Black (4:33) 6. Dupree’s Paradise Introduction (1:05) 7. Dupree’s Paradise (9:19) 8. Oh No (1:36) 9. Son Of Orange County (5:34) 10. More Trouble Every Day (11:02) 11. Apostrophe‘ (6:54) 12. Camarillo Brillo (5:53)
Wer Frankreich und die Provence, leichte und unterhaltsame Krimis mag, der ist bei Pierre Martin bestens aufgehoben. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt ist bislang noch ein unentdecktes Geheimnis.
Der Autor hat seit 2014 bisher 12 Bücher seiner „Madame le Commissaire“-Serie veröffentlicht. Mit insgesamt über einer Million verkaufter Exemplare erreichen sie regelmäßig Top-Ten-Platzierungen auf der Spiegel-Bestseller-Liste. Daneben gibt es noch zwei Bücher aus der „Monsieur-le-Comte“-Reihe, mit einem Auftragsmörder wider Willen.
Die Madame le Commissaire-Reihe lebt von ihren Charakteren, deren Entwicklung sich im Lauf der Bücher gut verfolgen lässt. Neben der Kommissarin Isabelle Bonnet ist vor allem ihr etwas chaotischer Assistent Jacobert Apollinaire Eustache zu nennen, der es u.a. mit seinen wild wechselnden Sockenfarben und einer lebensrettenden Tat schnell in das Herz der Kommissarin geschafft hat. Wiederkehrende Figuren sind ein weiterer Reiz der Krimis von Pierre Martin, obgleich sich der Autor nicht scheut, auch einmal einen bekannten Charakter zu „verabschieden“.
Die Serie ist leichte und unterhaltsame Lektüre für Krimifans der sanften Töne, dabei aber flott und gut geschrieben. Sie erschließt sich am besten, wenn sie in der richtigen Reihenfolge gelesen wird, da die einzelnen Fälle zum Teil aufeinander aufbauen.
Obwohl Frank Zappa vor mehr als 30 Jahren starb, gilt er nach wie vor als eine Ikone der Kultur des 20. Jahrhunderts.
1973 sagte er bekanntlich: „Jazz ist nicht tot… er riecht nur komisch“, und in seinem Buch „Zappa and Jazz“ wirft Geoff Wills einen Blick auf Zappas weithin angenommene Abneigung gegen das Jazz-Genre.
Die Musik von Frank Zappa enthielt eine breite, ja verwirrende Palette musikalischer und kultureller Einflüsse, darunter auch Jazz. Aber Zappa wurde oft zitiert, dass er diese Musik und ihre Interpreten ablehnt, obwohl es zahlreiche Beweise dafür gibt, dass viele der Musiker, die er beschäftigte, stark mit dem Jazz verbunden waren. Das hielt ihn nicht davon ab zu sagen: „Jazz ist nicht tot…..er riecht nur komisch“ und „Ich hatte nie etwas mit Jazz zu tun. Da ist keine Leidenschaft drin. Es ist ein Haufen Leute, die versuchen, cool zu sein, und die nach einer Bestätigung für eine intellektuelle Gemeinschaft suchen“. Und das unverblümte „Ich mag keinen Jazz“.
Warum also dieses Beharren auf dem Misstrauen gegenüber dem Jazz? Geoff Wills deutet in seiner detaillierten Betrachtung der Jazz-Aspekte von Zappas Musik an, dass die Wurzeln seiner Abneigung gegenüber vielen Dingen neben dem Jazz in seinen Erfahrungen in den 1940er und 1950er Jahren zu suchen sind. Zappa war immer so etwas wie ein Außenseiter. Als italienisch-amerikanischer Schüler wurde er von seinen Mitschülern angefeindet, weil Italien während des Zweiten Weltkriegs ein Feind war. Und Wills weist darauf hin, dass Jazz nicht das einzige war, was Zappa zu stören schien. Er hegte eine Abneigung gegen Schulen, Lehrer, Politiker, Musiker und Menschen im Allgemeinen.
Wills ist der Meinung, dass Zappa, als er behauptete, Jazz nicht zu mögen, in Wirklichkeit seinen Gefühlen über das Jazz-Establishment und den Snobismus Ausdruck verlieh, den viele Jazz-Fans oft an den Tag legten, wenn sie anderen Formen der populären Musik begegneten. Wie sehr Zappa trotz aller gegenteiligen Behauptungen vom Jazz beeinflusst war und Musiker mit tadellosen Jazz-Qualitäten beschäftigte, lässt sich natürlich am besten anhand der vielen Platten, die er aufgenommen hat, nachweisen.
Wills stößt dabei auf einige sehr interessante Fakten. Frank Zappas Musik hat eine einzigartige und leicht wiedererkennbare Qualität, und sie synthetisiert auf brillante Weise ein breites Spektrum kultureller Einflüsse. Das Buch konzentriert sich auf den Einfluss des Jazz auf Zappa und versucht, die oft verwirrende Beziehung zwischen ihm und dem Jazz zu klären. Zappas frühe Jahre werden untersucht, von seinem ersten Ausflug in ein Aufnahmestudio bis zur Gründung und Entwicklung seiner Band „The Mothers of Invention“.
Es gibt ausführliche Kritiken der wichtigsten Jazz-Alben „Hot Rats“, King Kong, „The Grand Wazoo“ und „Waka/Jawaka“. Nebenbei analysiert Wills Zappas Musik und die weiteren Einflüsse, die für seine Einstellung nicht nur zum Jazz, sondern zur Gesellschaft im Allgemeinen entscheidend waren.
Das Buch schließt mit einer Diskussion über Zappas Ähnlichkeit mit orthodoxeren Jazzern, sein Vermächtnis und den Einfluss auf jazzbezogene Musik. Dieses Buch spricht alle Zappa-Fans an, die neue Einblicke in seine Musik suchen, sowie aufgeschlossene Jazz-Hörer und alle, die sich für den Schmelztiegel der Musik des 20. Jahrhunderts interessieren.
Geoff Wills, Zappa and Jazz: Did it really smell funny, Frank? Verlag Matador 2015 - ISBN 13: 9781784623913
„Wir schaffen das!“ hat Angela Merkel mal gesagt, damit aber etwas anderes gemeint. „Wir schaffen dich“ hat sie vielleicht in Bezug auf Friedrich Merz gedacht, doch sie hat sich getäuscht. So wie er sein Wahlvolk getäuscht hat.
So mogelte sich Merz durch den Wahlkampf und an die Macht. Dabei produzierte er reihenweise Enttäuschungen bei jenen Mitgliedern und Wähler:innen der Union, die dem einstigen Aufsichtsrat glaubten, man müsse einfache Lösungen nur straff genug durchpauken, um erfolgreich zu sein. Seine verkorkste Wahl zum Kanzler hat gezeigt: Mehrheiten lassen sich nicht verordnen. Wer ständig polarisiert, darf nicht erwarten, dass ihn alle tragen, wenn er es braucht.
Merz und sein rechter Einpeitscher (hier allerdings links…) – Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0,
Nun ist der Mann der Konzerne, wenn auch unter starken Geburtswehen, zum Bundeskanzler gewählt worden. Dabei hatte es im ersten Wahlgang doch so „spannend“ angefangen und das große Zittern ausgelöst. Ein historischer Moment im Bundestag. Was wäre geworden, wenn er auch im zweiten Wahlgang über Bord gegangen wäre?
Doch nun hat er es geschafft, der „sauerländische Trumpist“ (Parteienforscher Karl-Rudolf Korte) mit Hang zur Selbstüberschätzung, ein Polit-Novize, Multimillionär und (Ex-)Lobbyist, ist Kanzler. Glückwunsch Bundesrepublik!